In China gibt es viele Leute. Immer und fast überall. Hier funktioniert die Grundregel nicht “komm wir gehen unter der Woche da hin und das anschauen”. Nein, hier trifft man 7 Tage die Woche Menschenscharen an. Natürlich auch auf der grossen Mauer. Für einmal jedoch wollen wir, zusammen mit meinem Bruder und seiner besseren Hälfte, dieses steinige Stück für uns allein. Per Taxi kurven wir einige Stunden hinaus in die chinesische Pampas. Das Wetter spielt gut mit. Am Tag zuvor hat es geregnet und den Staub von Bäumen und Büschen weg geputzt. Die Farben knallen hervor, wie ich es selten zuvor gesehen habe. Nach einer Pause bei einer Raststätte, wo wir Cailler Branchli mampfend die Attraktion des Tages darstellen, biegen wir auf eine kleine Nebenstrasse ab. Die schlängelt sich den Hang empor, und zwischendurch erhascht man in der Ferne bereits ein paar Türmchen der Mauer. Bei einer von Hügel eingeschlossenen, rustikalen Baracke halten wir an. Wir sind angekommen beim “Dong Po Inn”. Ein chinesisches Ehepaar hat hier draussen ein Guesthouse errichtet, für genau solche wie wir, die die Mauer einmal nur für sich haben wollen. Der Trick dabei, der Gastgeber späht mit seinem Feldstecher auf die Mauer und schaut, wann […]
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Und wie beinahe schon fast in alter Tradition, hier der Kurzfilm zum ruhigen Pflaster: Und der ultra Kurzfilm zum lauten Pulver: Jetzt müsst ihr euch das Geknalle und den Rauch nur noch in tausendfacher Ausführung vorstellen und ihr habt vielleicht den Hauch einer Idee davon, was in diesem Land zum chinesischen Neujahr abgeht. BÄM!
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Wir haben es geschafft! Der Drache ist da! Das neue Jahr ist eingeleutet! Und eingeleutet haben es eine Milliarde Chinesen, mit wahrscheinlich 30 Billiarden Raketen, Zuckerstücken und sonstigem, möglichst lautem Feuerwerk. Diese fast zwei Wochen andauernde Fete ging letzten Montag, mit dem Laternen Festival, zu Ende. Die letzte Chance war es für die Chinesen, dieses Jahr nochmals alles zum Himmel abzufeuer, was erlaubt war. BÄM! Beim Strassenstand gekauft, und nur wenige Meter von diesem entfernt gleich gezündet. Konfuzius war mit ihnen, denn hätte sich eine der Feuerwerkskörper in diesem Strassenstand voller Kisten, voller Feuerwerk und voller Schwarzpulver verirrt, dann würde ich jetzt wohl in einem tiefen Krater wohnen. Manche Chinesen sind auch auf natürliches Feuerwerk gestossen. Wenn auch vielleicht eher unfreiwillig: Daran muss man ja aber auch zuerst mal denken, dass Methangas aus dem Abwasserkanal leicht entflammbar ist. Dieses Jahr gab es zum Frühlingsfest in Beijing 272 Verletzte und ein Toter. Dies entspricht einem Rückgang von 45,7% gegenüber letztes Jahr. Dies die Statistik. Aber jetzt ist fertig für ein Jahr. Aus. Basta. Das Jahr zum Drachen ist eingeleutet und das hat auch der Hinterst und Letzte gehört. Von diesem Jahr erhoffen sich ja viele Chinesen so einiges. Die Geburtenrate wird […]
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