Obwohl nun bereits wieder ein paar Tage her, habe ich am 3. August mein zwei jähriges Überleben im chinesischen Reich der Mitte gefeiert. Und gibt es doch nichts schöneres zu einer Feier, als ein grosses Geschenk? Ja, so viel Materialismus habe ich mir also über diese zwei Jahre schon von den Chinesen abgeguckt. Allerdings kam dann das Geschenk als Direktimport aus der Schweiz, aus Fleisch und Blut daher. Richtisch, Löni und Debbie sind auf Besuch. Aber hat mir diese Halbzeitglock doch was zu denken gegeben. Konkret heisst das, der Zenit ist überschritten. Jetzt ist quasi der 21. Juni, der längste Tag. Das ging mir wie die Glühbirne über dem Kopf auf. Macht das Sinn? Nein? Was ich im Kopf gemacht habe, kam einem anderen Künstler, wenn auch auf eine andere Art und Weise, auch in den Sinn. Dieser durfte sein Werk auch gleich im Künstlerviertel ausstellen. Immer wieder eine Freude, was es in diesem Quartier alles zu entdecken gibt. Ebenfalls und immer wieder für Überraschungen gut, ist das Wetter. Wo mal kleinere Stürme, Ausläufer des Taifuns “Muifa”, angekündigt waren, folgten lediglich ein paar wenige Tropfen Regen. Dies doch sicherlich gute Nachrichten für diejenigen, welche der Kraft der Natur voll ausgesetzt […]
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Ist man eine Weile weg von der trauten Heimat, fallen automatisch Dinge auf, die einem sonst vielleicht verborgen bleiben. Hier eine kleine Sammlung davon, was einem Auslandschweizer aus China so ins Auge sticht: – Die helvetische Luft hat enorm viel Sauerstoff – Wie bisher bei jedem Besuch, sind die ÖV-Tickets schon wieder teurer geworden – Jedes zweite Geschäft ist ein Schuhladen – Um Mitternacht ist der Bahnhof voller komischer Gestalten – Parkbussen werden schnell und erbarmungslos ausgeteilt – Auch Schweizer Spuken und Rülpsen – Im Kino gibt es während dem Film eine Pause – In Grächen, Wallis, sind fast alle Serviceangestellte Deutsche – Es wird viel und lange über so manches studiert, vorallem an der Uni – Züri West kann am Tisch nebenan einen Kaffee trinken, und niemand kümmerts – Der Coop im Bahnhof ist durchgehend voller komischer Gestalten – ‘Horror’ scheint das meist gebrauchte Wort in schweizer Schlagzeilen – Jedes dritte Geschäft ist ein Kosmetikladen – Mamas und Papas Küche ist und bleibt die Beste – Man besetzt prinzipiell zwei Sitze im Zug, auch wenn man niemand sonst erwartet – Die Schweizer machen den Chinesen Konkurrenz im Drängeln – Ist da eine Migros, ist der Coop nicht weit – […]
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