Letztes Wochenende war vom toten Fisch bis zu den Schnurrhaaren sehr chinesisch. Und angefangen hat alles es mit einer Katze. Nein, eigentlich nicht ganz richtig. Angefangen hat alles damit, dass man förmlich die Chemie im Wetter riechen konnte und wir eine Möglichkeiten suchten dem Labor zu trotzen. Man tut ja sonst nichts blöderes, und so landeten wir in irgendeinem Hinterquartier Pekings auf der Suche nach einem bestimmten Tierladen. Wir glaubten es selbst fast nicht, als wir unter uns anglotzenden, chinesischen Augen den auch tatsächlich fanden. Eingekerkert von Wohnblöcken an einem Ort in Peking, den wir wohl bei uns als Banlieu bezeichnen würden. Und da trafen wir ihn. Den Baron. Sein grimmiges Gesicht täuscht über seine Herzlichkeit hinweg und wir waren, obwohl eher um uns zu Beschäftigen und nicht aus Kauflust dort, versucht dieses heimatlose Findelkind sogleich als Andenken aus China mit nach Hause zu nehmen. Lange überlegten wir. Noch am Abend, im sehr der Rede wertem “Maison Boulud” gleich neben dem Platz des himmlischen Friedens, wägten wir ab, waren hin und her gerissen. Die Entscheidung lag uns schwer und wäre sie im Suff gefallen, dann hätte ich jetzt wohl einen Lord Baron von Kempinski als Mitbewohner. Doch die Vernunft hat, […]
Read More
Die Chinesen mögen es durchaus mal gern brasilianisch. Obwohl, meist kommt es einem dann doch etwas spanisch vor. Es herrscht grosses Kommen und Gehen auf der Botschaft zur Zeit. Auch mein Bürokumpane hat seinen Job an den Nagel gehängt. Zu diesem Anlass wurden wir von einem chinesischen Kollegen zum brasilianischen Barbecue ausgeführt. Als erstes packte der auch gleich eine Flasche “Bai jiu” aus. Dies das nationale Alkoholgesöff, welches einem drei Tage danach noch Magenbrennen verursacht. Diesmal jedoch war ich um das Getränk dankbar, denn irgendwie verlieh es mir das Gefühl, dass es all die Bakterien, die ich übers Essen einnahm, auch gleich wieder verätzte. Was genau an dem brasilianischen Barbecue hätte brasilianisch sein sollen, ist mir jetzt noch nicht klar. Das Buffet, das voll gestopft war mit der billigsten zu findenden Ware, breit gefächert von Pommes Frites bis Salat mit French Dressing, kann es nicht gewesen sein. Mit aller höchster Wahrscheinlichkeit waren es die enormen Spiesse, mit aufgestochenen Hühnern bis Rindszungen daran, die uns alle paar Minuten auf den Tisch geknallt wurden. Das Fleisch daran roch allesamt gleich nach den Überresten vom Fisch auf dessen Grill es gebraten wurde. Sowieso schien das Restaurant vor allem für seine Fischspeisen beliebt zu […]
Read More