Aus mir wird noch ein echter Künstler. Ich fange an so richtig unzuverlässig Blogs zu schreiben. Und, Achtung Gefahr, ich verfasse sie jetzt auch noch unchronologisch. Denn eigentlich bin ich ja noch ein Eintrag zu meiner Zeit als Schreiberling bei Gaumont schuldig, ziehe jetzt jedoch einen Urlaubs-Beitrag vor. Denn der kommt frisch und heiss aus dem Ofen, obwohl er vom hohen Norden kommt. Nämlich Russland. Andere Kultur, neues Abenteuer. Gesagt, getan; für Ostern fanden wir uns in St. Petersburg und Moskau wieder. Klischees über dieses Land gibt es ja unzählige. Bestätigt wurden ein paar, aber wiederum ein paar andere widerlegt. Tischen wir sie hier auf, so wie wir sie erlebt haben. Vodka Bei uns schon beim ersten Abendessen auf dem Tisch. Serviert wird das Gläschen mit Gurken und Preiselbeersaft. Die Gurken um den Geschmack zu hemmen, und der Preiselbeersaft einfach weil Preiselbeersaft auch was sehr russisches ist. Ich will das Gläschen mit dem klaren und alkoholreichen Elixier gleich exen, werde aber freundlich darauf hingewiesen, dass man dies hierzulande schlückchenweise geniesst. Wo uns nach einem Gläschen schon die Birne dreht, bestellen die Russen das im Literkrug. Vielleicht mit Preiselbeersaft, aber sicherlich ohne Gurken. Das Getränkt bleibt uns ein stetiger Begleiter über […]
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Kunst mit Tennis

by marco· December 02, 2014· in Paris, Travel· 0 comments tags: Federer, London, Masters, Tennis
Nun sind wir also eine der wenigen Nationen, die die Davis Cup Schüssel im Regal haben. Angefangen hat diese Geschichte aber nicht sonderlich gut. Vor ziemlich genau einem Monat waren wir nämlich am Tennis Turnier in Paris Bercy. Natürlich sind wir nicht einfach so zum Plausch dahin, sondern eigentlich um Federer auf seinem Weg zur erneuten Poleposition anzufeuer. Diese Pfeife hat es aber nicht einmal in die Halbfinals geschafft. Beleidigt durch diese Viertelfinal Niederlage, waren wir eigentlich darauf und daran, unsere Tickets gleich wieder zu verkaufen. Irgendeinmal kriegten wir uns aber wieder ein und sind dann schlussendlich trotzdem zum Stadion gepilgert. Was wir zu sehen gekriegt haben, war eine Aufschlagschlacht der langweiligeren Sorte zwischen Raonic und Berdych. Ass / Aufschlag – Winner / Aufschlag – Fehler. Dies in etwa alle möglichen Punktevarianten in diesem Spiel. Darauf folgte das zweite Spiel dieser „B Klasse – Spieler“, wie es Sarah so schön beschrieben hat. Nämlich das von Nishikori gegen Notabene die Nummer 1 der Welt, Djokovic. Tja, in der A Klasse bewegt sich aus Schweizer Sicht halt einfach nur einer. Es ist immer Eindrücklich live Tennis zu schauen. Wie der Djoker quasi jeden Ball im Spagat zurück schlägt ist unterhaltsam. Leider aber […]
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Ich bin ja jetzt Student, und so wie ich das immer empfunden habe, haben Studenten vor allem eines. Viel Ferien! Ich wage sogar zu behaupten, dass die noch mehr Ferien haben, als die Bundesangestellten. Bisher habe ich von diesem Lebensstil noch nicht sooo viel gespürt, im Gegenteil, ich hatte das Gefühl ich arbeite so viel wie nie zuvor. Trotzdem hat es jetzt aber gereicht für richtigen Urlaub. Und richtiger Urlaub für uns ist, wenn man eine Reise tut. Der Drang nach Exotik und exotischen Viechern über und unter Wasser übermannte uns. Und so traten wir diese Reise an, die uns uns in alt bekannte Gebiete brachte: nach Indonesien. Auf dem Hinweg mit der arabischen Paradeflotte, die sich nicht schiniert um 1 Uhr in der Früh noch Reis mit Curry zu servieren, legen wir einen Zwischenstopp in Dubai ein. Viel davon gehört, nie selber besucht. Es muss also ein eigenes Bild entwickelt werden. Für ein hochauflösendes Bild im Detail reichen ein paar Stunden leider nicht aus, und vielleicht ist das auch der Grund, warum mir die Stadt, nicht wie eine Stadt, sondern lediglich wie eine Hauptstrasse durch eine Oase in der Wüste vorkommt. Dieser Eindruck wird von der Aussichtsplattform des Burj […]
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Wir hatten richtig Bock auf Reisen. Bock den Kopf zu lüften. Und so bekamen wir Bock auf Istanbul. Was wir aber nicht erwartet haben ist, dass Istanbul auch Bock auf uns hat. Aber das sollten wir es im Verlauf der Geschichte merken. Wir sind ja eigentlich keine Anfänger, was das Reisen betrifft. Trotzdem werden wir gleich nach unserer Ankunft in der Türkei prompt abgezockt. Der Taximeter unseres Gefährts macht anstelle von gemütlichen Schritten aufwärts in Rappen, weltmeisterhafte Sprünge in Franken. Und schlussendlich stellt er uns nicht einmal dahin, wo wir gerne möchten. Der Ferienstart also nur halb geglückt. Und es soll nicht das einzige Mal bleiben, dass wir auf die Türken reinfallen. Mit den modernen Metropolen Asiens in Erinnerung, und den pompösen Altstädten Europas gegenwärtig, werden wir aber schnell von der märchenhaften Skyline der Stadt Istanbul überwältigt. Anstelle von gigantischen Hochhäusern, ragen aus den tief gelegenen Häuser überall die Türmchen der unzähligen Moscheen heraus. Ein einzigartiger Anblick, wie aus den Büchern von Tausendundeiner Nacht. Die spitzen Türme sind schön anzusehen, aber man hört sie auch ganz gut. Wir haben so ein Teil direkt vor unserer Haustür und es beschert uns jeden Tag, noch bevor der Gockel aus den Federn ist, […]
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Es ist das erste Wochenende, nachdem die Thais Zahltag hatten. Resultat: Da ist nix mit sparen. die Malls und Märkte sind bumsvoll. Und wir mitten drin. Es gibt uns einen ersten Eindruck, was uns in gut einer Woche im Venedig des Ostens erwarten soll. Die Stadt Bangkok pulsiert mehr den je. So wird sie Für das Jahr 2013 auch von Tripadvisor als die Topdestination Asiens und zur momentan meistbesuchten Stadt erkoren. Merken wir gut auf unserem Zwischenstopp hier. Beim Geheimtipp, dem Wochenend-Markt Chatuchak, müssen wir zuerst Schlange stehen, um überhaupt einmal in die Marktgassen zu gelangen. Die Zeit verliert sich schnell im Menschentumult, und wir besteigen bald einmal unseren Nachtzug. In unserem Abteil per Zufall ein herziges, altes Thaipäärchen, wo die Frau chinesischer Abstammung ist und wir uns (also vor allem Sarah) sich auf Chinesich unterhalten können. Welch Schicksalshafte Begegnung. Es kommen aber immer mehr Leute bei uns ins Abteil. Irgendwas stimmt da nicht. Bestimmt machen die anderen was krumm, und checken die Platznummerierung nicht. ÖH, nein, wir sind falsch. wir müssen unsere Thai-Chinesen verlassen. Also doch kein Schicksal. Die Nachtzüge in Thailand sind etwas anders konzipiert als jene in Europa. Es gibt keine Abteile und man liegt wie der […]
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Wir sind in der vordersten Reihe, der bereits etwas in die Jahre gekommener Boeing, die uns nach Bangkok bringen soll. Vorderste Reihe, Mitte. Da, wo normalerweise die Babies sind. Keine Fenster, kein Unterhaltungsprogramm. Bis auf einen grossen Gemeinschaftsbildschirm. Dort flimmert die aktuellste Propaganda. Klischee Tibeter mit Rastas, die sich auf den Weg nach Beijing machen, um auf dem Tian anmen den Mao zu huldigen. ‘We love our country, we love our people’, die Message. Ziemlich dicke Post für die Touristen auf dem Weg in ihren Badeurlaub. Der Landeanflug. Uns wird über den Bildschirm eine Front-Kamera aufgeschaltet. Unser einziges Fenster nach draussen. Sehen tut man ausser Sprenkel, die wie Sterne aussehen, aber keine sind, jedoch nicht viel. Und plötzlich zuckt ein bildschirmfüllender Blitz auf. Endlich sieht man mal was. Zum Glück offenbart das Donnersschwert die Landebahn, auf der wir noch vor dem Gewitter sicher aufsetzen. Am Busbahnhof gibt es zum Frühstück Scharfe Cupnoodles, bevor wir in aller Herrgottsfrüh unseren Bus besteigen. Wir pennen bis zur Grenze durch. Über die Grenze nach Kambodscha geht es zu Fuss. Mit uns ein paar Auswanderer, die ihr Thai-Visa erneuern wollen. Im Niemandsland zwischen Thailand und Kambodscha herrscht bereits in der Früh reges treiben. Die zahlreichen […]
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Pfffft Das normalerweise unser Wecker in der Früh. Ein langes, gasig und stinkiges ‘ Pffffft’ Pferde furzen viel. Jedenfalls die mongolischen. Da reitet man gemütlich hintereinander her, geniesst die unglaubliche Landschaft, plötzlich hebt der Gaul vor einem leicht seinen Schwanz und ‘pffft’, die Idylle ist dahin. In der Nacht dürfen die Pferde jeweils frei herum spazieren, kommen dadurch relativ nahe an die Zelte ran und man wird dadurch von einem regelrechten Furzkonzert aus den Federn geholt. Nur die immer wieder auftauchenden Schafherden scheinen das toppen zu können. Steht man in eine solche Herde hinein, kann man wie ein Dirigent seinem Orchester die Töne, den Schafen die dumpfen Fürzchen entlocken. Item, nach 3 Tagen des Reitens, steht ein Ruhetag auf dem Programm. Der Schamane ist auch noch nicht zu Hause und lässt auf seine Präsenz warten. Die Schamanen ja quasi die Götter der Mongolen. Sie repräsentieren das Sprachrohr zwischen den verstorbenen Seelen und unserer Welt. Mit diesen Seelen können sie Kontakt aufnehmen und über sie an Informationen gelangen, die uns normal Sterblichen verborgen bleiben. Die Schamanen werden in drei Kategorien unterteilt: die Laufenden, die Reitenden und die mit dem höchsten Rang, den Fliegenden. Wir sollten auch in den Genuss einer Zeremonie […]
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Als Destination auf unserem Flugticket steht: Chinggis Kahn Eine amüsante Definition, für das wir eigentlich im Sinn haben, nach Ulaanbaatar zu fliegen. Schlussendlich jedoch landen wir da, wo wir auch geplant haben hin zu gelangen. Gross prallt der Name über dem Terminal Gebäude: Chinggis Kahn Airport. Wir sind angekommen, in der Mongolei. In der Wartehalle zu unserem Anschlussflug hinaus in die Pampas, wird schnell klar, dass wir nicht mehr in gewohnten Gebieten sind. Zahlreiche Busen werden ungeniert ausgepackt um Säuglinge zu stillen, ein undenkbares Bild in China. Als Handgepäck führen die meisten kistenweise Eier mit sich. Und mittendrin tummelt sich ein Cowboy im authentischen Kostüm herum. Der Typ jedoch hat tatsächlich alle Tassen im Schrank und sein Kostüm gehört wahrhaftig der traditionellen Gattung an. Der Auftakt zu einem echten Western ist gegeben. Wir fliegen über die grasige Landschaft hinauf in den Norden, nach Moron. Buchstabiert wird der Name wirklich so, und wer das an sich noch nicht lustig findet, soll mal noch einen Englisch Dixer zur Hand nehmen. Im Jeep geht es über Stock und Stein weiter, dorthin, wo es keine Landefelder mehr gibt. Unterwegs durch die weite Landschaft, fahren wir an wilden Kamelen vorbei. Wir erreichen das erste Etappenziel: […]
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Et voilà, die Visualisierung zu den Worten. Hai!
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Von Matsumoto haben wir bisher gerade mal Tatamis und Kimonos gesehen, von der eigentlichen Stadt aber noch nicht sonderlich viel. Vor allem das Schloss von Matsumoto wollen wir uns nicht entgehen lassen. Das Schloss ist betretbar, allerdings nur ohne Schuhe. Diese muss man beim Betreten in ein Plastiksack stopfen und so mit sich herumtragen. Ganz lustig anzusehen, wie alle ihre Schuhe in Einkaufstüten mit sich schleppen. Nach dem kulinarischen Erlebnis am Vorabend knurren unsere Magen eher nach etwas zugänglicherem als rohen Fisch und eingelegtem Gemüse. Uns schwirren die berühmten japanischen Schweinsschnitzel im Kopf umher. Der Nase folgend, finden wir mit mehr Glück als Verstand genau so ein Lokal, das diese anbietet. Eigentlich ein simples Gericht. Fritiertes Schwein und dazu fein geriebener Kohl. Und doch genau nach dem unsere Magen geschrien haben. Gestärkt machen wir uns auf die Wanderung von Magome nach Tsumago. Diese zwei Dörfer haben zur Edo-Era die beiden Städte Tokyo (früher genannt Edo) mit Kyoto verbunden. Nun ist es eine berühmte Touristenattraktion geworden. Zurecht. Bereits Magome, wo wir unseren Fussmarsch beginnen, strahlt mit einer hübschen, kleinen gepflasterten Strasse, die links und rechts historische Häuschen ziert. Auf unserem Weg durch mehrheitlich Wälder und Felder, müssen wir in regelmässigen Abständen […]
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