Dive Komodo

marco · August 03, 2010 · Allgemein · 2 comments

We go on three!
One, two… and three.Und auf einen tiefen Atemzug, betraten wir eine völlig andere Welt.
Das erste was ich sah, waren blauen Partikel, die grell leuchtend mir um die Ohren flogen. Dann tauchten aus der düsteren Tiefe langsam die Ecken und Kanten eines grossen Gesteins hervor.
Wir betauchten den “Cannibal Rock”!
Dieser Spot hält, was sein Name verspricht. Absolut unverwunderlich wäre es da, wenn aus dem Nichts ein prähistorisches Uhrviech vor einem auftauchen würde. Die Gegend zeigt sich unter- aber auch über Wasser so, wie sie vor 100’000 Jahren gewesen sein musste.
Nicht nur den Namen, und das kalte Wasser liessen diesen Ort unvergesslich werden für uns, sondern auch die anzutreffenden Tiere.
Ein Etwas, das wie ein umgedrehter Seeigel aussah, vorwärts bewegend auf seinen Stacheln, und mit einem Lichtspektakel auf dem Rücken, welches selbst eine Show von “Muse” in schwitzen bringen würde.
Ein sogenannter Tuttelfish, der vor sich hinschwebt, wie eine Luftmatraze mit Flügelantrieb und sich dabei noch kamäleonartig der Umgebung anpassen k0nnte.
Und der Star in der Unterwassermanege, ein hochschwangeres Seepferdchen.
Dieses munzige Ding, etwa so gross wie ein Fingerbeeri, wurde so manchmal von uns Tauchern abgeblitzt, dass es wahrscheinlich nun keine Sehnerven mehr hat, oder diese vielen Kinder, die es im Bauch tragen muss, allesamt blind auf die Welt kommen.

Dies Einer im Topf von vielen weltberühmten Tauchecken, die wir in unserer Woche auf den Meer in Komodo erleben durften.
Millionen von Fischen haben wir gesehen und quasi bei jedem Tauchgang mindestens ein Hai. Dazu gesellten sich Eagle Rays, Mantas, Steinfische, Napoleonfische, kleine Kracken, Muränen, Aale, Triggerfische und unzählige andere, deren Namen ich schon wieder vergessen habe.
Das Tauchen nicht immer einfach und teilweise gar abenteuerlich, da Komodo von heftigen Strömungen heimgesucht wird. Strömung die reissen können, wie eine Aare nach dem Gewitter. Leider nicht nur in die horizontale. Aber mit unserem erstklassigen Guides, konnten wir nur das Beste geniessen.

Ein hübscher Nebeneffekt bei Tauchferien auf dem Boot: Das Leben auf dem Meer. Das erste was man am morgen sieht: das Meer. Das letzte was einem am Abend in den Schlaf wiegt: das Meer. Wenn durch den Tag die Fische Unterwasser mitreisen, sind es am Abend die unzähligen Sterne, die bis an den Horizont sich drehen. Das Telefon hat kein Signal und in einer Woche, setzten wir gerade mal zweimal Fuss auf Festland. Eine dieser Strandungen, um wahrscheinlich einer der schönsten und kitschigsten Sonnenuntergänge bestaunen zu gehen. Derart schön, dass dieser schauspielerische Meisterleistungen aus uns heraus lockte.
In der Reihenfolge:
Zunge zur Nase, sehnsüchtig, cool, lachend, möngu und Sonnenuntergang.

Jetzt ist bereits vieles geschrieben und ich könnte für jeden der 20 Tauchgänge ganze Blogeinträge füllen. Und dann hätte ich immernoch nichts erzählt, vom anschliessenden Kurztrip nach Kuala Lumpur, oder vom ersten familiären Staatsbesuch in Beijing.
Für heute aber sind die Flaschen leer, später folgt mehr.

2 Comments:
  1. Hallo Taucher!
    Eure Fotos gefallen mir gar nicht.
    Konsultiert doch mal das Rescue Diver Manual auf Seite 71: "Wenn deine Pressluftflasche schlecht riecht oder komisch schmeckt, dann verwende sie nicht" oder studiert das Kapitel auf Seite 181: "Der Gebrauch von Notfall-Sauerstoff".
    Könnte helfen.

    Löni · August 04, 2010
  2. Komodo ist der absolute ober-über-ultra-Hammer! Was für Ferien – unter sowie über Wasser 😉

    Remo · August 08, 2010

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