Die folgenden Zeilen sind wohl einige der schwersten, die je auf diesem Blog publiziert wurden. Diesmal dienen sie nicht nur der Unterhaltung, sonder dienen sie auch dem Helveten im fernen Osten, seine schweren Augenlider offen zu halten. Tscheggsch? Es lagged der Jet! Frisch gebacken, wie das Buttergipfeli in der neuen Reinhard Bäckerei im Bahnhof Bern, aus der Heimat zurückgekehrt, hat mich die chinesische Heimat wieder. Ein wunderschöner Urlaub war es. Von A wie Weihnachten, bis B wie Neujahr. In den Niederungen fühlte es sich weniger wie ein Winter-, aber wie ein Frühlingsurlaub an. Was nicht daran hinderte, trotzdem den Allerwertesten auf einen Schlitten zu setzen, und beim Kiental den Berg herunter zu rasen. Mal abgesehen vom füddlibluten Asphalt in den Waldteilen, ging das auch ganz tüchtig zur Sache, wie diese ungeschnittene, mit vom Samichlaus überreichter GoPro-Kamera erstellter Aufnahme, beweist: Wofür aber die Schweiz vor allem steht, ist Leckereien. Glaube kaum, dass ich über so kurze Zeit, je soviel Käse zu mir genommen habe. Im Durchschnitt gab es über zwei Wochen verteilt wahrscheinlich jeden zweiten Tag entweder Fondue, oder Raclette. Ist ja auch ganz gesellschaftlich, dieses gemeinsame Käsekleckern. Auf dem teils etwas aufgepimpten Schnee zu Fusse der Eigernordwand, konnte bei strahlendem […]
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Man hat eine Reise gemacht. In die Heimat. Mit Hainan. Direkt. Einmal kurz eingenickt und BÄM, da war sie, die Schweiz. Und gezeigt hat sie sich von ihrer Schönsten und Süssesten Seite. Schön, etwa so. Und süss, etwa so. Wie paradiesisch die Schweiz ist, wissen wir ja alle. Darum verliere ich hier keine grossen Worte darüber. Ein paar Notizen habe ich mir allerdings schon gemacht, und die sollen hier unverblümt und unkorrigiert aufgeführt werden: – Der Himmel ist schon blauer – Die muhende Kuh, zusammen mit den Jodlern im Transfer-Zug am Flughafen, lässt mir jedes Mal ein bisschen Wasser in den Augen hervor quellen. Und zwar bei Abreise, wie auch bei Ankunft – Alle Autos glänzen, wie brandneu gekauft aus der Garage – Cailler ist die beste Schokolade der Welt. Da können mir die Belgier noch lange – Die Welt dreht sich hier gemütlich und entspannt. Schon nur die Sprache ist langsam – Überall tummeln sich Familien – Man kann nicht durch Bern laufen, ohne jemanden zu treffen, den man kennt (Dorf) – Null Anonymität – Schweizer sind generell freundlich (vielleicht hängt es auch vom Wetter ab) – Alles ist wirklich bunt und wirklich farbig (vielleicht hängt auch das vom […]
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Manch einer von euch erinnert sich vielleicht noch an unseren Ausflug letztes Jahr, ins Hinterland Chinas, nach Zunhua (siehe Rural China). Diese kleine Reise ging letzte Woche in die zweite Runde. Denn wir Schweizer halten ja, was wir versprechen. NB: merkt man mir eigentlich an, dass ich auch Opfer davon werde und im Ausland weiter und weiter in die patriotisch, rot-weisse Abteilung rutsche? Eben, wir halten was wir versprechen und somit statteten wir Zunhua einen weiteren Besuch ab. Im Gepäck: 23 Computer zur Spende. Empfangen wurden wir, als hätten wir den ganzen Staat gerettet. Alle Lehrer der kleinen Schule standen erneut Spalier und applaudierten bei unserer Ankunft. Im Schulhof liefen wir zu Marschmusik ein und nahmen an einem langen Tisch, aufgestellt wie an einer Pressekonferenz vor der ganze Schule, Platz. Darauf kamen die Schüler. Militärisch liefen sie ein, jeder mit seinem Holzstühlchen unter dem Arm. Wer ein bisschen aus der Reihe tanzte, wurde von der Lehrerschaft unsanft zurück befohlen. Die Übergage-Zeremonie begann. Hände wurden geschüttelt, erneut Musik eingespielt, symbolisch wurde ein Computer, fälschlicherweise von mir in einem Druckerkarton verpackt, übergeben, jeder hielt eine kleine Rede, die von unserer Dolmetscherin übersetzt wurde, unser Diplomat verlass ebenfalls noch ein paar gut und […]
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Beine überall

by marco· June 20, 2011· in Beijing· 1 comments tags: Beine, Chinese, Schweiz
Der folgende Beitrag ist für Männer geschrieben. Aber nicht ausschliesslich. Nicht lang ist es her, da fuhr ich mit einem Freund in der Pekinger Geschichte umher, als wir an eine Kreuzung gerieten, wo wir gerade vor der roten Ampel stehen bleiben mussten. Ein weiterer, heisser Tag war vorbei. Die Dämmerung war herein gebrochen und die bratende Sonne hinter dem Horizont verschwunden. Wir sagten beide nichts. Dachten aber wohl in dem Moment dasselbe. “Man sieht schon viele Beine hier.” durchbrach er die Stille. Und wahrhaftig. Wenn man so auf die Kreuzung vor uns schaute, sah man irgendwie nur Frauenbeine. Wie aus den Büchern vom magischen Auge, sprangen sie aus dem Bild hinaus. Da konnte einem schon fast schwindelig werden von. Die Chinesinnen, oder die Asiatinnen allgemein, müssen ja ihre Körper wirklich nicht verstecken. Oft ist da kein Gramm fett zu finden. Keine Falten. Und die Beine benötigen keiner Rasur, um seidig zu glänzen. “Doch haben sie absolut keine Rundungen!” beklagte sich einmal, ja kein Mann, sondern eine Kolumbianerin. So geben sich auch die Chinesinnen selten mit dem was sie haben zufrieden. Was nicht weniger oft zu auch unangenehmen Situationen führen kann. Zum Beispiel, wenn man an einem Tisch sitzt, wo sich […]
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Der Frühling hält ja mittlerweile mancherorts Einzug. So auch in Peking. Nein, Moment. Der Frühling ist hier schon wieder vorbei. Wahrhaftig, vom einten Tag auf den anderen blühten plötzlich die Bäume, die Sprossen platzten auf und in wenigen Tagen war alles farbig. Farbig ist vielleicht auch ein etwas übertriebener Ausdruck, denn in dieser staubigen Stadt bekommt nichts wirklich satte Farben ab. Aber trotzdem, es wurde farbiger. Und jetzt, sind wir grosszügig und sagen wir, 2 Wochen später, ist der Frühling vorbei und morgen sind 28 Grad vorhergesagt. BÄM!!! Dies geht ja bei weitem nicht so schnell in der Schweiz. Wie alles andere auch dort, kommt der Sommer gemütlich anmarschiert. Nun, wo sich sicherlich alles farbenprächtig präsentiert, die Vöglein zwitschern, wieder etwas weniger Stoff aus dem Kleiderschrank genommen wird und die vom Winter unterkühlten Gemüter sich erwärmen lassen, ist es an der Zeit in die Luft zu gehen. Bei meinem letzten Aufenthalt in der Schweiz, der im Januar stattfand und leider keinen Blogeintrag abbekommen hat, wurde mir diese Ehre erwiesen. Ich durfte per Gleitschirm in die Lüfte. Der Mensch geht ja dem Traum vom Fliegen sehr enthusiastisch nach und der wird ausgemerzt wo es nur geht. Aber von all den Methoden […]
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Ist man eine Weile weg von der trauten Heimat, fallen automatisch Dinge auf, die einem sonst vielleicht verborgen bleiben. Hier eine kleine Sammlung davon, was einem Auslandschweizer aus China so ins Auge sticht: – Die helvetische Luft hat enorm viel Sauerstoff – Wie bisher bei jedem Besuch, sind die ÖV-Tickets schon wieder teurer geworden – Jedes zweite Geschäft ist ein Schuhladen – Um Mitternacht ist der Bahnhof voller komischer Gestalten – Parkbussen werden schnell und erbarmungslos ausgeteilt – Auch Schweizer Spuken und Rülpsen – Im Kino gibt es während dem Film eine Pause – In Grächen, Wallis, sind fast alle Serviceangestellte Deutsche – Es wird viel und lange über so manches studiert, vorallem an der Uni – Züri West kann am Tisch nebenan einen Kaffee trinken, und niemand kümmerts – Der Coop im Bahnhof ist durchgehend voller komischer Gestalten – ‘Horror’ scheint das meist gebrauchte Wort in schweizer Schlagzeilen – Jedes dritte Geschäft ist ein Kosmetikladen – Mamas und Papas Küche ist und bleibt die Beste – Man besetzt prinzipiell zwei Sitze im Zug, auch wenn man niemand sonst erwartet – Die Schweizer machen den Chinesen Konkurrenz im Drängeln – Ist da eine Migros, ist der Coop nicht weit – […]
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Gleich gleich

by marco· January 21, 2011· in Allgemein· 0 comments tags: Bern, Schnee, Schweiz
Es ist komisch hier in der Schweiz. Komisch wie alles gleich geblieben ist. Nicht dass ich was anderes erwartet hätte. Und trotzdem, jetzt bin ich da an einer Schulung (Jawohl, und schreibe Blog… Olé!) quasi an meinem Ex-Arbeitsplatz, gehe in die Kantine und dort machen immernoch die gleichen Köpfe zur gleichen Zeit Pause wie schon vor knapp anderthalb Jahren. Bedenklich und auch normal. “Komisch” bitte nicht falsch verstehen. Denn dass es mit den Freunden und der Familie läuft, als hätte ich sie gestern zum letzten mal gesehen ist herrlich, das Bern ein neues Tramsystem beherbergt ist praktisch, und dass das Wetter es nun noch schneien liess schlicht göttlich. Oder wie es der Thailänder ausdrücken würde: Gleich gleich, und doch anders!
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