Nachdem uns die Übertragung vom Einmarsch der Schweizer an der Olympiade in London verweigert wurde, da die Meister des Fernsehsenders just in dieser Minute die Werbung einspielen mussten, fuhren wir fort, was wir angefangen hatten. Nach einer Woche Tauchen in Malaysia, ging es mit Rucksack weiter auf die Suche nach Erholung und Ruhe. Angefangen zu suchen haben wir in Port Dickson. Diese Hafenstadt, nicht all zu weit von Kuala Lumpur entfernt, ist ein beliebtes Reiseziel für Malays, die genau das gleiche suchten wie wir. Wir residierten bei Avilion. Was gut klingt, liess sich auch durchaus sehen. Allem voran die Freilichtdusche in unserem Zimmer, sowie die mehreren Pools, wo tatsächlich eins nur für Erwachsene reserviert war. Auf dem daneben gelegenen Tennisplatz trugen wir das wohl komischste Tennisspiel aus, das je gespielt wurde. In Port Dickson nämlich gibt es nicht nur menschliche, sondern auch tierische Gäste. In einem Streichelzoo tummeln sich nebst Hasen, Schildkröten, Hühnern und Gockel auch noch Pfauen. Diesen Pfauen wurden unsere besten Zuschauer beim Tennisspiel. Auf den Hecken des Tennisplatzes beobachteten sie interessiert aus der Höhe wie wir uns die Bälle um die Ohren schlugen. Nebst den Bällen schlugen sich auch falsche Töne um uns. Das Gesangsduett von der […]
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Das Meer hatte uns mal wieder unter Druck. Tiefseedruck. Die Tauchflasche geschnallt, die Tauchbrille gesetzt, drei-, zwei-, eins und per Rückwärtsrolle vom Boot ins unendliche Blau. Beide, Simon und ich, waren voreingenommen von einem Besuch des Tauchparadis bei Malaysia, für beide nämlich war es nicht das erste Mal. Doch die unglaubliche Unterwasserwelt rund um die einsam gelegene Insel Sipadan gab sein Bestes, damit wir unseren Sauerstoff noch schneller abzapften als üblich. Was uns geboten wurde, war schlicht atemberaubend. Hier eine Nachbesprechung von einem der spektakulärsten Tauchgänge: Barracuda Point. Von einer der renommiertesten Tauchzeitschriften zum besten Tauchplatz des Jahres gekürt. Obwohl ich solchen Aussagen stets mit einer Portion Skepsis gegenüber stehe, sollte ich eines besseren belehrt werden. Kaum im Wasser landet man in einem Schwarm Jack-Fische. Von abertausenden Augenpaaren wird man gemustert wie ein fremder Tourist in einem ausserhalb gelegenen Stadtteil. Vom dichten Schwarm wird man eingehüllt, die Orientierung geht verloren und Tauchkollegen verschwinden hinter der Fischwand. An der scheinbar schwächsten Stelle wird versucht die Wand zu durchdringen und tatsächlich, wie von magischer Hand weicht sie auseinander und gibt den Weg frei in den nächsten silbernen Strudel. Egal wie ungalant, oder rasant man sich bewegt, keines der glitschigen Tiere bekommt man […]
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