Peking unter

by marco· August 15, 2012· in Beijing· 0 comments tags: Regen, Überschwemmung, Wasser
Peking ist zur Zeit berühmt, für was es normalerweise nicht berühmt ist. Wasser. Und zwar von oben. Die Fluten habt ihr ja wahrscheinlich mitgekriegt. Vielleicht gar besser als ich. Zu jener Zeit war ich nämlich ausgeflogen. Aber scheinbar sah es tatsächlich so aus, als wäre Beijing dem Untergang bestimmt. Die Stadt war regelrecht am versinken. Die Mehrheit kam mit einem blauen Auge davon, andere wiederum wurden auf tragische Art und Weise von den Fluten verschluckt. Viele Autofahrer wurden bei den Unterführungen von den Wassermassen überrascht und ersäuften ungewollt ihren Motor. Manche dachten darauf, sie können das Unwetter im Auto einfach abwarten. Gar als sich dieses langsam anfing mit Wasser zu füllen, blieben sie weiterhin sitzen. Oft wurden solche Leute in letzter Minute durch eingeschlagene Scheiben von Passanten aus der Falle gefischt. So geschehen bei einem vollgestopften Bus. Für andere wiederum kam jegliche Hilfe leider zu spät. Häufig dabei das Problem also etwas, dass für uns völlig unvorstellbar ist. Eine Vielzahl der Chinesen sind Nicht-Schwimmer. Was uns schon in der Grundschule aufgezwängt und als lästig empfunden wird, ist in China kein grosses Thema. Schwimmen; für uns selbstverständlich, für die Chinesen eine Weiterbildung. Die vielen Opfer des Jahrhundertsturms hat natürlich auch die […]
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Dreckexempel

by marco· April 21, 2011· in Beijing· 0 comments tags: Beijing, Dreck, Luft, Regen, Wetter
Der Segen vom Regen ist in Beijing ja selten. Das letzte mal, wo ich mich dran erinnern kann, dass es richtig geregnet hat, kann ich mich gar nicht wirklich daran erinnern. Heute dann, einer dieser raren Tage. Wie mir bei meiner Ankunft geraten wurde, verzichtete ich nicht auf die morgendliche Dusche, um ganz nackig mich vom Regen waschen zu lassen, sondern spannte den Schirm über mir auf. Saurer Regen, sagten sie. Nur Dreck falle da vom Himmel, behaupteten die bösen Zungen. In meiner jugendlichen Besserwisserei, glaubte ich ihnen natürlich nicht. Heute wurde ich eines Besseren belehrt. Was der Schirm nach fünf Minuten am trockenen zeigte, sollte ein kleines Beispiel dafür geben, was wirklich hier so in der Luft herum schwirrt. Der wasserabweisende Stoff sah aus, als hätte ich in als Schaufel gebraucht um ein bisschen in aufgeweichtem Morast nach alten Knochen zu graben. Schmutzig wie ein Waschlappen, der für die Toilette gedacht ist, staubig wie ein vergessener Pullover in der Wüste. Natürlich, ich übertreibe. Und trotzdem gab der Schirm ein gutes Exempel davon ab, was wir hier tagaus tagein unseren Lungen antun. Zum Glück hat es jetzt für die nächsten paar Monate ausgeregnet, sonst werden wir uns dem Dreck in […]
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