Pfffft Das normalerweise unser Wecker in der Früh. Ein langes, gasig und stinkiges ‘ Pffffft’ Pferde furzen viel. Jedenfalls die mongolischen. Da reitet man gemütlich hintereinander her, geniesst die unglaubliche Landschaft, plötzlich hebt der Gaul vor einem leicht seinen Schwanz und ‘pffft’, die Idylle ist dahin. In der Nacht dürfen die Pferde jeweils frei herum spazieren, kommen dadurch relativ nahe an die Zelte ran und man wird dadurch von einem regelrechten Furzkonzert aus den Federn geholt. Nur die immer wieder auftauchenden Schafherden scheinen das toppen zu können. Steht man in eine solche Herde hinein, kann man wie ein Dirigent seinem Orchester die Töne, den Schafen die dumpfen Fürzchen entlocken. Item, nach 3 Tagen des Reitens, steht ein Ruhetag auf dem Programm. Der Schamane ist auch noch nicht zu Hause und lässt auf seine Präsenz warten. Die Schamanen ja quasi die Götter der Mongolen. Sie repräsentieren das Sprachrohr zwischen den verstorbenen Seelen und unserer Welt. Mit diesen Seelen können sie Kontakt aufnehmen und über sie an Informationen gelangen, die uns normal Sterblichen verborgen bleiben. Die Schamanen werden in drei Kategorien unterteilt: die Laufenden, die Reitenden und die mit dem höchsten Rang, den Fliegenden. Wir sollten auch in den Genuss einer Zeremonie […]
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Als Destination auf unserem Flugticket steht: Chinggis Kahn Eine amüsante Definition, für das wir eigentlich im Sinn haben, nach Ulaanbaatar zu fliegen. Schlussendlich jedoch landen wir da, wo wir auch geplant haben hin zu gelangen. Gross prallt der Name über dem Terminal Gebäude: Chinggis Kahn Airport. Wir sind angekommen, in der Mongolei. In der Wartehalle zu unserem Anschlussflug hinaus in die Pampas, wird schnell klar, dass wir nicht mehr in gewohnten Gebieten sind. Zahlreiche Busen werden ungeniert ausgepackt um Säuglinge zu stillen, ein undenkbares Bild in China. Als Handgepäck führen die meisten kistenweise Eier mit sich. Und mittendrin tummelt sich ein Cowboy im authentischen Kostüm herum. Der Typ jedoch hat tatsächlich alle Tassen im Schrank und sein Kostüm gehört wahrhaftig der traditionellen Gattung an. Der Auftakt zu einem echten Western ist gegeben. Wir fliegen über die grasige Landschaft hinauf in den Norden, nach Moron. Buchstabiert wird der Name wirklich so, und wer das an sich noch nicht lustig findet, soll mal noch einen Englisch Dixer zur Hand nehmen. Im Jeep geht es über Stock und Stein weiter, dorthin, wo es keine Landefelder mehr gibt. Unterwegs durch die weite Landschaft, fahren wir an wilden Kamelen vorbei. Wir erreichen das erste Etappenziel: […]
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Beijing versinkt im Schnee und in Moganshan kriegt man weisse Socken. Pünktlich zum Wintereinbruch sind wir ein weiteres mal in die Hügel in der Nähe von Hangzhou aufgebrochen, um ein paar Tage im abgelegenen Resort „Naked Retreats“ zu verbringen. Diesmal allerdings mit dem entscheidenden Unterschied, eingeladen worden zu sein. Das ganze hat natürlich eine Vorgeschichte: Das „Naked“-Resort, von der Presse aus Allerwelt zu einem der top Reisepunkte 2012 erkoren, steckt noch in Kinderschuhen. Bei unserem ersten Besuch im Frühling zeigte sich das in Form von ein paar nennenswerten Mängel. Unsere Freundin Michèle, die die gleichen Erfahrungen gemacht hat mit ihrem Ehemann, nahm sich darauf die Zeit einen mehrseitigen Bericht zu verfassen, den von Sarah revidieren zu lassen, und so an das Management von “Naked” zu schicken. Tatsächlich landete es bei dem CEO auf dem Tisch, der sich davon sehr angetan fühlte und uns sogleich für ein Wochenende einlud, um zu beweisen, dass es jetzt anders läuft. Dem Resort hätte es wahrscheinlich mehr gedient, wenn wir als anonyme Gäste angekommen wären. Aber im Gegenteil, die ganze Heerschar weiss von unserem Kommen und, ganz zu unserem Vergnügen, wir werden behandelt wie Königinnen und Könige. Uns, zusammen mit unseren Freunden, wird eine ganze […]
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Irgendeinmal ist einfach genug mit Beton, Hektik, Lärm und Millionen von Menschen, die diese Eigenschaften mit einem teilen. Wir schlugen zum Rückzug. Und es wurde der nackte Wahnsinn. Nur ein paar Stunden von der Metropole Shanghai entfernt, findet man diese gewünschte Ruhe im Resort „the naked retreat“. Aus der Sicht von Wolkenkratzern, eingeklemmt zwischen Bambuswäldern und grünen Hügeln voller Tee, wurde in dem Gebiet von „Moganshan“ eine kleine Oase errichtet. Mit Wurzeln aus Südafrika wurde in dieser Nische der Unberührtheit ein Dorf eingepflanzt, dass vom Auftritt her noch seinesgleichen sucht in China. Die Grete zum Tal wir von Villas mit privatem Jacuzzi geziert und für etwas normal sterblichere wie wir gab es Bungalows in Mitten des Waldes. Diese Oval geformten Hütten mit Strohdach waren derart gemütlich eingerichtet, mit Balkon hinein in die Bäume und einem Bett wo eine ganze chinesische Familie drin Platz gefunden hätte, das man sich nur mit Mühe überhaupt aus dem Gemach hievte. Passenderweise trugen diese Hütten Namen von Tieren. Da gab es die Elephanten eins bis sechs, die Giraffen eins bis vier und unseres, auf dem Hügel und Mitten im Wald, Bungalow “Monkey 2”. Das Resort aber wirbt vor allem mit seinen Aktivitäten. Mit den etlichen […]
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