Jemand droht das Land zu verlassen!
Jemand wichtiges!
Jemand relevantes!
Dieser jemand ist niemand geringeres als “Google China”.

Grund dieser plötzliche Sinneswandlung war eine Attacke auf Google, die scheinbar aus diesem Land, wo ich gerade drauf sitze, zu kommen scheint. Hierbei ging es darum mit einem geschickt getarntem pdf Dokument sich Zugriff auf die Mailbox potentieller Opositioneller zu verschaffen, um diese auszuspionieren.
Diese Attacke traf nicht nur Google, sondern an die 20 Grosskonzerne, mitunter auch mein Arbeitgeber das EDA.
Somit bin auch ich indirekt betroffen von dieser stinkfrechen Attacke und wie ich halt so bin, konnte ich solch eine hinterlistige Tag nicht auf mir beruhen lassen und machte mich letzte Nacht, bemalt getarnt in den nationalfarben der Schweiz, auf zum Tiananmen-Platz und habe dort dem Mao Denkmal die schweizer Flagge auf die Backe gezeichnet. BÄH!

Hätte ich das wirklich gemacht, dann wäre ich jetzt wohl nicht mehr in der Lage diesen Blog zu schreiben, da man mir mindestens alle Finger gebrochen hätte.

Google jedoch hat wirklich getrotzt und für kurze Zeit sämtliche Zensuren auf Google.cn aufgehoben, so dass dann auch wirklich ein Resultat zum Vorschein kam, wenn man zum Beispiel nach “Panzer auf dem Tiananmen” gesucht hat.

Es wird angenommen, dass Google diesen Angriff jetzt ausnutzt, um China offiziell den Rücken kehren zu können, da diese zwei sich schon seit eh und je in den Haaren sind betreffend den ganzen Zensuren die China durchziehen will und sich bisher Google, entgegen grosser Kritik, immer gefügt hat. Jetzt, mit diesem Vorfall aber, haben sie einen “jitz isch gnue Heu dungä” Grund um einen Schlussstrich zu ziehen.
Diese Zensur ist mittlerweile leider wieder aktiv, aber Google ist und bleibt es ernst, sollte China ihnen nicht etwas entgegen kommen, sind die bereit ihre Koffer zu packen und zu verschwinden, was bei einem Namen mit diesem Bekanntsheitsgrades sicherlich nicht still passieren würde.

Eine andere Theorie ist, dass die Google Mitarbeiter die Nase, im wahrsten Sinne des Wortes, voll haben und zwar von der körperlichen, gestanklichen Ausdünstung der Chinesen.
Dem Grund weshalb das bei den Chinesen so ist, bin ich allerdings jetzt auf die Schliche gekommen:
Mein Deo ist nicht mehr, es ist leer.
Die ganze letzte Woche habe ich Geschäfte abgeklappert um ein neues Parfum für die Achseln zu finden. Nichts. Und wenn dann nur in Geschmacksrichtungen wie “milde Rose”, welche ausschliesslich von kleinen Mädchen im prinzesschen Kostüm getragen werden sollten.
Heute aber, endlich der Erfolg.
Ich hab eins gefunden!
Jedoch, es war das letzte im Regal.

Sollten also in den nächsten paar Monaten keine neuen Deos für über eine Milliarde Chinesen mehr auf den Markt kommen, muss ich es dann vielleicht so machen wie Google, entweder ich zensiere den beissenden Geruch aus meiner Nase, oder ich schneide sie einfach ab!