Ruishi de gege zai Beijing

marco · August 08, 2010 · Allgemein · 0 comments

Eben…
Und nach all den untenstehenden Highlights, hat es dann das erste Familienmitglied nach Beijing gewagt. Dazu gesellte sich noch sein süsses Zuckerspätzli, und so durften die zwei Turteltauben Hand in Hand die Stadt unsicher machen. 😉
Das ganze hat begonnen mit einem Hammer. Mit einem Vorschlaghammer an überwältigender Hitze!
Am ersten Tag entschieden wir, etwas ganz traditionell chinesisches zu unternehmen. Wir wollten einen Drachen steigen lassen. Der Wind dafür, vorhanden. Die Hilfe von ein paar alt- eingesessenen Chinesen, bereit. Die Euphorie, gross.


Am End war der Drachen in der Luft. Dieser zog so brutal an seiner Leine, dass man das Gefühl entwickeln konnte, er möchte fliehen. Als ich nach 10 minutigem Kampf diesen Saudrachen immernoch nicht wieder am Boden hatte, war ich gerade bereit seinen Wunsch zu erfüllen, als er sich doch noch entschied abzustürzen.
Er hat knapp überlebt. So wie wir auch. Allerdings war unser Problem die Hitze. Diese liess uns das ganze aufgesaugte Meer aus Komodo, gleich wieder hinaus schwitzen. Wie ein Schwamm an der Sonne, vertrockneten wir langsam dahin.
Die Woche blieb so, teilweise mit Nächten über 30 Grad. Doch liessen es sich die Besucher nicht nehmen, jeweils auf eigene Faust die Stadt zu erkunden, währenddem ich in der Botschaftsmine, angescheffelte Kohle abfertigte.

Und zu so einem richtigen Besuch in Beijing, gehört nebst der Peking Ente und einem Salut an Mao, natürlich ein Besuch auf der Mauer.
Da diese lang ist, und vielerorts sich durchschlängelt, entschieden wir uns ein Stück zu erklimmen, wo nicht schon jeder zweite Chinese ein Glacé oben gekauft hat. Mit noch zwei weitern Freunden machten wir uns auf nach Jiankou.
Gemäss Lonely Planet sollte es ein Aufstieg von 40 Minuten werden. Diese Meinung wurde bereits am Fusse des Berges von einer Chinesin dementiert. Die schaute uns an und meinte, ihr habt 1 Stunde, wenn ihr gut seit, sonst anderhalb. Wir haben uns zwar für die Auskunft bedankt, aber hinter ihrem Rücken darüber gelacht.
Wir sollten eines Besseren belehrt werden. Der Aufstieg führte durch ein Dschungel-Stück, das genau so gut irgendwo auf Borneo hätte sein können. Mit allem was dazu gehört. Um die Birne surrende Rieseninsekten, viel Lärm von unbekannten Tieren und ich behaupte einen Steinbock gesehen zu haben, wobei meine Kollegin meint, sie habe einen Wolf gesehen. Dummerweise keine Zeugen weit und breit.
Man hat darüber diskutiert, ob es auf Halluzinationen der Hitze zurück zu führen sein könnte. Obwohl ich dies vehement dementiere, wäre es durchaus im Bereich des Möglichen gewesen. Denn auch bei diesem Aufstieg, blieb des Schweises wegen nichts trocken.
Im Dilirium kam unsere Gruppe gerade noch so just in der Verlängerung der angegebenen Zeit oben an.
Belohnt wurden wir aber mit einer Aussicht, die Seinesgleichen sucht.
Und auch hier wurden wir zu Cabriolen empor gehoben.


Bei unteren Bild muss allerdings gesagt sein, dass der Bruder da betrügt. Der hat irgendein Trick herausgefunden, wie man sich am Bilderrahmen festhalten kann. Fräche Hagel!

Der Entscheid, ob Beijing auf einer Romantik-Skala, gar Paris zu verdrängen mag, sei meinem Bruder RemoNemo und der Sara überlassen. Die beiden sind auf jeden Fall noch zusammen, und sind auch ohne Scheissereien nach Hause zurück gekehrt.
Die Begeisterung war gross, vielleicht haben sie mich diesbezüglich auch gekonnte belogen, aber in einem bin ich sicher. So viel wie mein Bruder an Essen reingeschoppt hat, kann von der kulinarischen Seite nichts bestritten werden. So auch nicht vom anderen reinschoppen. Den beide Besucher liessen schneidern, was die Naht hält. Und vom Sightseeing her, hat eine Woche auch nicht gereicht um die ganze Palette zu bestaunen.
Von dem her, Peking ist meines Erachtens eine der attraktivsten Städte geworden überhaupt.
Remo und Sara wissen dies nun.
Jetzt muss es nur noch die Welt schnallen!

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