Notizen zum Altweibersommer

marco · September 19, 2011 · Schweiz, Travel · 1 comments

Man hat eine Reise gemacht. In die Heimat. Mit Hainan. Direkt. Einmal kurz eingenickt und BÄM, da war sie, die Schweiz. Und gezeigt hat sie sich von ihrer Schönsten und Süssesten Seite.
Schön, etwa so.

Und süss, etwa so.

Wie paradiesisch die Schweiz ist, wissen wir ja alle. Darum verliere ich hier keine grossen Worte darüber. Ein paar Notizen habe ich mir allerdings schon gemacht, und die sollen hier unverblümt und unkorrigiert aufgeführt werden:

– Der Himmel ist schon blauer
– Die muhende Kuh, zusammen mit den Jodlern im Transfer-Zug am Flughafen, lässt mir jedes Mal ein bisschen Wasser in den Augen hervor quellen. Und zwar bei Abreise, wie auch bei Ankunft
– Alle Autos glänzen, wie brandneu gekauft aus der Garage
– Cailler ist die beste Schokolade der Welt. Da können mir die Belgier noch lange
– Die Welt dreht sich hier gemütlich und entspannt. Schon nur die Sprache ist langsam
– Überall tummeln sich Familien
– Man kann nicht durch Bern laufen, ohne jemanden zu treffen, den man kennt (Dorf)
– Null Anonymität
– Schweizer sind generell freundlich (vielleicht hängt es auch vom Wetter ab)
– Alles ist wirklich bunt und wirklich farbig (vielleicht hängt auch das vom Wetter ab)
– Beim Händewaschen bleibt das Wasser klar (Vergleich Peking, eine braune Sauce verschmutzt das Brünneli)
– Das Wasser vom Gletschersee kann man trinken. Das klingt banal, ist aber irgendwie wahnsinniger Luxus.
– Das Iphone ist allgegenwärtig, und da ist es nur natürlich, dass jeder zweite den gleichen Klingelton hat, der einem fälschlicherweise verursacht auf sein eigenes Iphone zu schauen. Daraus könnte man schliessen, dass jeder zweite Blick aufs Iphone für die Katz ist. Aber für das, muss es vielleicht nicht einmal klingeln
– An der Coop-Kasse in Neuchatel tragen sie Krawatte, sprich, sind um Meilen besser angezogen als ich auf der Botschaft
– Die Schweizer Flagge weht auffällig oft
– Die Luft, oh Mutter Helvetia, welch herrlich, frische Luft!
– Zugtickets sind verdammt teuer, Züge verdammt voll und die SBB schreibt immer noch rote Zahlen. Bitte wie?

Apropos Zug, da kommt die Kontrolleurin zu mir, fragt mich auf Berndeutsch nach dem Ticket. Träge wie ich sein kann, reagiere ich nicht in sekundenschnelle und da schaut mich die SBB-Angestellte an und fragt:
Do you speak english?
Halt schon international, bin ich.

Und um war die schöne Zeit. Zurück ging es wieder direkt. Mit Hainan. Kurz eingenickt und BÄM, da war es wieder, dieses China.

1 Comments:
  1. …..die Schwiez ein, dass Paradis! Ich sage dies schon lange, aber niemand glaubt mir…..darum bin ich ja soooo froh, dass Du die Vorzüge der Schwiez einmal schriftlich festgehalten hast! Nicht schlecht, so ein Weekend Trip in die Schwiez von Peking aus ;-))))
    Wir sind seit letzder Woche Donnerstag wieder zurück aus Alaska. Es war super! Ich habe noch nie so viel Wald an einem Stück gesehen! Die Täler sind breit und die Berge so hoch wie in der Schweiz. Die Dörfer sind in den Wädern versteckt und Leute hat es auhc fast keine: 710 000 Menschen sind auf 1,7Mio. ²km verteilt! Wir haben Braunbären, Bergschafe, Elche, Weisskpfadler, Orcas, Seehunde und Füchse in freier
    Wildbahn gesehen. Und überrschenderweise war das Wetter gut….schon fast perfekt!
    Seit dem Wochenende ist Kirsten nun auf Besuch für 3 Wochen!
    Liebe Grüsse
    Schwoscht

    Trinälä · September 19, 2011

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