Wir sind an einem fantastischen Ort. Avatar, der Film, kennsch? Wir sind genau da, wo sie im Film auf ihren Flugesel zwischen den Pinnacles umher kurven. Die Inspiration zu jener Szene hat James Cameron in China erlangt, auf dem gelben berg, dem Huangshan. Und hier haben wir angefangen, zu glauben. Simon ist zu Besuch. In Shanghai empfangen und gebührend Willkommen geheissen, sind wir fürs Osterwochenende in die Berge verschwunden. Der Flieger bringt uns vorerst nach Tunxi. Süsses dörfchen am Fluss. Wo andere ihr Wahrzeichen nur beleuchten, haben sie hier auf dem Stadtturm gleich einen Laser montiert. Es flitzen im Sekundentakt hellgrüne Strahlen über den Tunxiner Nachthimmel und sorgen für ein modernes Spektakel. Modern trifft klassisch durch die Mitte der Stadt, wo sich die “Lao Jie”, eine alte Strasse zieht. Die kann sich sehen lassen. Für einmal haben sie hier nicht übertrieben mit Kitsch und die Strasse idylisch im alten Stil erhalten. Da zeichnet der Opa seine Zeichen, das Kind spielt mit dem Hund bis der knurrt und die Mama mantscht den Chili zu Mus. Die Gassen sind von charmanten Beizen geziert und die Leute lauschen dem Strassenmusikanten auf dem Platz. Ein unterschätzter Transit auf dem Weg zum Huangshan. In aller […]
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Das Meer hatte uns mal wieder unter Druck. Tiefseedruck. Die Tauchflasche geschnallt, die Tauchbrille gesetzt, drei-, zwei-, eins und per Rückwärtsrolle vom Boot ins unendliche Blau. Beide, Simon und ich, waren voreingenommen von einem Besuch des Tauchparadis bei Malaysia, für beide nämlich war es nicht das erste Mal. Doch die unglaubliche Unterwasserwelt rund um die einsam gelegene Insel Sipadan gab sein Bestes, damit wir unseren Sauerstoff noch schneller abzapften als üblich. Was uns geboten wurde, war schlicht atemberaubend. Hier eine Nachbesprechung von einem der spektakulärsten Tauchgänge: Barracuda Point. Von einer der renommiertesten Tauchzeitschriften zum besten Tauchplatz des Jahres gekürt. Obwohl ich solchen Aussagen stets mit einer Portion Skepsis gegenüber stehe, sollte ich eines besseren belehrt werden. Kaum im Wasser landet man in einem Schwarm Jack-Fische. Von abertausenden Augenpaaren wird man gemustert wie ein fremder Tourist in einem ausserhalb gelegenen Stadtteil. Vom dichten Schwarm wird man eingehüllt, die Orientierung geht verloren und Tauchkollegen verschwinden hinter der Fischwand. An der scheinbar schwächsten Stelle wird versucht die Wand zu durchdringen und tatsächlich, wie von magischer Hand weicht sie auseinander und gibt den Weg frei in den nächsten silbernen Strudel. Egal wie ungalant, oder rasant man sich bewegt, keines der glitschigen Tiere bekommt man […]
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Das Meer birgt viele Geheimnisse. Vieles, dass wir nicht verstehen, nie erfahren werden, oder bereits vergessen ist. Eines dieser Geheimnisse liegt auf Grund im Norden Palawans. Die Überreste einer blutigen Rache. Zuerst führte uns unser Weg jedoch über teils asphaltiert, teils steiniger Strasse nach El Nido. Doch eigentlich ist es egal, was unter den Räder für ein Belag war, die Fahrer machen da eigentlich keinen Unterschied und überwinden Asphalt, wie auch Kieselsteinen im gleichen Tempo und Fahrstil. Geschüttelt angekommen in der Bucht El Nido’s, durften wir Versuchskaninchen spielen im bald neu zu eröffnenden Guesthouse „Jungle and Sea“, welches von der Olivia unterhalten wurde. Richtig, „der“ Olivia. Denn Olivia war mal Oliver, fühlte sich jedoch im eigenen Körper nicht zu Hause und liess sich dann ummontieren zu Olivia. Gastfreundlich war sie und die Aussicht, des am Berghang gelegenen Hauses, unglaublich hinunter auf die Bucht. Ein Piratenschiff hätte so gut in die Bucht gepasst, wie die Kanonenkugel in die Kanone. El Nido, bekannt für seine unverkennbare Landschaft. Unzählige kleine Insel sind in der Umgebung zu finden, welche per Banka, dem typischen, philippinischen Boot mit Bambusstützen, auskundschaftet werden können. Zwischen den steilen Kanten, und scharfen Felsern hindurch, findet man abgelegene Buchten, mit Stränden […]
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Um 5 Uhr in der Früh aufzustehen ist kein Spass und sollte man nicht unbedingt machen. Schon gar nicht freiwillig. für gewisse Schätze macht man es aber, und für manche Schätze lohnt es sich auch durchaus. Für den nach dem Schatz benannten Haifisch, den “Treasure Shark” zum Beispiel, ist es das Weckerstellen wett. Der ist Frühaufsteher und eigentlich nur in den tiefen Gewässern zu finden. Bei Malapascua jedoch, kommt dieser seltene Gast in tauchbare Gewässer, wo er sich von den vielen Putzerfischen waschen lässt. Gross kommt er daher und seine Flosse in der Form eines Segels, lässt in noch pompöser erscheinen. Andere Schätze fielen plötzlich auch noch ins Meer. Die Spezies der “open water diver”, hat gleich drei neue Arten hervor gebracht, welche nun bereit sind sich in den Weltmeeren zu tummeln. Manche davon, die Sarah unter den frisch zertifizierten Tauchern, tun dies auch schon auf ganz natürliche Art und Weise und begeben sich bereits in etwas tiefere Gewässer auf 25m, obwohl sie ganz theoretisch gesehen nur für deren 18 Meter brevetiert wären. Für verloren gegangene Fische wie den Nemo zu finden, nimmt man diese Dehnung des Zulässigen allerdings locker in Kauf. Die Zeit auf der Insel wurde mit der […]
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Bule!!! Zuerst begriffen wir nicht so recht, was die Kinder in einem Dorf am Rande unserer Insel in Lembeh damit meinten. Wir verstanden nur “Poulet” wie Huhn, und begriffen erst später, dass wir eierweissen Touristen damit gemeint waren. In vielerlei Hinsicht waren wir in diesen Ferien fremde Besucher. Allem voran unter Wasser, wo uns einmal mehr das unglaubliche und unfassbare Spektrum des Meeres präsentiert wurde. In der ersten Woche, brachte uns die “Expressair”, mit einem Airbus aus der ersten Generation, mit ein paar Zwischenstopps verteilt über ganz Indonesien, nach Sorong. Von dort aus stiegen wir um auf ein hobbymässig, zusammengeflicktes Boot und dieses brachte uns mitten ins Paradies. Ist ja mittlerweile ein bisschen ein in die Jahre gekommener und oft missbrauchter Begriff: das Paradies. Aber ich wage jetzt zu behaupten, dass diese Insel mit Namen Kri, im Gebiet Raja Ampat, dieser Bezeichnung ganz nahe kommt, wenn nicht sogar voll ins Schwarze trifft. Die Gegend absolut unberührt. An der Grenze zu Papua Neu Guinea, nur ein paar hundert Kilometer von Australien entfernt, eine Inselgruppe am Arsch der Welt. Vereinzelt ein paar Dörfer mit Einheimischen, und irgendwo zwischen Meer und Dschungel, wir. Das Meer in einem blau, das man von dessen Anblick […]
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