In 2 Wochen ist es soweit und die Dreharbeiten zu meinem Filmprojekt beginnen. 3 Drehtage werden es sein. Und diese 3 Tage sollen gut geplant werden. Wir sind also voll in der Produktionsphase angelangt. Für mein Projekt adaptiere ich eine chinesische Legende. Diese spielt in einem Künstler-Atelier und bringt irgendwo im Höhepunkt noch ein Drache mit sich. Diese Geschichte sorgt dafür, dass das Team rund um den Film momentan gut beschäftigt ist. Von Anfang an war uns bewusst, zur Realisierung des 5 minütigen Kurzfilms, werden wir ein paar grosse Hürden nehmen müssen. Die 3 Grössten hierfür sind: ein passender Schauplatz finden, ein weiser alter Chinese für die Hauptrolle besetzen und ein riesiges Gemälde mit Drachen herstellen lassen. Paris ist ja nicht gerade dafür bekannt, dass es freie Räumlichkeiten aus dem Boden spriesst, wie Pilze im Wald. Nein, es ist ein kahler, unfruchtbarer Boden. Und ausgerechnet hier suchen wir ein grosses Atelier. Klar, wir wollen es nur für 4 Tage buchen, 3 Tage drehen und 1 Tag vorbereiten, das sollte die Sache doch vereinfachen. Falsch gedacht, für einige Lokalitäten wollen uns Vermieter 1000 Euro pro Tag (!!!) aus der Tasche ziehen. Das würde das geplante Budget für den Kurzstreifen schlicht sprengen. […]
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Wir sind spät. Natürlich sind wir spät. Anfangs sind wir stets gut drin im Zeitmanagement, und am Schluss verlauern wir es doch noch. Eigentlich nicht so schlimm, könnte man denken. Denn, der Film beginnt ja erst in einer halben Stunde. Nicht aber so in Paris. Da muss man gut vor dem Vorstellungsbeginn beim Kino stehen. Aber nicht etwa, weil man die 20 Minütige Werbung, oder die zahlreichen Trailer nicht verpassen möchte. Nein, weil man nicht auf den zwei letzten Plätzen unten links und unten rechts gleich vor der Leinwand enden möchte. Ja, in Paris gibt es keine Platznummerierung im Kino. Da ist es wie bei einem Rockkonzert. Es wird gedrückt, gedrängelt und geschoben. Und die ersten im Saal haben die besten Plätze. Und Leute hat es hier immer im Kino. Paris ist die absolute Kinometropole. Es scheint als sei jeder Bürger im Besitz einer dieser sensationellen “illimité” Karten, das quasi ein General Abonnement ist, um soviel und wann man auch möchte ins Kino zu gehen. Fantastisch! Resultat, die Säle stets bumsvoll, oder zumindest gut besetzt. Es sind aber harsche Kritiker, die Franzosen. Überzeugt ein Film nicht, dann verschwindet der schnell von der Bildfläche. Gewinnt man jedoch der Audienz ihre Herzen, […]
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