Die Invasion der StarTroopers

marco · August 27, 2011 · Beijing · 1 comments

Welcome to the unreality!
Mit diesem Schild wurden wir auf dem uns fremden Planeten begrüsst. Einberufen, um in den Kampf zu ziehen.
Der weit entfernte Planet, befand sich im Keller eines Blockhauses des Quartiers Wangjing. Die Herrscher dieses Sternes waren zwei Holländer, die nicht mehr Freak hätten sein können. Bleich, als hätten sie seit Jahren kein Tageslicht mehr gesehen, ungepflegter Bart, als wäre der Barttrimmer nie erfunden worden und angezogen, als gäbe es keinen Unterschied, zwischen Pyjamas und Kleider.
Unsere Mission: den Praktikanten, die immerhin 6 Monate ihrer Zeit uns als billige Arbeitskraft zur Seite standen, würdig zu verabschieden.
Von Freak 1 wurden wir instruiert.
Lasertag der Name des Spiels. Eine Weste, ähnlich überzuziehen wie eine Schwimmweste, ausgerüstet mit Lichtern vorne und hinten. Dazu eine Laserkanone, um auf die Lichter auf der Weste der jeweiligen Gegner zu schiessen. Bei einem Treffer, fängt die Weste wild an zu blinken und massage-mässig an zu surren.
Das Terrain des Planeten zeigte sich etwa in der Grösse einer Turnhalle, unterteilt in drei Räume, überstellt mit Hindernissen, um sich auch gut verstecken zu können, dunkel und neblig.
Es herrsche striktes Rennverbot, meinte Freak 1. Darüber lachten wir vorerst einmal.
Das Ziel, so viele Gegner abknallen wie möglich und dabei selbst wenig abgeknallt werden.
Wir rüsteten uns für die Schlacht.

Runde 1
Grün gegen Blau.
Um mit der Umgebung vertraut zu werden, gab es unendlich viele “Schüsse” und unendliche viele “Leben”.
Dafür umso weniger Erbarmen.
Meine Statistik zeigte, “You shot: 63”. Zusammen mit dem Leader aus dem gegnerischen Team, Rekord.

Runde 2
Die Beschaffung des Planeten war nun bekannt und das Können der Mitspieler, und noch viel wichtiger, dasjenige der Gegner, konnte in etwa abgeschätzt werden.
Nun wurde es ernst. Nur eine begrenzte Anzahl Laserschüsse war vorhanden, sowie minimale 5 Leben. Darauf musste man, quasi wie Super Mario den Pilz, eine Aufladestation finden, um ein Leben mehr zu gewinnen.
Taktik kam ins Spiel.
Ich dachte, schnell bewegen sei eine gute Idee. Rennen.
Mir wurde auf schmerzliche Art und Weise bewusst gemacht, weshalb dies strikte verboten war.
Auf der Flucht vor dem Gegner, preschte ich durch die Dunkelheit, um eine Ecke herum, dachte noch in dem Moment, wenn jetzt da jemand entgegen kommt, BÄM, schon knallte ich in meinen wahr gewordenen Gedanken. Ich dachte der Zahn wäre draussen. Nicht meiner, sondern derjenige der Kollegin, in die ich hinein donnerte. Doch es war alles noch dran und drin. Wir entschuldigten uns beidseitig, schüttelten uns, wie wir es gelernt haben, diplomatisch die Hände und zogen uns zurück in unsere Basen.
Ganz undiplomatisch wurde ich während der öffentlichen Entschuldigung mehrmals hinterlistig von hinten abgeknallt.
You shot: 24
You got hit: 24

Runde 3
Frauen gegen Männer. 8 in der Überzahl, gegen 4 in der Unterzahl.
Wo wir vorerst noch die grosse Röhre führten, mussten wir schnell einmal merken, dass die weiblichen Troopers uns massive überlegen waren. Sie gaben sich taktisch, stellten eine Mauer auf, die einen schossen uns nieder, währendem die anderen zur Station eilten um sich aufzuladen.
Jegliche Stürmungsaktionen unsererseits scheiterten.

Von den Frauen des Planeten der StarTroopers verbannt, fanden wir uns in Peking wieder, zurück in der Realität, mit einer neuen Mission:
Ein Taxi in der Rush-hour zu finden.
Welcome in the reality!

1 Comments:
  1. Ich bi am Fritig au grad im Lasertag gsi, do z shanghai. Was fuer e zuefall, haha!
    Do z shanghai hesch no e helm a mit sensore, machts biz schwiriger, muesch dr kopf immer verstegge.

    Gabriel · August 28, 2011

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