Die Chinesen mögen es durchaus mal gern brasilianisch. Obwohl, meist kommt es einem dann doch etwas spanisch vor. Es herrscht grosses Kommen und Gehen auf der Botschaft zur Zeit. Auch mein Bürokumpane hat seinen Job an den Nagel gehängt. Zu diesem Anlass wurden wir von einem chinesischen Kollegen zum brasilianischen Barbecue ausgeführt. Als erstes packte der auch gleich eine Flasche “Bai jiu” aus. Dies das nationale Alkoholgesöff, welches einem drei Tage danach noch Magenbrennen verursacht. Diesmal jedoch war ich um das Getränk dankbar, denn irgendwie verlieh es mir das Gefühl, dass es all die Bakterien, die ich übers Essen einnahm, auch gleich wieder verätzte. Was genau an dem brasilianischen Barbecue hätte brasilianisch sein sollen, ist mir jetzt noch nicht klar. Das Buffet, das voll gestopft war mit der billigsten zu findenden Ware, breit gefächert von Pommes Frites bis Salat mit French Dressing, kann es nicht gewesen sein. Mit aller höchster Wahrscheinlichkeit waren es die enormen Spiesse, mit aufgestochenen Hühnern bis Rindszungen daran, die uns alle paar Minuten auf den Tisch geknallt wurden. Das Fleisch daran roch allesamt gleich nach den Überresten vom Fisch auf dessen Grill es gebraten wurde. Sowieso schien das Restaurant vor allem für seine Fischspeisen beliebt zu […]
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Manch einer von euch erinnert sich vielleicht noch an unseren Ausflug letztes Jahr, ins Hinterland Chinas, nach Zunhua (siehe Rural China). Diese kleine Reise ging letzte Woche in die zweite Runde. Denn wir Schweizer halten ja, was wir versprechen. NB: merkt man mir eigentlich an, dass ich auch Opfer davon werde und im Ausland weiter und weiter in die patriotisch, rot-weisse Abteilung rutsche? Eben, wir halten was wir versprechen und somit statteten wir Zunhua einen weiteren Besuch ab. Im Gepäck: 23 Computer zur Spende. Empfangen wurden wir, als hätten wir den ganzen Staat gerettet. Alle Lehrer der kleinen Schule standen erneut Spalier und applaudierten bei unserer Ankunft. Im Schulhof liefen wir zu Marschmusik ein und nahmen an einem langen Tisch, aufgestellt wie an einer Pressekonferenz vor der ganze Schule, Platz. Darauf kamen die Schüler. Militärisch liefen sie ein, jeder mit seinem Holzstühlchen unter dem Arm. Wer ein bisschen aus der Reihe tanzte, wurde von der Lehrerschaft unsanft zurück befohlen. Die Übergage-Zeremonie begann. Hände wurden geschüttelt, erneut Musik eingespielt, symbolisch wurde ein Computer, fälschlicherweise von mir in einem Druckerkarton verpackt, übergeben, jeder hielt eine kleine Rede, die von unserer Dolmetscherin übersetzt wurde, unser Diplomat verlass ebenfalls noch ein paar gut und […]
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