Das Pompidou Centre. Endlich tauchen wir darin rein. Die Kunst von Paris hat uns erreicht. Nebst der Liebe, ist Kunst wohl das zweite Wort, dass der ewigen Stadt ganz schwer anhängt. Im vornherein freue ich mich auf die kontemporäre Atmosphäre. Mit den schier unglaublichen, japanischen Galerien im Hinterkopf, sind meine Erwartungen gross. Und dann stehen wir vor diesem Teil: Hm… Drei weisse, leere Bilder. Wahnsinn. Nun denn, vielleicht trifft diese Räumlichkeit nicht unseren Geschmack. Kann ja sein. Geschmackssache halt. Versuchen wir es also mit etwas Text: Mhm… interessant. Sicherlich sehr tiefgründig. Ganz eindeutig hat sich Herr Gomringer viel dabei überlegt. Zweifelsohne sind wir, die Zuschauer, die Idioten, die einfach nicht verstehen wollen, was der Künstler meint. Das wird uns zu bunt, das ganze. Und das an sich schon eine Kunst, denn wir mögen es bunt: Doch, mit dem schwindenden Licht der Wintersonne, scheint mir langsam ein inneres Licht aufzugehen. Die Kunst von Paris findet man auf deren Strassen. Viele der schönsten Kreationen findet man sogar vor der eigenen Haustür. Die gesamte Pariser Bevölkerung scheint ein Händchen für Kunst zu haben. Vor etlichen Haustüren türmen sich täglich neue Werke. Ein Direktimport aus all den verschiedenen Haushalten. Vorgestern stand da ein ausgemisteter […]
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Das Leben im Kino

by marco· November 30, 2012· in Chineese Culture· 2 comments tags: Cinema, Müll, Shanghai
Ich hätte kaum erwartet, dass für mich eins der intensivsten, soziokulturellen Erlebnissen in China, an meinem Lieblingsort stattfinden würde: im Kino. Auf dem Program stand der neue Film von Ang Lee: Life of Pi. Das Buch habe ich geliebt. In der Vorproduktion zum Film musste ich aber ein paar mal Bibern, wem die Rolle des Regisseurs zugetragen werden sollte (M. Night Shiamalan, bitte was?!?!?), und schlussendlich schaute ich etwas nüchtern auf die Entwicklung des Filmes. Nun war es aber soweit, der Film lief an und dass er auch in China gross angepriesen wurde, erstaunt nicht. Ang Lee wird gross gefeiert hier zu Lande. Dass er eigentlich aus Taiwan stammt, ist ein Detail. Der Andrang beim Kino in Shanghai ist entsprechend gross. Eine lange Schlange führt zur Kasse. Beim anstehen für Tickets, kommt ein schmuddeliger Verkäufer auf uns zu und hält uns ein Programm vors Gesicht. Scheinbar kann er noch Tickets, für die mehrheitlich ausverkauften Vorstellungen besorgen. Sehr schön. Ganz wie Touri-anfänger bezahlen wir beinahe das Doppelte für unsere Kinotickets, jedoch ohne Anstehen und mit einigermassen guten Plätzen. Dafür verzichten wir aufs Popcorn, da gibt es sowieso nur übersüss, karamellisierte. In China fangen die Filme etwa 5 Minuten vor dem eigentlichen […]
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