Tataratara Tarataratara taratarataaa ta! Das die erklingende Musik, wenn die Metro einfährt in einer Station in Seoul. Diese Töne doch einiges amüsanter, und auf ihre Art und Weise auch beruhigender, als das Hämmern, der unzähligen Feuerwerksraketen, die über das chinesische Neujahr zum Himmel abgefeuert werden. Nach einer kurzen Arbeitswoche, ging es für das Fest zum Frühling auf, zu unseren Nachbaren nach Südkorea. Von Frühling merkte man allerdings nicht viel. Eisige Kälte machte sich über der Stadt Seoul breit. Tief im Minusbereich liegend, mussten wir uns einkleiden, als würden wir gleich ein paar Ski an die Füsse schnallen und den Männlichen hinunter gleiten. Glücklicherweise bietet Seoul vor allem eins, unzählige Kaffees. Keine 50 Meter kann man gehen, ohne eines dieser Lokalitäten zu passieren. Dort trumpfen sie dann auch mit innovativen Ideen. In einem Lokal wärmten wir unsere durchgefrorenen Körper mit einem Tee und kriegten dazu ein Ipad ausgeliehen zur Unterhaltung. Die jeweiligen Schaumkreationen auf den Kaffees waren kleine Kunstwerke und die dazu servierten Gebäcke aus dem Ofen, liessen in uns ein Gefühl von Europa empor schnellen. Ja, wenn Beijing nach Baustelle riecht, dann schmeckt es in Seoul nach einer Bäckerei. Egal an welcher Station des unglaublich breiten Metro-Netzes man aussteigt, sofort […]
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Als er vor mir stand, hatte ich das Gefühl, es sei ein Minenarbeiter. Von Kopf bis Fuss von Kohlenstaub bedeckt. Die Taschen Russ übersät. Die Fahrräder unter dem Schmutz kaum zu erkennen. Es regne halt und da würde der Dreck der Kohlekraftwerke auf den Strassen zu groben Schlack geknetet, der sich überall dran haftet. Dies sagte Juan Ly etwa im gleich unspektakulären Ton, wie ich sagen würde „schmeckt gut dieser Kräutertee“. Ja richtig, ich hab sie also getroffen, die zwei Helden Juan Ly und Sael Um, die gleich noch mit dem Frutiger Fred daher kamen. Seit Monaten suchen sie sich auf der Seidenstrasse ihren Weg von Bern nach Peking. Wer diese Geschichte verpasst hat, kann sie hier nachlesen und weiterverfolgen: http://2wheelsblog.wordpress.com/ Unsere Wege haben sich in der Stadt Xi’an programmiert gekreuzt. Diese Stadt, vor allem bekannt durch die Terrakotta Armee, erstaunte mich aber als aller erstes durch ihre Entwicklung… ja Shoppingmöglichkeiten. An einer Strasse, der Hauptachse von Süd nach Nord, war Gucci neben Louis Vuitton, der vis à vis vom Hotel Ritz stand. Einmal mehr habe ich selbst wieder vergessen, dass ich in China bin und es hier keine sogenannten „kleine Städtchen“ gibt. Auch die Arschbacken eines jeden Fahrradfahrers, gerade […]
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Turbulenzen

by marco· May 11, 2011· in Travel· 1 comments tags: china, Osaka, Traveller
In letzter Zeit sitze ich des Öfteren in diesen Maschinen. Lange Zeit wurde ich von gröberen Turbulenzen verschont. Bis jetzt. Die Maschine der Air China rüttlete bereits Richtung Osaka ganz verdächtig, was irgendwie meine Stimmung etwas wiederspiegelte. Ja, ich war mal wieder in Japan. Durfte erneut die kulinarischen Hochgenüsse von Teppanyaki bis Miso voll durchleben, durch Kyoto flanieren, Spider-Man zusammen mit dem weissen Hai und dem T-Rex in den Universal Studios meine besten Grüsse ausrichten und eben, in den schönen Parks am frischen Holz der Bäume riechen. Die Gründe für meine übergrosse Leidenschaft für dieses Land liegen also auf der Hand. Und gehen natürlich noch darüber hinaus, was jedoch dann in einem anderen Blog erzählt werden soll. Jedenfalls, ganz Gefühlsgetreu, wurde ich beim Rückflug nach Peking von einer etwas gar groben Turbulenz-Stufe heimgesucht. Der Blick nach draussen zeigte nur eine weisse Umgebung, wo doch sonst das ewige Blau zu sehen sein sollte. Es war als hätte ich nach dem Besuch in den Universal Studios eine Freikarte für die noch unfertige Achterbahn erhalten. Es rüttelte am Flieger, als hätte ihn King Kong gerade als Spielzeug entdeckt. Die furchtlosen Kinder jauchzten, die ängstlichen Erwachsenen biberten. Natürlich verlief alles glatt und die Landung […]
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Here the hell is Matt

by marco· February 20, 2011· in Beijing, Travel· 4 comments tags: Beijing, Matt, Soho, Traveller
Zur Abwechslung jetzt einmal ein videolastiger Beitrag. Als erstes, wenn bei euch beim Begriff “Where the Hell is Matt?” nichts im Hinterstübchen eurer Gehirngänge klingelt, dann müsst ihr mal dieses Video schauen: Dieses Video wurde beachtlich knappe 35 Millionen mal angeschaut. Man könnte also irgendwie sagen, der Typ ist berühmt. Und er zieht die Sache weiter. Er ist wieder unterwegs quer durch die Welt. Und gestern hat der Junge halt gemacht in Beijing. Wie ein richtiger Traveller kam er daher. Mit geschnallten Rucksäckchen und den berühmt, berüchtigten Teva Schuhen. Gekleidet war er, als wäre der Frühling bereits über Peking eingebrochen. Ist nicht ganz falsch, ist schon wärmer geworden hier, aber trotzdem noch sehr bescheiden in den Temperaturen. Im ersten Augenblick fiel er kaum auf in der auf ihn wartenden Masse. Man merkte aber, dass er nicht zum ersten mal vor hunderten von Leuten steht. Schnell hatte er die Möchtegern Tänzer mit ein paar Sprüchen im Sack, das Eis gebrochen und die Meute bereit die Hüften zu bewegen. Er mutete uns asiatischen und westlichen Schwerbegreifenden einiges zu und Griff noch ein paar Choreographien aus der Tasche. So in etwa sah das dann aus: New Dance with Matt Ja, und irgendwo da […]
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