Als er vor mir stand, hatte ich das Gefühl, es sei ein Minenarbeiter. Von Kopf bis Fuss von Kohlenstaub bedeckt. Die Taschen Russ übersät. Die Fahrräder unter dem Schmutz kaum zu erkennen. Es regne halt und da würde der Dreck der Kohlekraftwerke auf den Strassen zu groben Schlack geknetet, der sich überall dran haftet. Dies sagte Juan Ly etwa im gleich unspektakulären Ton, wie ich sagen würde „schmeckt gut dieser Kräutertee“. Ja richtig, ich hab sie also getroffen, die zwei Helden Juan Ly und Sael Um, die gleich noch mit dem Frutiger Fred daher kamen. Seit Monaten suchen sie sich auf der Seidenstrasse ihren Weg von Bern nach Peking. Wer diese Geschichte verpasst hat, kann sie hier nachlesen und weiterverfolgen: http://2wheelsblog.wordpress.com/ Unsere Wege haben sich in der Stadt Xi’an programmiert gekreuzt. Diese Stadt, vor allem bekannt durch die Terrakotta Armee, erstaunte mich aber als aller erstes durch ihre Entwicklung… ja Shoppingmöglichkeiten. An einer Strasse, der Hauptachse von Süd nach Nord, war Gucci neben Louis Vuitton, der vis à vis vom Hotel Ritz stand. Einmal mehr habe ich selbst wieder vergessen, dass ich in China bin und es hier keine sogenannten „kleine Städtchen“ gibt. Auch die Arschbacken eines jeden Fahrradfahrers, gerade […]
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