Über Überraschungen

marco · August 11, 2009 · Allgemein · 2 comments

Wisst ihr was wirklich ankackt?! Ich habe soeben zwei bereits geschriebene Blogs verloren! 🙁
Keine Zeit zum trauern, halt nochmals von vorn:

Beijing steckt voller Überraschungen.
Heute nach der Arbeit, und die Arbeit hat ja so was von schon angefangen, wollte ich den Tian’anmen Platz besuchen. Und wo bekanntlich ein Wille ist, ist auch ein Weg, oder in meinem Fall eine “brätsch”-volle Metro.
An der richtigen Station ausgestiegen, aber bereits ein bisschen verlaufen, stand ich plötzlich vor einem UFO (National Centre for Performing Arts, man beachte bitte auch den strahlend blauen Himmel).
Das UFO schon wieder vergessen, machte ich mich auf die Suche nach dem Eingang zum Park, was leichter gedacht ist, als getan. Allerdings glaube ich auch, dass ich mich heute besonders blöd anstellte. Jedenfalls kam ich irgendeinmal an einen Punkt, wo man Eintritt bezahlen musste, was ich ehrlicherweise auch getan habe (ca. 90 Rappen). Im Bewusstsein, dass ich heute nicht so auf der Höhe bin, folgte ich einfach der grösseren Menschenmasse. Nachdem ich durch diverse schöne Tore hindurch war, einem Fluss entlang lief, wieder durch ein paar Tore ging, immernoch kein Platz da war, ich brav weiterlief, immer mehr ganz alleine und ich plötzlich vor den Toren stand zur forbidden city, welche aber bereits geschlossen waren, für mich also forbidden blieb, war ich ein bisschen angepisst. Als ich weiter ging um die Mauern draussen herum um wieder in den Park hinein zu kommen (wo genau dass ich rausgekommen bin habe ich auch nicht bemerkt) und mir dann bei einem anderen Eingang mitgeteilt wurde “sil, closed!” da war ich dann angeschissen.
Im Frust dachte ich, die Metro kann mich mal und ich suche einen Ort zum essen. So lief ich, und in Beijing kann man laufen. Laufen und laufen, es hört nie auf.
An einer neuen Metrostation angekommen, dachte ich, ich schau noch kurz in die nächste Strasse hinein und da hier in dieser Gegend so oder so nur monströse Hotelblocks stehen, wird dort auch nichts sein und nehm dann die Metro.
Jedoch eröffnete sich um diese Ecke eine andere Welt.
Lichter überall, Läden, Malls, Fussgängerfreiezone (!!!), in den Seitenstrassen Ketten von den typisch, chinesischen Laternen und sicherlich etwas zu essen.
Und wie!
Ich fand einen Markt wie wir uns das alle immer vorgestellt haben und er kündigte sich schon früh an, und zwar in der Luft. Plötzlich roch es vertraut angebraten und gleichzeitig unvertraut Fremd. Es mischten sich verbratenes mit totem, fischiges mit fleischigem, süss mit lemongrass, Gerüche wo mein Magen Alarm schlug, aber der innere Sauhund danach bellte.
Und da war er, eine ganze Strasse lang, und alles wurde angeboten, frittierte Schlangen, geröstete Käfer, caramelisierte Früchte.
Und dann hab ich es getan.
Ich habe eine frittierten Seestern gekostet!
Jawohl!
Nicht wirklich nein… ich habe es gerade einmal zu fried noodles geschafft, und auch diese haben irgendwie nach dem Kalmar von nebenan geschmeckt und so ging ich trotzallem hungrig, aber satt geschaut nach Hause.
Ich war aber sicherlich nicht zum letzten mal dort, schliesslich muss ich noch einen dieser farbigen, blubernd-dampfenden Drinks probieren.
Cheers!
PS: einen Vorteil habe ich an meinem Sprachmanko entdeckt, etwas dass mich in der CH immer gestört hat, aber hier werden mir die Werbeflugblätter nicht einmal angeboten!

2 Comments:
  1. Schweiz, Freitag 15:00 Uhr: Marco in Peking schon seit Stunden im Wochenende…

    Wie funktioniert das am Sonntag? -> Wer zuletzt lacht, lacht am besten!
    So ist das mein Freund! 😉

    Löni · August 14, 2009
  2. Ess-Stände bis an den Horizont, sick!

    xjoggr · August 18, 2009

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