Man findet viel in Beijing, was man als Schweizer im Ausland vermissen würde. Da hat es zum Beispiel eine Käserei, die einem den Gruyere unter die Nase reibt, die Lindor Kugeli sind in den Regalen einiger Supermärkte aufgereit und eben, die Rivella Fläschchen haben auch ihren Weg auf chinesischen Grund gefunden. Eines aber gibt es nicht, und das vermisse ich, unter den materiellen Werten, fast am meisten. Grosses Kino! Oder nein falsch, das wäre dann wohl eher kleines Kino. Grosse Filme flimmern hier nämlich durchaus über die Leinwand. Aber leider auch gerade nur die teuersten und kommerziellsten davon. Gerade mal 20 ausländische Filme sind pro Jahr in China zulässig, und ausgewählt werden nur jene die komplett familientauglich sind. Denn eine Altersfreigage gibt es nicht, der Film muss also wahrhaftig einer Altersgruppe von Null bis knapp 75 (durchschnittliche Lebenserwartung in China) entsprechen. Dass Besucher aus der ganzen Alterspalette anwesend sein dürfen, bekommt man auch durchaus zu sehen, und oft auch zu hören. Junge Mütter genieren sich hier überhaupt nicht ihre Säuglinge mit ins Kino zu nehmen, welches einem nebenan in die Ohren brüllt und ein bisschen seines Sabbers auf die Hosen tropfen lässt. Zwischendurch wird bei den Filmen auch etwas nachgeholfen, […]
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