Da arbeitet man Monate auf ein paar Tage hin, plötzlich sind sie da und noch viel schneller auch gleich wieder vorbei. Es ist passiert, ich habe meinen ersten Film abgedreht. Die paar Wochen vor dem „Shoot“, wie wir den Dreh so schön nennen, wurden auch regelrecht auf uns eingeballert. Irgendein Klugscheisser hat mal gesagt: plane für das Schlimmste, hoffe auf das Beste. Bei uns war irgendeinmal nur noch hoffen angesagt. Angefangen hat es mit den Castings. Es ist unsere letzte Auswahl-Session, die sogenannten „Call-backs“. Von den rund 20 weiblichen Darstellerinnen haben wir deren 4 Besten nochmals eingeladen. Die Wahl fällt leicht und die Rolle ist schnell besetzt. Die männlichen Darsteller hingegen sind schwieriger auszuwählen und wir haben nur gerade 2 vorselektioniert. Einer davon glücklicherweise mein klarer Favorit. Und genau der taucht nicht auf. Ein Schauspieler mit Starallüren: irgendeinmal schreibt er mir, er habe keine Zeit für die „Call-backs“. Ich könne ja einfach das Videomaterial von der ersten Session anschauen und ihm bitte bis zum selbigen Abend Bescheid geben. Er habe schliesslich auch noch andere Projekte. Beinahe eine Schande zu gestehen, dass dieser arrogante Herr noch den roten Pass auf sich trägt. Nun denn, Fakt ist, ich habe nur noch einen […]
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Für was geht man schon wieder zur Filmschule? Genau, um irgendeinmal in der grandiosen Lage sein zu können, „Action“ zu rufen. Wir gehen langsam aber sicher in die produktive Phase über hier in Paris. Das mitunter der Grund, für meine markante Absenz auf dem Blog. Das Ende des zweiten Semesters naht, und jeder Professor will irgendwas von uns. Das meiste davon stets aufwändig, manchmal stressig und schlussendlich auch sehr amüsant. So feierte ich zum Beispiel meine Premiere als Regisseur. Es war für ein kleines Projekt. Der Auftrag war eine Szene aus einem beliebigen Film zu finden, die wir dann reproduzieren konnten. Meine Wahl viel auf eines der ersten Werke des Altmeisters Tim Burton. Beetlejuice. Und was kommt einem als erstes in den Sinn, wenn man an den Film Beetlejuice denkt? An einen nervigen Michael Keaton als Beetlejuice natürlich, und dann diese gewisse, abartig skurrile Szene am Esstisch, wo sie wie die Besessenen herum tanzen. Nun, wenn sich jetzt unter den Lesern hier noch irgendwelche Illusionisten befinden, die sich denken, ein Film zu machen, sei eine einfache und schnell erledigte Sache, den möchte ich hier eines besseren belehren. Filmemachen ist eine sehr sehr ziemlich aufwändige Angelegenheit. Alleine für diese kleine Furz-Szene […]
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