How is my D(r)iving?

marco · January 07, 2012 · Travel · 0 comments

Um 5 Uhr in der Früh aufzustehen ist kein Spass und sollte man nicht unbedingt machen. Schon gar nicht freiwillig. für gewisse Schätze macht man es aber, und für manche Schätze lohnt es sich auch durchaus.
Für den nach dem Schatz benannten Haifisch, den “Treasure Shark” zum Beispiel, ist es das Weckerstellen wett. Der ist Frühaufsteher und eigentlich nur in den tiefen Gewässern zu finden. Bei Malapascua jedoch, kommt dieser seltene Gast in tauchbare Gewässer, wo er sich von den vielen Putzerfischen waschen lässt.
Gross kommt er daher und seine Flosse in der Form eines Segels, lässt in noch pompöser erscheinen.

Andere Schätze fielen plötzlich auch noch ins Meer. Die Spezies der “open water diver”, hat gleich drei neue Arten hervor gebracht, welche nun bereit sind sich in den Weltmeeren zu tummeln. Manche davon, die Sarah unter den frisch zertifizierten Tauchern, tun dies auch schon auf ganz natürliche Art und Weise und begeben sich bereits in etwas tiefere Gewässer auf 25m, obwohl sie ganz theoretisch gesehen nur für deren 18 Meter brevetiert wären. Für verloren gegangene Fische wie den Nemo zu finden, nimmt man diese Dehnung des Zulässigen allerdings locker in Kauf.

Die Zeit auf der Insel wurde mit der Strömung fortgerissen und schneller als uns allen lieb war, fanden wir uns im Jahr 2012 wieder. Die Pinoy, also die Philippiners, sind Party-Tiere. Wie sie bereits an Weihnachten mit lauter Musik zelebrierten, zogen sie es über Neujahr auf dem Dorfplatz, vor der Kirche Malapascuas, auch gleich so weiter. Dies aus einem mannshohen Turm voller Lautsprecher mit kaputten Membranen.
“Ruhe ist für die Pinoy kein Zeichen von Ferien”, meinte unser Guide, Simon Hefti, dazu nur.

Simon, als halber Pinoy, hat einiges an Familie auf den Pinas, also den Philippinen. Und uns wurde deren Gastfreundschaft auf dem goldenen Serviertablett vorgeführt. Wir werden an der Hand herumgeführt, wie es sich ein Tourist nur erträumen kann, und so auf wunderbar, galante Art in die Kultur eingeführt.
Sein Onkel in San Carlos präsentierte uns seinen “Garten”. Ein mehreres Hektar grosses Stück Dschungel. Dort pflanzt er Bäume. Stolz zeigte er uns seine riesigen Mangobäume, welche erst kürzlich eine Ernte von über 4 Tonnen Mangos abwarf.
Die gelbe Mango, mit ihrem Geschmack und der Farbe, irgendwie doch sehr passend zum Pinas-Land.

In der lebhaften Stadt Cebu, die zwar nicht unbedingt mit ihrer Schönheit trumpf, dafür umso mehr mit dem Erlebnis, liesst man oft auf dem Hintern der Autos “How is my driving?”, mit der darauffolgenden Telefonnummer des Fahrers. Viel zu sagen gibt es da eigentlich nicht, die Strassen sind chaotisch und eine Slalomfahrt zwischen den zahlreichen Schlaglöchern hindurch, aber es geht voran und effektiv anrufen wird wohl kaum jemand. Ähnlich wie bei uns Tauchern, reichen meist Zeichen völlig aus.

Soeben sind wir in Puerto Princesa gelandet, wo unsere Reise auf Palawan weiter geht. Auf der Suche nach weiteren Schätzen.

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