Was haben Van De Walle, Disney, Hollande, Pharrell und Götze gemeinsam? Wäre da nicht der erste Name drin, wäre die Sache etwas einfacher, nicht? Nun, ich helfe euch auf die Sprünge: sie sind alle im Juli passiert. Mein letztes Projekt der Produktionsphase passiert als erstes. Dabei habe ich das Privileg, völlig auf eigene Faust zu agieren. Ich bin nämlich der „Making-of guy“. Also eigentlich der, der allen auf dem Set im Weg ist. Sollte allerdings die Dokumentation der Dreharbeiten gut ausfallen, wäre diese auch durchaus in der Lage, mehr Lorbeeren zu kriegen, als der eigentliche Film. In meinem Fall wage ich das jedoch zu bezweifeln, denn der Film, den ich notabene noch mitgeschrieben habe, könnte ganz gut werden. Es ist das erste Mal, wo ich an einem Set bin und das Gefühl habe, so könnte es in „echt“ aussehen. Das Team ist fokussiert und schnell, die Schauspieler perfekt besetzt und äusserst professionell. Auch wenn man das zuerst nicht so recht vermuten könnte. Ein seriöses Interview krieg ich jedenfalls mit keinem der Stars richtig hin. Die Schauspieltruppe versteht sich gut untereinander und hat ein richtiges Gaudi. Der Unterschied dann hier zu den anderen Sets, sobald es für diese Schauspieler heisst: „ready […]
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Ich musste also zuerst nach China kommen, um mein allererstes Live Fussballspiel miterleben zu dürfen. Gloubsch? Und es sollte ein torreiches Spiel werden. Gespielt haben die Lokalmatadore Beijing Guoan, gegen die Hass-Rivalen aus Tianjin. Austragungsort war das berühmt, berüchtigte “Workerstadium” im Herzen der Stadt. Bereits auf dem Weg dorthin gehen mit mir zahlreiche, grün gekleidete Fans. Diese vermehren sich beim Näherkommen stets, bis ich mit meinem weissen T-Shirt der absolute Aussenseiter bin in der grünen Masse. Kurzerhand kaufe ich mir auch eines dieser knallig, grünen T-Shirts, so bin ich wenigstens nur noch der Weisse im Gesicht. Welches denn der Starspieler sei bei Beijing Guoan, frage ich den T-Shirt Verkäufer. “Kanuta”, meint er freudig. Klingt nur so halb chinesisch in meinen Ohren. Und als ich den Namen ausgeschrieben vor mir sehe, weiss ich auch warum. Der Spieler im Sturm mit der Nummer 11 ist Franzose und heisst “Kanouté”. Die chinesischen Clubs müssen sich mit den ausrangierten Spielern, wie dem 36 jährigen Kanouté begnügen. Alles andere ist entweder zu teuer, oder der chinesische Fussball schlicht für Stars zu langweilig. So packten auch die Spitzenspieler Anelka und Drogba noch vor Ablauf ihrer Verträge beim Shanghai Club Shenhua gleich wieder ihre Koffer. Wie bei […]
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