Hong Kong Sling

marco · March 02, 2010 · Allgemein · 0 comments

Ich habe mich verliebt.
Oh yes dear!
Ob es Liebe auf den ersten Blick war?
Hm, nein. Aber an das glaube ich sowieso nicht und wenn nicht auf den ersten, dann kamen die Gefühle sicherlichen auf den zweiten Blick.

Hong Kong!
Grossstadtdschungel.
Ein Begriff der uns allen geläufig ist. Aber bisher traf dieses Wort noch nie so in die schwarze Mitte, wie bei der Beschreibung für Hong Kong.
Die Wolkenkratzer ragen so eng bei einander derart hoch in die Lüfte, dass die Sonne es schwierig hat mit ihren Fingerspitzen den Boden zu berühren.
Ein Durchkommen durch die enormen Menschenmassen ist nur mit Körpereinsatz möglich und nicht selten wünscht man sich eine Machette zur Hand.
Noch und nöcher empfangen einem in der Geschmackskartei fehlende Gerüche.
Man begegnet bekannten und unbekannten Spezien.
Die Tropenluft lässt einem den Schweiss den Rücken hinunter kullern und ohne Kompass ist man der Orientierungslosigkeit erbarmungslos ausgesetzt.

Noch jetzt ächzt mein Nacken vom ewigen Spazieren gemäss “Hans guck in die Luft”. Aber für mich war es schwierig bis unmöglich mich an diesen türmenden Betonbäumen satt zu sehen.
Es ist eine Stadt der Muster. Ein wilder Mix aus Farben, Alter und übermütigem Design. An jeder Ecke lauert ein neues Kunstwerk.
Hier ist es möglich, dass ein vor dem Zerfall stehendes Gebäude einen Meter vor dem 2 Tage altem, modernen Glasscontainer stehen bleibt und sich dort langsam verkriecht in den neuen Bauten.


Die Strassen sind überlagert mit Schildern. Was einmal ein Lockversuch für die jeweiligen Geschäfte hätte sein sollen, ist jetzt nur noch ein Gemälde aus Farben und Lichtern.


Und die Skyline.
Uns zeigte sie sich nicht klar und deutlich, sondern dramatisch. Ein paar gierige Wolken verfingen sich an den emporragenden, beleuchteten Hochhäusern. Es sah aus, als liefern sich Wolken und Beton einen erbitterten Kampf und wir hatten die Logenplätze ergattert um dem Spektakel zu zuschauen.
Ganz traditionsgemäss mit einem Singapore Sling in der Hand.


Drei Tage waren knapp um diese internatioanle Schönheit vollends zu bewundern. Für mich ist diese Stadt sogleich in die Top 5 der Meisterstädte mit eingezogen. Sie schafft es vieles zu vermischen, was mich an anderen Städten jeweils so fasziniert hat.
Diese Liebeserklärung ist noch lange nicht abgeschlossen, ich muss bald zurück zu ihr, um sie noch weiter zu erforschen.
Und vielleicht ist es genau das, was mich zur Liebe treibt:
Hong Kong möchte ich immer wieder neu entdecken.

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