Falsche Töne zur Halbzeit

marco · August 08, 2011 · Beijing, Chineese Culture · 1 comments

Obwohl nun bereits wieder ein paar Tage her, habe ich am 3. August mein zwei jähriges Überleben im chinesischen Reich der Mitte gefeiert.
Und gibt es doch nichts schöneres zu einer Feier, als ein grosses Geschenk? Ja, so viel Materialismus habe ich mir also über diese zwei Jahre schon von den Chinesen abgeguckt. Allerdings kam dann das Geschenk als Direktimport aus der Schweiz, aus Fleisch und Blut daher.
Richtisch, Löni und Debbie sind auf Besuch.

Aber hat mir diese Halbzeitglock doch was zu denken gegeben. Konkret heisst das, der Zenit ist überschritten. Jetzt ist quasi der 21. Juni, der längste Tag. Das ging mir wie die Glühbirne über dem Kopf auf.
Macht das Sinn?
Nein?

Was ich im Kopf gemacht habe, kam einem anderen Künstler, wenn auch auf eine andere Art und Weise, auch in den Sinn. Dieser durfte sein Werk auch gleich im Künstlerviertel ausstellen.
Immer wieder eine Freude, was es in diesem Quartier alles zu entdecken gibt.

Ebenfalls und immer wieder für Überraschungen gut, ist das Wetter. Wo mal kleinere Stürme, Ausläufer des Taifuns “Muifa”, angekündigt waren, folgten lediglich ein paar wenige Tropfen Regen. Dies doch sicherlich gute Nachrichten für diejenigen, welche der Kraft der Natur voll ausgesetzt gewesen wären, aber für uns ein Nachteil, da unser Camping Trip auf der Mauer ins Wasser fiel. Oder eben nicht ins Wasser fiel, aber sich in Staub auflöste.
Dies brachte uns lokal in den Jingshan Park, der gleich hinter der verbotenen Stadt gelegen ist. Das schöne dort, und sicherlich auch schon von mir erwähnte, wie die Chinesen in diesem Park ihren Hobbies nachgehen.
Da wird ausgiebig getanzt, inbrünstig gesungen und gemütlich entspannt.
Die erwähnenswerteste Entdeckung gestern allerdings, eine chinesische Band, die irgendwie in uns die Schweiz in Erinnerung rief. Hatte doch ihre Musik was sehr volkstümliches.
Also schaut euch mal die chinesische Version vom Musikantenstadl an. Der grösste Effekt hat es, wenn man nur zuhört. Ein, zwei Töne liegen etwas daneben, aber für das Heimatgefühl hat es gereicht und da sich die Kulturen immer näher zu kommen scheinen, fühle ich mich umso mehr ermutigt, weitere 2 Jahre mit Tsingtao und Jiaozi in Angriff zu nehmen.

1 Comments:
  1. ….s bescht wo´s jeh hets gits…..eifach cool cool cool! Da bekomme ich sogar in Kalifornien noch heimatliche Gefühle!

    Bis ganz bald :-)))
    Liebe Grüsse
    Trinälälä

    Trinälä · August 08, 2011

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