Von Matsumoto haben wir bisher gerade mal Tatamis und Kimonos gesehen, von der eigentlichen Stadt aber noch nicht sonderlich viel. Vor allem das Schloss von Matsumoto wollen wir uns nicht entgehen lassen. Das Schloss ist betretbar, allerdings nur ohne Schuhe. Diese muss man beim Betreten in ein Plastiksack stopfen und so mit sich herumtragen. Ganz lustig anzusehen, wie alle ihre Schuhe in Einkaufstüten mit sich schleppen. Nach dem kulinarischen Erlebnis am Vorabend knurren unsere Magen eher nach etwas zugänglicherem als rohen Fisch und eingelegtem Gemüse. Uns schwirren die berühmten japanischen Schweinsschnitzel im Kopf umher. Der Nase folgend, finden wir mit mehr Glück als Verstand genau so ein Lokal, das diese anbietet. Eigentlich ein simples Gericht. Fritiertes Schwein und dazu fein geriebener Kohl. Und doch genau nach dem unsere Magen geschrien haben. Gestärkt machen wir uns auf die Wanderung von Magome nach Tsumago. Diese zwei Dörfer haben zur Edo-Era die beiden Städte Tokyo (früher genannt Edo) mit Kyoto verbunden. Nun ist es eine berühmte Touristenattraktion geworden. Zurecht. Bereits Magome, wo wir unseren Fussmarsch beginnen, strahlt mit einer hübschen, kleinen gepflasterten Strasse, die links und rechts historische Häuschen ziert. Auf unserem Weg durch mehrheitlich Wälder und Felder, müssen wir in regelmässigen Abständen […]
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Die Zeit vergisst niemanden. So hat mich nun tatsächlich die berühmt, berüchtigte 3 am Rücken eingeholt. Diese wollte ich nicht einfach so annehmen, natürlich. Zu meinem Geburtstag hagelte es somit gleich ein paar meiner liebsten Dinge. Meine bessere Hälfte, Reisen und… Japan. In die nipponischen Gebiete soll uns diesmal die Delta fliegen. Tatsächlich ein Erlebnis in eigener Sache. Das nämlich die erste Airline, die ich besteige, welche es wagt, das sonst so langweilige Sicherheitsvideo etwas aufzupeppen. Anstelle von einschläfernden Animationen, wird man mit Sketches instruiert. Gewagt, doch es funktioniert und ich habe seit langem mal wieder aufmerksam zugehört. Kaum gelandet haben wir sehr schnell schon Schienen unter uns. Der Shinkansen rast mit uns zu den japanischen Alpen. Der Effekt China zu Japan ist drastisch. Wo in den chinesischen Zügen oft Pick-Nick Stimmung herrscht und es nach Würstchen und Toilette stinkt, ist es im Shinkansen schon fast beängstigend ruhig und klinisch sauber. Wenn dann der Kondukteur noch jedes mal vor dem Betreten des Wagons seinen Hut hebt und sich vor den Gästen verbeugt, wird es spätestens klar, dass es zwei markant verschiedene Kulturen sind. Erste Station für uns ist Nagano. Regen begleitet uns zum Zenko-Ji Tempel. Ein mächtiges Gebäude und sehr […]
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