Nun denn, nach all dem Stuss, jetzt zurück zum eigentlichen Thema: Filmemachen. Da ist nämlich viel gegangen in den letzten Monaten. Während Paris in einem terroristischen Feuerwerk aufging, hatte ich die Ehre bei Gaumont Animation als Schreiberlehrling über die Schulter der professionellen Drehbuchautoren zu gucken. Die Shows orientieren sich an Jungs im wilden Alter. “Atomic Puppet”, ein Junge der mit seiner Marionette am Arm zum Superhelden mutiert, und “Furry Wheels”, ein Faultier, dass vor allem eins kann, in seiner Heimatstadt “Wheelopolis” aufs Gaspedal drücken. Der Produzent beider Shows: niemand geringeres als Disney. Ich finde mich in einem dieser berüchtigten “Writers rooms” wieder und habe zu Beginn vor allem die Aufgabe alles was gehirnstürmt wird, irgendwie festzuhalten. Das kann ganz schön stressig sein, vor allem wenn die Truppe in fahrt kommt und ein Gag nach dem anderen heraussprudelt. Nachdem ich die erste Scheue überwunden habe, kriege auch ich die Gelegenheit, meine Ideen einfliessen zu lassen. Was für ein Höhengefühl, wenn dann die eigenen Inspirationen auch tatsächlich im Final Script enden. Noch höher die Emotionen, wenn die ersten Ideen im Storyboard zum Leben erwachen. Am liebsten möchte man herausschreien: “Das war meine Idee!” Interessant ist es, hinter die Kulissen zu sehen und […]
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