Auf meiner “zu tun” Liste für Beijing, steht ganz oben “Skifahren mit Chinesen”. Und tatsächlich habe ich dass, jetzt wo der Winter langsam ausklingt, letztes Wochenende noch geschafft. Es war ein Wochenende voller Überraschungen. Nach 3 Stunden Fahrt durch chinesische Einöde und Industrie (ein Atmoreaktor nach dem anderen), kommen wir in Wanglong an. Wanglong, das grösste Skigebiet Chinas, das St. Moritz Asiens. So in etwa lautet die Werbung. Allerdings sind sie noch nicht ganz bereit das Paradies zu eröffnen. Auf dem Weg zu unserem Hotel passieren wir Baustelle an Baustelle. Da muss noch etwas gefeilt werden, um die Ortschaft idyllisch zu gestalten. Wir beziehen unser Hotel. Es liegt direkt an der Piste. Wahrhaftig. Eine Brücke, die von der Piste abzweigt, führt direkt in das Hotel hinein. Die Pisten, die den Hang von 2000 Metern Höhe zieren, sehen aus, wie mit dem Rasierapparat einrasierte Kerben ins Haar. Was wir natürlich noch brauchen, ist Material. Dabei sind wir bei weitem nicht die einzigen. Das System um Material zu kriegen, demnach etwas kompliziert. Am Ticketschalter kauft man zuerst einmal das Abo. Dann geht man Schuhe anprobieren. Wenn man welche findet, die passen, werden die notiert und auf die Seite gestellt. Zurück am Ticketschalter […]
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Vom Sofa aus in Lugnorre beobachte ich das Lichtspektakel der Sonne, die sich hinter einer Wolke am Horizont versenkt. Farben überall. Heute war der einzige Regentag in meinem ganzen, wenn auch nur kurzen, Aufenthalt in der Schweiz. Aber es fühlt sich alles andere als kurz an. Das vollgepumpte Programm liessen mir meinen Blitzbesuch erscheinen, als wäre ich einen Monat lang in der Heimat gewesen. Für vieles hat es gereicht und das meiste davon wurde noch übertroffen. So wurde zum Beispiel aus einem farbigen Armband am Coldplay Konzert ein Lichterspiel an 48’000 Handgelenken. Aus einem Grossmutter-Spaziergang wurde eine rasante Wanderung auf die Axalp. Auf eine Tennissession folgte ein Hungerrast. Aus einem Termin bei der Dental Hygienikerin resultierte ein weiterer Termin um das Loch gleich zu flicken. Aus einer Karate Lektion wurde Kampfkunst. Aus mehreren Bandproben fruchtete ein wahnsinnig nervendes Konzert mit s!Närvt. Aus dem immer wiederkehrenden Fest auf dem Hügel Lugnorre wurde eine Fete woran sich auch noch die Nachbarn daran erinnern werden. Das zu Hause Lugnorre entpuppte sich von neuem als kleines Paradies. Und die Familie und Freunde sind und bleiben unübertrefflich. Merci Helvetia! Immer wieder schön dich zu sehen.
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Ist man eine Weile weg von der trauten Heimat, fallen automatisch Dinge auf, die einem sonst vielleicht verborgen bleiben. Hier eine kleine Sammlung davon, was einem Auslandschweizer aus China so ins Auge sticht: – Die helvetische Luft hat enorm viel Sauerstoff – Wie bisher bei jedem Besuch, sind die ÖV-Tickets schon wieder teurer geworden – Jedes zweite Geschäft ist ein Schuhladen – Um Mitternacht ist der Bahnhof voller komischer Gestalten – Parkbussen werden schnell und erbarmungslos ausgeteilt – Auch Schweizer Spuken und Rülpsen – Im Kino gibt es während dem Film eine Pause – In Grächen, Wallis, sind fast alle Serviceangestellte Deutsche – Es wird viel und lange über so manches studiert, vorallem an der Uni – Züri West kann am Tisch nebenan einen Kaffee trinken, und niemand kümmerts – Der Coop im Bahnhof ist durchgehend voller komischer Gestalten – ‘Horror’ scheint das meist gebrauchte Wort in schweizer Schlagzeilen – Jedes dritte Geschäft ist ein Kosmetikladen – Mamas und Papas Küche ist und bleibt die Beste – Man besetzt prinzipiell zwei Sitze im Zug, auch wenn man niemand sonst erwartet – Die Schweizer machen den Chinesen Konkurrenz im Drängeln – Ist da eine Migros, ist der Coop nicht weit – […]
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