Wir brechen langsam die Zelte ab. Die Schränke leeren, und die Müllsäcke füllen sich. Bald schon ist das Kempinski Apartment 422 Geschichte. Um den Kopf von dem ganzen Umzugs-Tumult zu lüften, verschlägt es meine zwei Turnschuhe in letzter Zeit öfters hinaus in die Natur zum joggen. Die letzten paar Wochen, ziehen vor meinem inneren Auge vorbei. Shanghai haben wir schon verabschiedet. Am letzten Wochenende zeigt es sich von allen möglichen Seiten. Regnerisch, gewitterig, heiss, schmackhaft. Uns bleiben wird vor allem: der pompöse Abschied. Ganz traditionell, gibt es beim Rückflug die obligate Flugverspätung von nur ein paar Stunden. Und der Pilot dreht zur Feier des Tages auch noch gleich ein paar Ehrenrunden. In Beijing zur Zeit absolute Frischluft-Galore. So kriege ich bei meinem sportlichen Spaziergang viel Grünes zu Gesicht, im selbsternannten zweitgrössten Park, der überhaupt je in irgendeiner Stadt Platz gefunden hat: dem Chaoyang. Der Chaoyang Park hat einiges zu bieten. Eine seit 2010 eingestellte Baustelle für das selbsternannt grösste Riesenrad. Ein Luna-Park mit verrosteten Achterbahn-Schienen und patentlos herumstehenden Disneyfiguren. Ein Notunterstand für unvorhergesehen Gewitterstürme, natürlich aus Metal. Ein Seilpark, der mit morschen Latten ein unvergleichbar neverkitzelndes Erlebnis bietet. Ein gut besuchtes Swimmingpool, wo man vor lauter Leute das Wasser nicht […]
Read More
Mein Besuch ist wieder abgezischt. Dies natürlich nicht ohne grande Finale. Und dieses kam in Form eines Elektro-Festivals. Bereits letztes Jahr ein Renner und so auch dieses Jahr wieder elektrisierend. In mitten rostiger Rohre und verrussten Kaminen durfte zu Musik der DJ Garde Chinas getanzt werden, was die Beine tragen konnten. Der Nemeth aus der Schweiz also mittendrin im Intro 2011 von Peking. War nicht das einzige Mal, dass er getanzt hat dieser Nemeth. Peking bekam ihm sehr. Wie jeder Besuch bisher, war auch er positiv überrascht. Ja, die Stadt ist gross. Sie hat kulturell was auf dem Kasten, genauso wie kulinarisch. Hier besucht man den himmlischen Tempel, und lässt sich danach auf ähnliche Höhen tragen mit ein paar von Hand zubereiteten Jiaozi (dumplings). Man salutiert dem Chinesen Mao beim Platz des himmlischen Friedens, gratuliert dem japanischen Sensei in der Küche zum gelungenen Essen und feuert den englischen DJ im Club Suzie Wong an. Das ist Peking! Da ja quasi nebenan, brachte mich ein Vogel der China Eastern darauf in die entfernte Nachbarstadt Shanghai. Grund, Kilian und Iris Entschluss zum Bund der Ehe. Da habe ich also bis 27 keine einzige Hochzeit erlebt und jetzt innerhalb von einem Monat gleich […]
Read More
Die Zeit rast weiter wie in der Achterbahn. Alle Osternester wurden gefunden und wir befinden uns mitten im nächsten langen Wochenende. Zum Ostermontag gab es für uns übrigens wirklich noch eine Achterbahn. Wir statteten dem chinesischen Pendant zum Disneyland, dem „Happy Valley“ einen Besuch ab. Bereits beim ersten Schritt in den Park merkt man, dass dies ein Abklatsch der Disneyversion sein sollte. Unterteilt in diverse Länder, nur anstelle von Cowboys sind es Araber, und statt Mäuse sind es Ameisen, die in Kostümen herumhüpfen. Auf der ersten Blick, wie so vieles in China, glänzt und glitzert alles herrlich schön. Schaut man ein wenig genauer hin, erkennt man schnell, dass der Schein etwas trügt. Die Musik wird vom Angestellten, der etwas gar halbherzig kontrolliert, ob der eigene Gürtel nun wirklich festsitzt oder nicht, per Ipod eingespiesen. Teilweise auch schwer zu beurteilen, ob nun der Rost an den Wänden dekorativer Natur sein sollte, oder halt eben auf die Ungepflegtheit des ganzen zurück zu führen ist. Daran änderten auch die Namen, welche allesamt was mit „Extreme“, oder „Highspeed“ in sich hatten, nichts. Demnach wurde auch die Geisterbahn, oder besser gesagt, der Geisterspaziergang angekündigt. Was wir jedoch dort vorfanden, wäre wirklich den Machern von “Nackte […]
Read More