BÄM! Was ich jeweils als Exklamationswort benutze, um die Dramaturgie des Textes aufzuwerten, kommt jetzt plötzlich in einem anderen Kontext daher. Nämlich für das, was es auch wirklich steht. Allerdings wäre es in diesem Fall eher BÄM! BÄM! BÄM! BÄM! Und das noch mitten in der Nacht. Satte 3 Jahre und 3 Monate verweile ich nun bereits in Peking. Etliche Kollegen habe ich kommen und gehen sehen, tausende uns Regen bescherende Wetterraketen hörte ich am Himmel explodieren, und Millionen von Chinesen spuckten mir vor die Füsse. Nebst all diesen Konstanten hat mich noch was anderes über all die Jahre hinweg tapfer und treu begleitet: Die Baustelle vor meiner Wohnung. Chronologisch gehen wir voran: Als ich meine eigenen vier Wände beziehe und einen skeptischen Blick auf die vier halbfertigen, hohen Türme mir gegenüber werfe, erklärt mir der Vermieter, dass das Gebäude seit Jahren leer steht und nichts weiter passieren würde. Der Investor des geplanten Hotels ging pleite. Aus, fertig. Paar Wochen nachdem ich eingezogen bin, kriegt die Geisterstadt einen neuen Geldgeber und die Baustelle wird zum Leben erweckt. Über die Jahre hinweg beobachte ich auf der Baustelle einiges an Treiben. Ich bin zwar Laie, trotzdem wage ich hier zu behaupten, dass […]
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