Es schneit in Peking. So richtig! Seit ein paar Tagen wollen die weissen Flocken hier im Norden, nicht mehr aufhören zu frohlocken. Das hebt natürlich die Weihnachtsstimmung und die Vorfreude auf den baldigen Urlaub in der Schweiz. Bis dahin hilft das Kempinski die Zeit zu überbrücken. Die haben hunderte Tannenbäume in jeder erdenklichen Ecke aufgestellt. Wo das Hotel Westin neben an einen hässlichen Baum in der Form eines Trichters aus Plastik hat, beherbergt das Kempinski buschige Tannen aus der Inneren Mongolei. Übrigens sind auch die gelungenen roten Männer weiter oben auf dem Bild vom Kempi, die fördern nämlich auch Kunst. Kempinski 1, Westin 0. Und es geht noch weiter, jeden Adventssonntag lädt das Kempi kleine Engel ein, die unter dem Tannenbaum “Stille Nacht” singen. Ohne verachtend zu klingen muss ich aber gestehen, dass ich bis heute nicht sicher bin, ob sie es in einem unverständlichen Deutsch, oder auf chinesisch trällern. Ist ja auch egal, dafür gibt es warmen “Glue Wine”. Herrlich klebt der auch tatsächlich, dank dem vielen Zucker. Die Deutschen also Meister in der Verbreitung vom Weihnachtsgefühl in China. In Shanghai dann ist es der Paulaner, der tatkräftig mithilft. Der stampft für ein Wochenende einen “Christkindlmart” aus dem Boden, […]
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Was für ein Theater bis man da mal eine Braut gefunden hat. Suchen, gefunden, zusammen, glücklich, dann doch nicht die richtige, Trennung, unglücklich und wieder suchen. In einer Gesellschaft die rennt und rennt, hat man doch eigentlich gar keine Zeit zu suchen. Da gibt es viel Wichtigeres wie zum Beispiel Karriere und Geld. Eine Zwickmühle, denn Familie ist wichtig, gerade die Kinder sollen den Wohlstand der älteren Generation sichern. Was machen also die in die Jahre gekommenen Eltern von alleinstehenden Kindern in Shanghai? Sie schnappen sich das schönste Foto ihrer Liebsten und gehen damit auf den Hochzeitsmarkt. „Mein Sohn ist mega gut mit Computer und arbeitet für eine amerikanische Firma. Er verdient 6000 RMB (ca. 600 Euro) pro Monat, kommt aus einer guten Familie und hat nichts Schlechtes gemacht“, wird zum Beispiel ein Chinese mit Jahrgang 1982 von seiner Mutter mit Inserat zum „Verkauf“ gestellt. Wenn allerdings Eltern für ihre Töchter einen Mann suchen, läuft es gerade umgekehrt. Es werden Ansprüche gestellt. Auf einen am Boden stehenden Regenschirm angeklebt, die Bedingungen, manchmal mit Foto, manchmal aber auch nicht. Und da klingt es dann schon eher wie bei einer Stellenausschreibung: „Junger Mann gesucht. Hochschulabschluss verlangt. Lukratives Einkommen ein Muss. Keine begangene […]
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