Über Sehenswürdigkeiten

marco · August 09, 2009 · Allgemein · 1 comments


Gerne möchte ich euch bei dieser Gelegenheit etwas über Beijing und seine Sehenswürdigkeiten berichten, ein Erfahrungsbericht sozusagen. Behaltet aber im Hinterkopf, dass dies der erste und ein sehr jungfräulicher Erfahrungsbericht ist.

Nun, an meinem freien Tag entschied ich mich den Olympic Park zu besuchen. Natürlich wollte ich um dahin zu gelangen nicht touristisch sein und entschied mich für die U-Bahn. Dann wurde mir eines Bewusst, es war Wochenende und ich war bei weitem nicht der einzige der sich für einen Ausflug an seinem freien Tag entschied.

Wenn in der Schweiz irgendein grosses Event ansteht, wo alle hin wollen, alle die gleiche Idee haben, zum Beispiel an ein Rockkonzert, dann ergibt sich da vielleicht eine Menschenmasse von sagen wir… 15‘000 Menschen und da denkt man dann schon, botztussig, schon noch viele Leute.

Wenn hier in dieser Stadt nur EIN PAAR die gleiche Ausflugsidee haben, sind plötzlich auf einen Streich 3 MILLIONEN Menschen zusammen unterwegs. Und genau das habe ich gestern realisiert.

Ich stieg also in diese U-Bahn, wo alles chinesisch angeschrieben war und ich schon nur eine halbe Stunde gebraucht habe, bis ich irgendwie mit Händen, Mund, Bauchnabel und Füssen zu meinem Ticket gekommen bin. Es waren bereits viele Leute in dieser Röhre, etwa so wie in Bern um 5 Uhr Abends im Bus, aber so ein klein wenig Platz hatte es schon noch. Jedoch fuhren wir plötzlich in einer Station ein und da warteten unzählige, ja tausende Chinesen auf die U-Bahn und mein einziger Gedanke war, pah, die kommen nie im Leben alle noch hier rein.

… bei diesem Gedankengang habe ich kurz vergessen, dass ich in China bin.

Es wurde gemostet, gedrückt, gezwängelt, klaustrophobische Gedanken kamen auf, mussten aber schnell wieder vergessen werden, denn das wäre der sichere Tod gewesen, und schlussendlich waren unglaublicherweise all die wartenden Chinesen in der U-Bahn drin und ich fühlte mich wie das unterste Flöckchen in der Corn Flakes Packung. Ich dachte schon, das wars, ich werde nie mehr im Leben aus dieser U-Bahn aussteigen können, oder sicherlich nicht da wo ich möchte. Bei meiner für asiatische Verhältnisse überdurchschnittlichen Grösse, sah ich nur einen Wald voller Köpfe mit schwarzen Haaren. Durch unwahrscheinliches Glück öffnete sich dann aber die Tür auf meiner Seite, was allerdings auch nicht mehr relevant war, den diese Menschenmasse wollte auch dort aussteigen, wo ich.

Ein bisschen Pech, oder Glück, war auch im Spiel, denn so habe ich vergessen, dass gestern der olympia Jahrestag war, es viele Attraktionen vor Ort gab und deshalb so viele Leute dahinströmmten. Jedoch hat das Ganze mir bewiesen, in Beijing gibt es unzählige Sehenswürdigkeiten, aber die eigentliche Sehenswürdigkeit ist die Stadt Beijing an sich, alles wird zur Attraktion hier.

Ah und übrigens: doch, das Birds Nest ist sehr schön!

1 Comments:
  1. "Verwüstung durch Taifune in Asien" –
    Du bisch no nid wüeschtet worde gäu? No geng strahlend schön?

    Löni · August 11, 2009

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