Man findet viel in Beijing, was man als Schweizer im Ausland vermissen würde. Da hat es zum Beispiel eine Käserei, die einem den Gruyere unter die Nase reibt, die Lindor Kugeli sind in den Regalen einiger Supermärkte aufgereit und eben, die Rivella Fläschchen haben auch ihren Weg auf chinesischen Grund gefunden. Eines aber gibt es nicht, und das vermisse ich, unter den materiellen Werten, fast am meisten. Grosses Kino! Oder nein falsch, das wäre dann wohl eher kleines Kino. Grosse Filme flimmern hier nämlich durchaus über die Leinwand. Aber leider auch gerade nur die teuersten und kommerziellsten davon. Gerade mal 20 ausländische Filme sind pro Jahr in China zulässig, und ausgewählt werden nur jene die komplett familientauglich sind. Denn eine Altersfreigage gibt es nicht, der Film muss also wahrhaftig einer Altersgruppe von Null bis knapp 75 (durchschnittliche Lebenserwartung in China) entsprechen. Dass Besucher aus der ganzen Alterspalette anwesend sein dürfen, bekommt man auch durchaus zu sehen, und oft auch zu hören. Junge Mütter genieren sich hier überhaupt nicht ihre Säuglinge mit ins Kino zu nehmen, welches einem nebenan in die Ohren brüllt und ein bisschen seines Sabbers auf die Hosen tropfen lässt. Zwischendurch wird bei den Filmen auch etwas nachgeholfen, […]
Read More

Im Bett mit Chinesen

by marco· August 02, 2011· in Beijing, Botschaft· 0 comments tags: Ikea, Pool, Rivella
Darüber, dass ein Besuch bei der Ikea in Beijing, als Touristenattraktion durchgeht, wurde ja bereits berichtet. Das Schauspiel, wie sich die Chinesen in den wie Kulissen aufgebauten Wohnungen gleich zu Hause fühlen und sich auch demnach benehmen, ist äusserst amüsierend. Die scheinen sich nicht zu schinieren, ihre dicken Bäuche auszupacken und so im Liegesessel ein bisschen zu ruben. Oder einfach mal alle Viere von sich zu strecken und sich ein kleiner Nuck auf dem Ausstellungsbett zu gönnen. Dieses Spiel haben wir nun noch ein bisschen weiter gezogen und testeten, wie tief die Chinesen wirklich in ihren Träumen versinken. So pflanzte sich unser Versuchskanninchen ganz kuschelig neben das Opfer. Dieser liess sich davon auch gar und null Komma nichts beirren, und träumten seelenruhig weiter. Ob er nach dem Erwachen seinen Freunden von traumhaften Träumen erzählte, die er unverdienterweise nur auf das Bett zurück führte, Ikea jetzt Dank der lauffeuerartigen Verbreitung von Neuigkeiten in China eine abartigen Gewinn nur wegen diesen Betten schreibt und sie nun ihre spotbilligen Kissen für noch unverschämtere paar Rappen weniger verkaufen können, dass dann auch wirklich gar niemand mehr etwas daran verdient, ausser der Boss und seine Boni-Genossen, sei dahin gestellt. Wir jedenfalls hatten unseren Spass, auch […]
Read More
Dieser Eintrag wird gestopft wie kein Zweiter. Denn die letzte Woche war vollgepackt, wie der Sack nach dem Einkauf zum BBQ. Als erstes war mal wieder Besuch da. Dieser erwähnenswerte Besuch mit Namen Sarah Edmonds, befand dann auch gleich, dass also die Tördl doch einen etwas schöneren Namen verdient hat. Ist ja schliesslich auch eine Kröte. Nach ein paar Apéros, trugen wir unsere Ideen zusammen und daraus wurde: Rupert Shrimp! Dem Rupert Shrimp geht es mittlerweile ganz gut. Zwar plagt ihn zur Zeit den “Pfnüsel”, denn seine Nase rotzt, was ich irgendwie noch erstaunlich finde bei einem Tier, dass quasi die Nase ständig unter Wasser hält, aber sonst fühlt er sich langsam zu Hause. Immer mehr zu Hause fühle auch ich mich hier in Beijing. Dies nicht unbedingt nur, weil es schon bald zwei Jahre sind, die ich meiner Zeit hier verbracht habe, sondern weil es immer schweizerischer wird. So ist es also keine Seltenheit mehr, in den Supermärkten, in den Restaurants und an Musikfestivals (siehe unten) auf Rivella zu stossen. Dazu gibt es eine Bröschüre. Und in dieser Broschüre haben etliche Rivella-Fans ihr Statement gelassen. So auch ein gewisser Schuppisser. Jawohl, richtig gelesen: Schuppisser! Also ich hätte nicht in […]
Read More