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In letzter Zeit sitze ich des Öfteren in diesen Maschinen. Lange Zeit wurde ich von gröberen Turbulenzen verschont. Bis jetzt.

Die Maschine der Air China rüttlete bereits Richtung Osaka ganz verdächtig, was irgendwie meine Stimmung etwas wiederspiegelte.
Ja, ich war mal wieder in Japan. Durfte erneut die kulinarischen Hochgenüsse von Teppanyaki bis Miso voll durchleben, durch Kyoto flanieren, Spider-Man zusammen mit dem weissen Hai und dem T-Rex in den Universal Studios meine besten Grüsse ausrichten und eben, in den schönen Parks am frischen Holz der Bäume riechen.

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Die Gründe für meine übergrosse Leidenschaft für dieses Land liegen also auf der Hand. Und gehen natürlich noch darüber hinaus, was jedoch dann in einem anderen Blog erzählt werden soll.

Jedenfalls, ganz Gefühlsgetreu, wurde ich beim Rückflug nach Peking von einer etwas gar groben Turbulenz-Stufe heimgesucht. Der Blick nach draussen zeigte nur eine weisse Umgebung, wo doch sonst das ewige Blau zu sehen sein sollte. Es war als hätte ich nach dem Besuch in den Universal Studios eine Freikarte für die noch unfertige Achterbahn erhalten. Es rüttelte am Flieger, als hätte ihn King Kong gerade als Spielzeug entdeckt. Die furchtlosen Kinder jauchzten, die ängstlichen Erwachsenen biberten.

Natürlich verlief alles glatt und die Landung war perfekt. Einem Weiterflug gleich am Tag darauf in den süden Chinas sollte nichts im Wege stehen.
Zusammen mit dem frisch eingeflogenen und erstaunlicherweise nüchternem Alain Nemeth, ging die Reise durch neue Turbulenzen nach Guilin. In dieser feucht, schwülen Gegend, die Gerüche, ein Mix aus Zoomist und Früchtekompost, in sich trug und in mir sofort Erinnerungen an Vietnam weckte, haben wir heute versucht Reisfelder zu entdeckten. Diese blieben jedoch von den Regenwolken dicht verpackt. Was andere stört, geniesse ich gerade aufs Äusserste. Mein Manko an Regen von der Wüste Peking, soll wieder aufgeholt werden. So konnte ich heute in diesem klassischem Dorf, in der tropischen Berglandschaft, voller Frauen die zu Minderheitsgruppen gehören und traditionsgetreu mit Haaren bis zu über zwei Metern Länge heumspazieren, das frische Wasser vom Dach über Hände und Kopf tropfen lassen.

Morgen geht die Reise weiter nach Yangshuo. Geplant ist eine Flussfahrt. Mal schauen wie turbulent es der Weg auf dem Wasser es mit uns meint.