Eiger, Mönch, Käse und König Ludwig

marco · January 08, 2013 · Schweiz, Travel · 1 comments

Die folgenden Zeilen sind wohl einige der schwersten, die je auf diesem Blog publiziert wurden.
Diesmal dienen sie nicht nur der Unterhaltung, sonder dienen sie auch dem Helveten im fernen Osten, seine schweren Augenlider offen zu halten. Tscheggsch?
Es lagged der Jet!
Frisch gebacken, wie das Buttergipfeli in der neuen Reinhard Bäckerei im Bahnhof Bern, aus der Heimat zurückgekehrt, hat mich die chinesische Heimat wieder. Ein wunderschöner Urlaub war es. Von A wie Weihnachten, bis B wie Neujahr.

In den Niederungen fühlte es sich weniger wie ein Winter-, aber wie ein Frühlingsurlaub an. Was nicht daran hinderte, trotzdem den Allerwertesten auf einen Schlitten zu setzen, und beim Kiental den Berg herunter zu rasen. Mal abgesehen vom füddlibluten Asphalt in den Waldteilen, ging das auch ganz tüchtig zur Sache, wie diese ungeschnittene, mit vom Samichlaus überreichter GoPro-Kamera erstellter Aufnahme, beweist:

Wofür aber die Schweiz vor allem steht, ist Leckereien. Glaube kaum, dass ich über so kurze Zeit, je soviel Käse zu mir genommen habe. Im Durchschnitt gab es über zwei Wochen verteilt wahrscheinlich jeden zweiten Tag entweder Fondue, oder Raclette. Ist ja auch ganz gesellschaftlich, dieses gemeinsame Käsekleckern.
Auf dem teils etwas aufgepimpten Schnee zu Fusse der Eigernordwand, konnte bei strahlendem Sonnenschein der Käseklumpen im Bauch auch wieder abgebaut werden. Schon schön unter dem Antlitz der ehrfürchtigen Berge, ein paar Kerben in das sanfte Weiss zu schneiden.

Zzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzz

Wieso habe ich nun einen Tastaturabdruck quer über die Stirn?
Nun denn, nicht nur die Schweiz tut gut daran, einem die Magenwand auszudehnen. Zum Schluss der Europaferien, führte uns die Zuggeleise dem Bodensee entlang durch Bayern, direkt an den Fuss des einzig echten Disneyschlosses.

Ludwig der 2. Hat dieses Gebilde errichten lassen, verbrachte aber schlussendlich nur etwas 172 Tage darin. Darauf wurde er hinterlistig abgemurkst. Allerdings sind sich da die Geschichtli-Erzähler nicht einig, welche der 18 verschiedenen Todesversionen es den nun eigentlich gewesen sein soll.
Das Schloss Neuschwanstein lässt sich wahrhaftig sehen. Umhüllt von Nebelschwaden, sah die königliche Residenz tatsächlich aus wie dem Märchenband entsprungen, und es erstaunte daher kaum, dass es tatsächlich als Vorlage diente für das pinkige Schloss im Disneyland.
Nebst all dem Kitsch fanden wir in der Stadt München auch noch was für richtig bavarische Landsleute. Schweinhaxe, Kaiserschmarren und Knödel werden genüsslich in den mächtigen Hofbrauhäusern verspeist und mit einem Mass göttlichen Bier herunter gespült. Die Stimmung gelassen, das Erlebnis perfekt.
Das für mich übrigens der auffälligste Unterschied von München zu einer Stadt in der Schweiz. Bier überall. Gar im „Deutschen Museum“, zwischen einem vollständigen U-Boot aus dem 2. Weltkrieg und dem Kinderparadies, hat Paulaner noch einen Bierstand hingepflanzt.

Natürlich wurde irgendwo zwischen Berg und Tal auch noch versucht, nicht in die Kluft zwischen 2012 und 2013 zu fallen.

Und jetzt also zurück in der pekinger Stube. Gespannt warten wir darauf, was das neue Jahr bringt.
Und seine unverfrorene Meinung dazu, gibt mir jetzt auch gleich mein Kopfkissen ab…………………………………………………………

1 Comments:
  1. Geilschti Schlittefahrt wo’s je het’s gits!

    Ändu · January 09, 2013

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