Jetzt wird’s tierisch! Das Peking durchaus seine animalischen Züge hat, ist kein Geheimnis. Doch das der Gang zur Zoohandlung mit einem Ausflug in den Zoo zur vergleichen ist, war trotzdem wider allen Erwartungen. Auf die Idee gebracht dazu in die Zoohandlung zu gehen, hat mich nicht etwa Ruper Shrimp, denn der ist schon längst bei mir ausgezogen (keine Angst, er lebt und es geht ihm besser als je zuvor). Nein, es war dies ein Kollege, der bei sich zu Hause zwei Chamäleon hütet. Die zwei hatten hunger. Leider sind sie sehr heikel mit den Speisen, die sie aufgetischt haben möchten und so gingen wir dahin, wo die Bewohner Pekings ihre tierischen Liebsten kaufen und verkaufen. Wo ich eine Mall erwartete, standen wir vor einer Art neu erbautem Hutong. Über eine Brücke und unter einem Torbogen vorbei, fanden wir uns in einem Dorf wieder, wo es links und rechts kleine Läden hatte, die die wildesten Kreaturen unter dem Hammer an die Leute brachten. Allem voran gibt es unzählige Aquarien gefüllt von Clown- bis Haifischen. Das Geschäft mit Fischen scheint besonders zu florieren und die Diversität in den Wasserbehältern reicht von der Karibik bis zum Korallentriangel in Asien. Von den Weltmeeren stolpert […]
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Seit kurzem weiss ich, wie es sich im Zoo anfühlen muss. Und zwar als Tier. Die Nationalfeiertage Chinas gehen heute zu Ende. Dies die Zeit, wo fast das ganze Land Ferien hat. Das hat zur Folge, dass das ganze Land unterwegs ist. Ein paar hundert Millionen Chinesen auf Reisen, und mittendrin: wir! Ein Abstecher nach Pingyao war unsere Route. Und da wir bereits grosse Beiträge für den CO2 Ausstoss in der Tropopause geleistet haben dieses Jahr, entschieden wir uns für die Schienen. Am Bahnhof war es wie nach Konzertschluss an einem Open-Air Festival. Unzählige Leute drängten sich vor dem Bahnsteig. Allesamt ausgestattet mit einem Proviant-Sack, der für manche eine Woche gereicht hätte. Der absolute Renner darunter, statt Koffer zu packen, einfach alles in einen leeren Farbeimer zu stecken. Wieso auch Geld ausgeben für teuere Gepäckstücke. Unser Weg führte über Taiyuan. Eine Stadt wie jede andere in China, ausgestattet mit mehr Baukränen als Mülleimer. Bereits da glänzten wir in der Menschenmasse auf, wie Diamanten in der Tropfsteinhöhle und zogen auch demnach die Blicke auf uns. Ankunft Pingyao. Eine der wenige Altstädte Chinas und träger eines Unesco Welterbe Titels. Dank deren Bekannheitsgrad, waren wir bei weiten auch nicht die einzigen Gäste. Eine […]
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