Full on!

marco · June 07, 2011 · Beijing · 0 comments

Dieser Eintrag wird gestopft wie kein Zweiter.
Denn die letzte Woche war vollgepackt, wie der Sack nach dem Einkauf zum BBQ.

Als erstes war mal wieder Besuch da.
Dieser erwähnenswerte Besuch mit Namen Sarah Edmonds, befand dann auch gleich, dass also die Tördl doch einen etwas schöneren Namen verdient hat. Ist ja schliesslich auch eine Kröte.
Nach ein paar Apéros, trugen wir unsere Ideen zusammen und daraus wurde:
Rupert Shrimp!
Dem Rupert Shrimp geht es mittlerweile ganz gut. Zwar plagt ihn zur Zeit den “Pfnüsel”, denn seine Nase rotzt, was ich irgendwie noch erstaunlich finde bei einem Tier, dass quasi die Nase ständig unter Wasser hält, aber sonst fühlt er sich langsam zu Hause.

Immer mehr zu Hause fühle auch ich mich hier in Beijing. Dies nicht unbedingt nur, weil es schon bald zwei Jahre sind, die ich meiner Zeit hier verbracht habe, sondern weil es immer schweizerischer wird. So ist es also keine Seltenheit mehr, in den Supermärkten, in den Restaurants und an Musikfestivals (siehe unten) auf Rivella zu stossen.
Dazu gibt es eine Bröschüre. Und in dieser Broschüre haben etliche Rivella-Fans ihr Statement gelassen. So auch ein gewisser Schuppisser.
Jawohl, richtig gelesen: Schuppisser!
Also ich hätte nicht in seiner Haut stecken wollen zu Schulzeiten.
Jedenfalls schreibt doch der Schuppisser zu Rivella:
“My favorite three things in my life are: My Children, watches and Rivella”
Und somit möchte ich auch heute zu nicht Schulzeiten mehr in Schuppissers Haut stecken, da seine Frau sicher nicht glücklich darüber war, sie einfach so auszulassen in seiner Bekundung.

Ganz mit unkonventionellen Namen ging es weiter mit einer Ausstellung des Artisten: Not Vital.
Wo ich zuerst gedacht habe, dies sei der Name der dazugehörigen Gallerie, zeigte sich jedoch, dass es sich wahrhaftig um den Namen des schweizer Künstlers aus dem Engadin handelte. In seiner Vorstellung stellte sich heraus, dass seine Hauptbeschäftigung darin besteht, überall in der Welt Häuser zu pflanzen, um den Sonnenuntergang zu bestaunen. So auch bei dem Bild unten, welches er allerdings jetzt auch zu seiner Residenz umfunktioniert hat. Ein anderes Projekt seinerseits, Häuser die sich per Knopfdruck im Boden versenken lassen. Diese Idee hatte er im Engadin, wo seiner Meinung nach die Szenerie von oft unbewohnten Ferienresidenzen zerstört wird.
Nebenbei malt er noch. Oder eigentlich weiss ich nicht, was genau er „nebenbei“ macht. Ist halt ein Künstler. Jedenfalls sind seine Gemälde der Ausstellung „Full on“, welches abstrakt gemalte Porträts zeigen, sehr sehenswert.

Auch sehenswert, ein noch nie gesehenes Konstrukt bei einem Coiffure. Wenn es denn ein Coiffure war, und nicht ein futuristisches Ausbildungszentrum für angehende Astronauten, mit der Mission fremde Planeten mit ihren Geschöpfen entdecken zu gehen.
Dass das Video per Klick auf untenstehenden Link seitwärts gezeigt wird, ist mein Bock. Trägt aber erstaunlich gut dazu bei, die Sache noch etwas ausserirdischer wirken zu lassen.

Raumstation

Von einem anderen Planeten war auch das Tennis, welches uns dieses Wochenende präsentiert wurde.
Zu unserem Maestro gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, was nicht schon von anderen gesagt wurde.
Aber einmal mehr haben die Chinesen bewiesen, dass wenn es wo Geld zu holen gibt, sie eine unglaubliche Geschwindigkeit an den Tag legen können, um dies zu erlangen. So stand ein paar zerdrückte Stunden, nachdem die Chinesin in Paris triumpfieren konnte, bei der Einkaufsmeile ein Typ mit deren Plakaten zum Verkauf. BÄM!

Und wenn wir wieder beim Verkauf sind, wechseln wir wieder zurück zu Rivella, welches uns am Musik-Festival „Love and Hope“ angedreht wurde und schliessen somit den Kreis.
„China, we mean you no harm!“ proklammierte der Sänger von den Eels, bevor sie das Gelände gerockt haben.

Definitiv haben sie mehr gerockt, als der chinesische Sänger Huang Yaoming. Nachdem etwas mit der Soundanlage nicht ganz nach seinem Gusto war, gab er bekannt, nach seinem vierten Song das Konzert abzubrechen. Sehr zum Leid der vielen tausend, vorallem weiblichen Fans. Und auch sehr beunruhigend, für die hunderten von Sicherheitskräften überall, die plötzlich eine sich anbahnende Eskalation witterten. So wurde der Sänger gezwungen, halt quasi noch ein fünftes Lied zum besten zu geben, wo dann auf den Leinwänden eingeblendet wurde „Please leave in order and see you next year!“.
Dass haben wir dann auch brav befolgt, denn wir möchten gerne vital bleiben, auch wenn es Schweizer mit Namen gibt, die das Gegenteil behaupten.

So endet also diese vollgepackte Woche. Irgendwo dazwischen hätte es noch ein Ipod 4, ein old fashioned zuviel und ein Nicolas Cage mit einem Tupé gegeben. Aber das hätte den Sack zum platzen gebracht, was schade gewesen wäre, denn heute gibt es wirklich ein BBQ.
Und zwar FULL ON!!!

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