Die Franzosen lieben ihre Bistrots. Ja, sie lieben sie heiss, auch wenn es saukalt ist. Tatsächlich kann ich nun bezeugen, dass sie auch im Winter gemütlich Draussen vor ihren Bistrots sitzen und ihr Wein schlürfen. Diese Beizli-Kultur eine friedliche und eine, die sie voraussichtlich auch noch lange pflegen werden. Eigentlich schade, ist der Winter so mild, gerne möchte ich die Temperatur-Untergrenze heraus finden, wo es sogar dem Pariser zu viel wird, an der Kälte an seiner Zigi zu ziehen. Eines ist aber klar, diese Kultur breitet sich aus. Da Sarah in Genf arbeitet und ich in Paris studiere, haben wir uns ein Frequenz-Abonnement ins Porte-monnaie verschafft, dass uns erlaubt zu günstigen Preisen, sowie ganz flexibel, diese Strecke mit dem TGV zurück zu legen. Wir sind gar so flexibel, dass wir vom eigentlich gebuchten Zug, auch jenen der vorher und nachher geht besteigen können. Dann allerdings geht die Sitzplatzreservation flöten. Und wenn es halt keinen Sitz mehr frei hat, endet man dort, wo man ganz viele Franzosen antrifft: in der Zugs-Bar. Also sogar im TGV wird diese Beizli-Kultur weitergezogen. Da machen wir natürlich samt dem Monsieur Croque gerne mit. Gecroqued und gerocked hat auch die Band „Phoenix“ in Paris. Die Lokalität […]
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Wir sind spät. Natürlich sind wir spät. Anfangs sind wir stets gut drin im Zeitmanagement, und am Schluss verlauern wir es doch noch. Eigentlich nicht so schlimm, könnte man denken. Denn, der Film beginnt ja erst in einer halben Stunde. Nicht aber so in Paris. Da muss man gut vor dem Vorstellungsbeginn beim Kino stehen. Aber nicht etwa, weil man die 20 Minütige Werbung, oder die zahlreichen Trailer nicht verpassen möchte. Nein, weil man nicht auf den zwei letzten Plätzen unten links und unten rechts gleich vor der Leinwand enden möchte. Ja, in Paris gibt es keine Platznummerierung im Kino. Da ist es wie bei einem Rockkonzert. Es wird gedrückt, gedrängelt und geschoben. Und die ersten im Saal haben die besten Plätze. Und Leute hat es hier immer im Kino. Paris ist die absolute Kinometropole. Es scheint als sei jeder Bürger im Besitz einer dieser sensationellen “illimité” Karten, das quasi ein General Abonnement ist, um soviel und wann man auch möchte ins Kino zu gehen. Fantastisch! Resultat, die Säle stets bumsvoll, oder zumindest gut besetzt. Es sind aber harsche Kritiker, die Franzosen. Überzeugt ein Film nicht, dann verschwindet der schnell von der Bildfläche. Gewinnt man jedoch der Audienz ihre Herzen, […]
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