Die Zeit vergisst niemanden. So hat mich nun tatsächlich die berühmt, berüchtigte 3 am Rücken eingeholt. Diese wollte ich nicht einfach so annehmen, natürlich. Zu meinem Geburtstag hagelte es somit gleich ein paar meiner liebsten Dinge. Meine bessere Hälfte, Reisen und… Japan. In die nipponischen Gebiete soll uns diesmal die Delta fliegen. Tatsächlich ein Erlebnis in eigener Sache. Das nämlich die erste Airline, die ich besteige, welche es wagt, das sonst so langweilige Sicherheitsvideo etwas aufzupeppen. Anstelle von einschläfernden Animationen, wird man mit Sketches instruiert. Gewagt, doch es funktioniert und ich habe seit langem mal wieder aufmerksam zugehört. Kaum gelandet haben wir sehr schnell schon Schienen unter uns. Der Shinkansen rast mit uns zu den japanischen Alpen. Der Effekt China zu Japan ist drastisch. Wo in den chinesischen Zügen oft Pick-Nick Stimmung herrscht und es nach Würstchen und Toilette stinkt, ist es im Shinkansen schon fast beängstigend ruhig und klinisch sauber. Wenn dann der Kondukteur noch jedes mal vor dem Betreten des Wagons seinen Hut hebt und sich vor den Gästen verbeugt, wird es spätestens klar, dass es zwei markant verschiedene Kulturen sind. Erste Station für uns ist Nagano. Regen begleitet uns zum Zenko-Ji Tempel. Ein mächtiges Gebäude und sehr […]
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Raffiniert und geschickt gelangten ja die Kommunisten in China an die Macht. Und dieses geschichtliche Ereignis feiert nun seinen 90sten Geburtstag. Dies wurde mir in Erinnerung gerufen, als ich letzthin mal wieder auf dem Weg war zum “Egg”. Also, zu diesem eierschalenförmigen Konzertgebäude Pekings. Die kommunistische Partei liess es sich natürlich nicht nehmen, den Platz des himmlischen Friedens zu diesem Anlass ein bisschen zu schmücken. Im “national center of performing arts”, kurz dem NCPA, gastierten dieses Jahr erneut die Musikanten des Orchesters aus Luzern. Als einziger Besucher der Botschaft geglaubt, wurde ich überraschenderweise am Eingang von unserem Botschafter begrüsst. Dieser fand es lustig, dass ich von der Security, bei dem Versuch Wasser in der Hosentasche in den Konzertsaal hinein zu schmuggeln, aufgehalten wurde: “Mais vous devez savoir comment vous comportez Monsieur Tschuy”, meinte er nur augenzwinkernd. Phenomenal dann das Konzert! Die Musiker an sich schon hervorragend, aber für mich vor allem wegen der sensationellen Akustik in diesem Ei ein Spektakel. Obwohl scheinbar zahllose Musiker auf der Bühne sind, hat man das Gefühl von jedem einzelnen den Ton erfassen zu können. Alles rund um einem herum wird schwammig, wie am Meeresgrund, und man fühlt sich plötzlich ganz alleine mit dem Orchester. […]
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