Lets queue!

marco · September 27, 2010 · Allgemein · 1 comments


Die Expo in Shanghai ist ja alles andere als erholsam.
Ganz schlimm ist es für die armen Chinesen, die doch tatsächlich, koste es noch so viel Zeit, Geduld und Nerven, in jeden einzelnen Landespavillon einen Blick werfen möchten. Dafür würden sie Stunden anstehen. Und machen es auch. Da sei ihnen wenigstens der Mittagsschlaf vergönnt.

Die Expo 2010 zweifellos ein Erlebniss. Und in aller Munde. Manche Münder würgen auch schon wenn sie nur Expo hören. so gesehen auf dem Konsulat, wo dieses Ereigniss wirklich durchgelutscht ist, wie das Ricola, bevor es sich im Mund auflöst.
Aber die Sache vor Augen geführt zu bekommen ist imposant. Da haben sich aber einige Architekten austoben dürfen. Abgefahrene Designs sind an der Tagesordnung. Vom lila Tamagotshi Pavillon aus Japan, reicht es rüber bis zum highend hightech Teil der Engländer, das Aussieht, als seien ein paar Stahlspähne unter Strom gestellt worden.
Am imposantesten natürlich der chinesische Pavillon, welcher alleine die Fläche bedeckt, wo normalerweise etwa 6 Länderpavillons stehen. Und in der Höhe überragt er die anderen sowieso in etwa um das Doppelte.
Einer der längsten Schlangen jedoch, natürlich und selbstverständlich, vor dem schweizer Pavillon. Bestehend aus einer klobigen Betonmasse, welche die Ausstellung wie eine Bergspitze aus dem Nebel aller anderen Pavillons hervoheben lässt, einzigartig weit und breit.
Lustig mit anzusehen, wie die Chinesen vor einer breiten Leinwand stehen, und mit ihren vielen Kameras einen Film filmen, der unsere schönen Alpen in aufregendem Grossformat präsentiert. Jeweils ein Raunen geht durch die Menge, wenn das Publikum aus der Vogelperspektive über ein Bergmassiv gleitet.

Da uns abgeraten wurde mehr als 15 Minuten anzustehen um das Innere eines Pavillons anzusehen, und wir beim schweizer Beton Monument mit unserem CH-Pass bescheissen konnten, setzten wir wenig Fuss in die verschiedenen Länder.
Voller Stolz darf ich allerdings sagen, dass wir in Kuba waren. Dies der Pavillon mit der kürzesten Schlange und mit einer der höchsten Authensitäten. Der Pavillon war nämlich schlicht eine Bar. Es gab Mojitos, viel Rum und Salsa. Welch ein Klischee. Aber dafür steht ja der Name Expo sowieso, eine Zelebrierung der Klischees.


Die Frage bleibt aber schon an einem hängen, was den genau mit dieser riesen Fläche Land geschieht, wenn die Expo mal vorbei ist.
Hierfür gibt es ein Reglement. Dieses besagt, dass der Pavillon des Gastgebers stehen bleiben darf. Dazu kommen 10 weitere, der vom Publikum und Komitee bestimmten beliebtesten Pavillons, plus die grossen Arenen, die ebenfalls für die Ewigkeit bleiben dürfen.
Ja liebe Brüder, ihr dürft euch ans Herz fassen, der schweizer Pavillon ist auf gutem Wege auf chinesischem Boden stehen zu bleiben.
Allerdings müssen sie dann aber schauen, dass dieser von Problemen besessene Sessellift mal läuft, denn nur durch einen Betonbunker zu laufen, ohne dessen Aussicht bestaunen zu können, dass können die Touristen auch zu Hause in ihren Wohnblöcken.

Und jetzt möchte ich euch noch beweisen, dass ich kein Mann leerer Worte bin.


Jawohl, die Ente war auf der höhsten und edelsten Schissi von ganz Asien.
Erstaunlicherweise war sie nur mässig beeindruckt. Gerade der säubernde Rinnsal bekam ihrem sanften Gummipo nur mässig.
Aber ich glaube es liegt vorallem daran, dass sie sich einen neuen Flo ins Ohr gesetzt hat.
Sie möchte die von Philip Starck designte Toilette im Club LAN in Beijing beschei… eh besuchen gehen.
Dieses Prinzeschen aber auch!
Aber so sind sie nun mal die Enten, die haben immer was zu knar… eh quaken.

1 Comments:
  1. "… Chinesen, die mit ihren vielen Kameras einen Film filmen." Gefällt mir! 🙂

    Corinne · September 28, 2010

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