Auf meiner “zu tun” Liste für Beijing, steht ganz oben “Skifahren mit Chinesen”. Und tatsächlich habe ich dass, jetzt wo der Winter langsam ausklingt, letztes Wochenende noch geschafft. Es war ein Wochenende voller Überraschungen. Nach 3 Stunden Fahrt durch chinesische Einöde und Industrie (ein Atmoreaktor nach dem anderen), kommen wir in Wanglong an. Wanglong, das grösste Skigebiet Chinas, das St. Moritz Asiens. So in etwa lautet die Werbung. Allerdings sind sie noch nicht ganz bereit das Paradies zu eröffnen. Auf dem Weg zu unserem Hotel passieren wir Baustelle an Baustelle. Da muss noch etwas gefeilt werden, um die Ortschaft idyllisch zu gestalten. Wir beziehen unser Hotel. Es liegt direkt an der Piste. Wahrhaftig. Eine Brücke, die von der Piste abzweigt, führt direkt in das Hotel hinein. Die Pisten, die den Hang von 2000 Metern Höhe zieren, sehen aus, wie mit dem Rasierapparat einrasierte Kerben ins Haar. Was wir natürlich noch brauchen, ist Material. Dabei sind wir bei weitem nicht die einzigen. Das System um Material zu kriegen, demnach etwas kompliziert. Am Ticketschalter kauft man zuerst einmal das Abo. Dann geht man Schuhe anprobieren. Wenn man welche findet, die passen, werden die notiert und auf die Seite gestellt. Zurück am Ticketschalter […]
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Es schneit in Peking. So richtig! Seit ein paar Tagen wollen die weissen Flocken hier im Norden, nicht mehr aufhören zu frohlocken. Das hebt natürlich die Weihnachtsstimmung und die Vorfreude auf den baldigen Urlaub in der Schweiz. Bis dahin hilft das Kempinski die Zeit zu überbrücken. Die haben hunderte Tannenbäume in jeder erdenklichen Ecke aufgestellt. Wo das Hotel Westin neben an einen hässlichen Baum in der Form eines Trichters aus Plastik hat, beherbergt das Kempinski buschige Tannen aus der Inneren Mongolei. Übrigens sind auch die gelungenen roten Männer weiter oben auf dem Bild vom Kempi, die fördern nämlich auch Kunst. Kempinski 1, Westin 0. Und es geht noch weiter, jeden Adventssonntag lädt das Kempi kleine Engel ein, die unter dem Tannenbaum “Stille Nacht” singen. Ohne verachtend zu klingen muss ich aber gestehen, dass ich bis heute nicht sicher bin, ob sie es in einem unverständlichen Deutsch, oder auf chinesisch trällern. Ist ja auch egal, dafür gibt es warmen “Glue Wine”. Herrlich klebt der auch tatsächlich, dank dem vielen Zucker. Die Deutschen also Meister in der Verbreitung vom Weihnachtsgefühl in China. In Shanghai dann ist es der Paulaner, der tatkräftig mithilft. Der stampft für ein Wochenende einen “Christkindlmart” aus dem Boden, […]
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Pekinesische Diven

by marco· March 19, 2012· in Beijing· 0 comments tags: konzert, Schnee
Mit etwas kann Beijing mächtig auftrumpfen: Diven. Wir warten hier ja schon einige Wochen sehnlichst auf den Frühling. Schliesslich ist das Frühlings-Neujahrs-Fest vorbei und diese Diva von einem Frühling könnte jetzt endlich den Vorhang lichten. Und tatsächlich, letzte Woche gab es erste An- und vor allem Sonnenscheine danach. Die Temperaturen kletterten nach oben in den Zweistelligen Bereich. Die Ohrenwärmer durften in der Tasche bleiben und das Mittagessen bereits draussen zu einem genommen werden. Die Heizung dürfe getrost, wie von der Regierung geplant, am 15. März ausgeschaltet werden. Wir hatten ihn, den Frühling. So dachten wir jedenfalls. Es folgte eine Information der Stadtregierung, dass wegen eines bevorstehenden Kälteeinbruchs die “Heiztage” noch um 3 erweitert wurden. Diese 3 Bonustage kosteten die Stadt übrigens 33 Millionen Yuan, also rund 5 Millionen Schweizer Franken. Man rechne sich dies einmal auf einen ganzen Winter aus. Jedenfalls, unsere Hoffnung auf Wärme wurde vorerst etwas abgekühlt. Und wir sollten auch nicht enttäuscht werden. Am Samstag kam leider noch nicht der Frühling, aber eine andere Diva zu Besuch. Der deutsche Superstar DJ, Paul Kalkbrenner. Als Diva wird er hier einmal so bezeichnet, weil er sein Publikum, aha, da die Parallele, saumässig lange auf sich hat warten lassen. Seine […]
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Sie sind da!

by marco· December 07, 2011· in Beijing· 1 comments tags: Fahrrad, Juan Ly, Sael Um, Sarah Edmonds, Schnee
Es sei sehr dringend, hiess es. Ich müsse sofort ins Büro der Rezeptionistin der Botschaft! Wie sich das für einen System Administrator gehört, kam ich natürlich meiner Pflicht sogleich nach und eilte zu Hilfe. Gerade als ich in das Büro meiner Kollegin am Empfang einbiegen wollte, sehe ich dort vorne dran meine Freunde Sael Um und Juan Ly. Ah cool, denke ich so, sage denen dann später kurz Hallo! Moment… SAEL UM UND JUAN LY!!! Da habe ich es geschnallt. Mir wurde ein übler Streich gespielt, da gab es keinen Notfall, aber eine umso grössere Überraschung. Die Jungs, die sich auf ihre Sattel gesetzt haben und sich von Bern aus Richtung Peking gemacht haben, sind angekommen! BÄM! Man fieberte mit, freute sich über jede erhaltene Meldung, in Gedanken immer mit ihnen dabei, doch wirkten sie noch so unendlich fern und dann plötzlich stehen sie da, als wären sie nur von der Länggasstrasse an die Bernastrasse geradelt. Die Freude war natürlich unermesslich und dies wurde am selben Abend ganz schweizerisch, und Dank der tatkräftigen Mithilfe von S. L. aus U. (tausend Dank), mit einem Fondue besiegelt. Und Ihr Timing konnte nicht besser sein, nur ein Tag nach ihrer Ankunft kam der […]
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Gleich gleich

by marco· January 21, 2011· in Allgemein· 0 comments tags: Bern, Schnee, Schweiz
Es ist komisch hier in der Schweiz. Komisch wie alles gleich geblieben ist. Nicht dass ich was anderes erwartet hätte. Und trotzdem, jetzt bin ich da an einer Schulung (Jawohl, und schreibe Blog… Olé!) quasi an meinem Ex-Arbeitsplatz, gehe in die Kantine und dort machen immernoch die gleichen Köpfe zur gleichen Zeit Pause wie schon vor knapp anderthalb Jahren. Bedenklich und auch normal. “Komisch” bitte nicht falsch verstehen. Denn dass es mit den Freunden und der Familie läuft, als hätte ich sie gestern zum letzten mal gesehen ist herrlich, das Bern ein neues Tramsystem beherbergt ist praktisch, und dass das Wetter es nun noch schneien liess schlicht göttlich. Oder wie es der Thailänder ausdrücken würde: Gleich gleich, und doch anders!
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