Nord Korea hat sich endlich mal an das heikle Thema heran gewagt und hat eine Rangliste erstellt von den glücklichsten Ländern auf Erden. Dabei haben sie gemäss einer Umfrage herausgefunden: in China lebt es sich am glücklichsten. Darauf kommt auf Rang zwei dann auch sogleich Nord Korea selbst, gefolgt von Kuba, Iran und Venezuela. Rang 152 besetzt Süd Korea. Und auf dem letzten Platz, mit dem unglücklichsten Volk überhaupt, stehen die vereinigten Staaten von Amerika. Gerne hätte ich mit einem Nord Koreaner über diese Rangliste diskutiert. Doch es war mir verboten. Genau gleich war es mir untersagt die Einwohner Pjöngjangs zu fotografieren. Ausser den Verkehrsdamen, das ist ein Nationalstolz der bis über die Grenze getragen werden darf. Ansonsten ist das schiessen von Fotos nicht erlaubt, wird aber je nach Sujet geduldet. So habe ich ganz gute Fotos gemacht vom grössten Stadion der Welt, welches unglaubliche 150’000 Sitzplätze beherbergt. Auch ein anschauliches Bild habe ich vom Nord Koreanischen “Arc de Triumph” gemacht, der wahrhaftig 4 Meter höher ist als das Original. Als ich jedoch ein Foto machen wollte von mir zusammen mit zwei massiven Statuen der verstorbenen Führer Kim und Kim und ich dazu noch die gleich stramme Haltung wie die […]
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Dddddrrriiiinnnnnngggg!!! Rüttelte mich ein Wecker aus dem Schlaf! Es klangt wie jener aus der Küche, der daran erinnert, dass die Eier parat sind. Doch ich war nicht zu Hause, und schon gar nicht in einer Küche. Ich war in einer alten Ilyushin Il-62. Zum 112. Mal mache er nun diese Reise, erklärte mir ein Tour-Guide, aber diese alte Klapperkiste habe er nur wenige male gehabt. Normalerweise verwende die Fluggesellschaft Koryo modernere Flugzeuge auf der Strecke Beijing – Pyongyang. Aus der Schweiz angekommen reichte es für mich gerade mal unter die Dusche zu hüpfen und etwas Gepäck-Balast abzuwerfen und schon war ich wieder unterwegs. Diesmal sollte es nach Nord-Korea gehen. Informatik-Hilfe auf dem Kooperationsbüro, einem sogenannte KoBü, ist gefragt. Und es begann abenteuerlich in dieser Ilyushin. Am Eingang schnappte ich mir eine der Propaganda Zeitungen, “the Pyongyang times”, und schlenderte ins Flugzeug. Dieses war tapeziert wie die Küche meiner Grossmutter. Es roch streng, mich erinnerte der Geruch an einen Zoo. Zudem lief ein russischer Polka, der in mir das Gefühl erweckte, einen Zirkus betreten zu haben. Dieser Zirkus hatte in der Mitte dann tatsächlich eine Küche. Mit Herdplatte, Pfannen, hübschen Schränken und Teekannen. Als ich davon ein Foto nehmen wollte hiess […]
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Raffiniert und geschickt gelangten ja die Kommunisten in China an die Macht. Und dieses geschichtliche Ereignis feiert nun seinen 90sten Geburtstag. Dies wurde mir in Erinnerung gerufen, als ich letzthin mal wieder auf dem Weg war zum “Egg”. Also, zu diesem eierschalenförmigen Konzertgebäude Pekings. Die kommunistische Partei liess es sich natürlich nicht nehmen, den Platz des himmlischen Friedens zu diesem Anlass ein bisschen zu schmücken. Im “national center of performing arts”, kurz dem NCPA, gastierten dieses Jahr erneut die Musikanten des Orchesters aus Luzern. Als einziger Besucher der Botschaft geglaubt, wurde ich überraschenderweise am Eingang von unserem Botschafter begrüsst. Dieser fand es lustig, dass ich von der Security, bei dem Versuch Wasser in der Hosentasche in den Konzertsaal hinein zu schmuggeln, aufgehalten wurde: “Mais vous devez savoir comment vous comportez Monsieur Tschuy”, meinte er nur augenzwinkernd. Phenomenal dann das Konzert! Die Musiker an sich schon hervorragend, aber für mich vor allem wegen der sensationellen Akustik in diesem Ei ein Spektakel. Obwohl scheinbar zahllose Musiker auf der Bühne sind, hat man das Gefühl von jedem einzelnen den Ton erfassen zu können. Alles rund um einem herum wird schwammig, wie am Meeresgrund, und man fühlt sich plötzlich ganz alleine mit dem Orchester. […]
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