DIE Waschanlage

by marco· June 04, 2010· in Allgemein· 1 comments
Wie war das nochmals in der Schweiz? Man bezahlt ein Heidengeld für die Autowaschanlage, und muss je nach Anlage die Hälfte davon noch selber machen? Quasi einen ganzen Nachmittag hat man dafür einzuplanen, weil man ja eh nur am Wochenende Zeit und da noch manch anderer die gleiche Idee hat? Nerven muss man auch schon einen Monat früher anfangen zu sparen, da man damit rechnen muss, dass man die Radioantenne vergisst abzuschrauben, die dann sicher von der zu hart eingestellten Bürste abgerissen wird und sie dann, während dem die Maschinerie noch voll am laufen ist und einem zu horenden Preisen den Arsch versohlt, suchen gehen muss. Nid spinne! Warum schwierig, wenn es auch einfach geht. So gesehen in Beijing, China. Einfahrt zur Waschanlage. Man ist einzig, allein und gleich der Erste. Das aber nicht etwa, weil es keine Autos hätte. Peking beherbergt einiges an Autos, und dazu kommen täglich 1000 neu immatrikulierte. Ä HÄ. Nein, einzig und allein vor dem Tor steht man nur aus dem Grund, weil vor einem alle zackzack abgefertigt werden. Der Staub, der Feinstaub, der Smog, die zermürbten Fliegen und die Asche werden maschinell abgebürstet.Man verlässt die Waschanlage und fährt zu den Staubsaugern.Spätestens hier müssen Frau […]
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Immernoch Pfingsten?!Bitte entschuldigt, ich hink ein wenig hinterher.Aber die Tage werden auch länger hier, und die logische Schlussfolgerung daraus ist, dass mehr passiert, aber immernoch gleich viel Zeit übrig bleibt um den Blog zu schreiben.So gesehen letzten Samstag, also eigentlich Sonntag, aber ich funktioniere leider nach wie vor so, dass ich den nächsten Tag erst zu demjenigen kröne, wenn ich den letzten per Schlaf abgeschlossen habe. Ä HÄ!Darum, letzten Samstag um 4 Uhr 30 in der Früh (Sonntag), waren die Beine müde und die Gesellschaft auch, nur das Wetter, das war bereits aufgestanden.Wo man sonst schwarze Nacht, Sterne hinter dem Smog und ein durch diesen durchschimmernden Mond erwarten würde, war bereits die Sonne da! Okey, halb fünf in der Früh ist schon früh, aber nicht so früh, dass die Sonne schon das Gefühl haben müsste, den Gockel zu überlisten und noch vor seinem gekrähe ihre Fühler auszustrecken, oder?Aber sie tat es. Und sorgte damit bei den Sehsinnen, wie bei den Hirnströmmungen, für ein wenig Verwirrung. Das war nicht an Pfingsten.Zu pfingsten gingen wir noch per Mauer in die Lüfte. Den die Mauer vermag Flügel zu verleihen. Schon ein paar Mal habe ich diesem langen Wunderwerk nun einen Besuch abgestattet. Der […]
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Intro(ducing)

by marco· May 26, 2010· in Allgemein· 0 comments
Wie feiern Chinesen Pfingsten? Wahrscheinlich gar nicht. Diejenigen die es jedoch feiern, machen es so:Sie nehmen ein lahmgelegtes Industriegebiet, funktionieren es zu einem Elekto-Festival um und benennen es INTRO. Rechtzeitig dazu, traff aus der Schweiz Besuch ein.Let me INTROduce to you… …mit ausgetüftelten chinesischen Namen: Lafeia and Koulin! Die tüchtigen Leser von diesem Blog mögen sich vielleicht an die Beiträge übers Künstlerviertel 798 erinnern (alle anderen sollen sich bitte kurz schämen). Und genau in diesem Quartier, fand dieses Festival statt. Den Sommer haben wir ja schon lange Willkommen geheissen hier in der Stadt, in der Mitte des Landes, im Zentrum der Welt. Wetter stimmte also perfekt. An der Musik, von namhaften chinesischen, japanischen und allerwelts DJs aufgelegt, war ebenfalls nichts auszusetzen. Jedoch das tüpfelchen auf dem i, lieferte das multi-linguale und-kulturelle Publikum. Selten konnte ich so ein wilder, wie aus dem Schüttelbecher kommender, Mix von Leuten auf einem Haufen beobachten. Die türkische Gruppe, die umher tanzte, als hätte sie die Schweiz aus der EM hinaus geworfen. Dänen, welche sich den Oberkörper vollgeschmiert haben mit “Intro” in allen Schreibvariationen. Die amerikanische Familie, die zum farbigen Schriftzug “Vision” sich in Pose setzte und diverse Chinesen mit dem Kleber “I Love Techno” auf […]
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Fratelli d’Italia,l’Italia s’è desta,dell’elmo di Scipios’è cinta la testa.Dov’è la Vittoria? Und so weiter. Aber nur mit Hand aufs Herz und Gel im Haar!Ja, die Italiener, die mit ca. 20 Spielern, statt den erlaubten 10 aufgetreten sind, haben das berühmt, meisterlich berüchtigte Botschaftsturnier für sich entschieden. Und zwar im Final gegen Rumänien.Gefolgt von Russland, dann den Chinesen und ein paar anderen. Und wo sind unsere starken und übermächtigen Gegner geblieben? Die Österreicher mit ihrem unberrechenbaren Botschafter? Die Serben mit ihren Killerschüssen, die unserem Torwart schier die Handgelenke brachen?Rang 7 und 8! Und die liebe Schweiz, mit den Alpine Tigers?Rang 9! Also nur gerade für uns waren diese zwei Gegner übermächtig. Aber immerhin Rang 9!Wir hätten nur noch den Trostpreis fürs fairste Team absahnen müssen, und die Niederlage wäre perfekt gewesen. Sooooo, fertig Fussball. Jetzt widmen wir uns wieder den wirklich wichtigen Dingen.Wie zum Bespiel dem Sommer.35 Grad, kennsch?Die Badehose ruft, nur die Aare fehlt. Egal, dieses künstlich angelegte Gewässer nebenan tuts auch. Wenn die Fische darin überleben, werde ich das ebenfalls.Brille auf, Nasenklammer gesetzt!Okey, doch nicht. Diese Kloake stinkt zu fest nach ganz dünner Scheisse und ganz dickem Stinktofu.Ein kühles Yanjing muss reichen.Ganbei!
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Alpine Tigers

by marco· May 17, 2010· in Allgemein· 1 comments
Genau, das sind wir. Die Alpine Tigers, samt Fans und Chihuahua! Mit montierten Nopen und aufgesetzten Schienbeinschonern begaben wir uns heldenhaft aufs Schlachtfeld. Unser erster Gegner hiess: Serbia! Dank klischeehafter Denkweise und Vorurteilen, wurde Serbia zu unserem Angstgegner. Und furchteinflössend sahen sie wahrhaftig aus. Die meisten der Spieler mindestens ein halber Kopf grösser und 10 Kilo schwerer als wir. Als unser Verteidiger seinen Gegenspieler namens “Botob” sah, ein Mann in der Masse so massig wie ein dreitüriger Kleiderschrank, wollte er nur noch auf die Ersatzbank. Und doch, einmal mehr wurde bewiesen, dass Vorurteile für die Katze sind und dem Tiger zum frass sollten vorgeworfern werden. Die Serben zeigten sich von einer harten, aber sehr gekonnten und vorallem äusserst fairen Seite. Dobro Dobro! Der zweite Gegner war Österreich. Die traten samt Botschafter an. Ein kleiner, rundlicher und gewitzer Mann. Entgegen allen Erwartungen, die Österreicher sind ja so nette Leute, die den lieben langen Tag nur Schnitzel zum Hauptgang und Sachertorte zum Abgang verspeisen, die tun doch weder dem Rind, noch der Milch spendenden Kuh etwas zu leide, fiel diese Partie etwas härter aus. So wurde auch der österreichische Botschafter nicht verschont und von unserem Diplomaten und Coach in der Schlussphase spektakulär […]
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Ruishi Jia You!!!

by marco· May 14, 2010· in Allgemein· 2 comments
Es ist soweit.Morgen ist unser Tag. Morgen findet die Botschafts-Fussball Meisterschaft statt.Und unsere Gegner wurden letzten Dienstag bekannt gegeben. Das Los hat entschieden.Zwei saustarke Mannschaften werden uns gegenüber stehen.Zu Dritt sind wir in der Gruppe. Die Gruppenphase gilt es zu überstehen. Ein Sieg würde reichen. Gegner Nr. 1: ÖSTERREICH! Obwohl jetzt jeder von euch denkt, jaja, die Österreicher, die sind schlagbar, täuscht euch nicht liebe Freunde. Der 1. Assisistent vom Österreichischen Botschafter ist Coach der Mannschaft und der Botschafter spiele auch gleich selber mit. Auch wird gemunkelt, das der Österreichische Botschafter die letzten 4 Jahre nur Leute eingestellt hat, die eine fussballerische Vergangenheit haben. Ä HÄ! Und dann der Angstgegner schlechthin. Ein Schauder liess uns die Rückenhaare aufzucken, bei der Verkündung dessen. Gegner Nr. 2: SERBIA!!! Der Coach der Serben: ein Hüne. Ein Tier von einem Mann. Wird die ganze Mannschaft so sein, werden wir mehr als nur Glück und Schienbeinschoner brauchen um zu überleben. Deshalb liebe Freunde, ich erwarte von euch, dass ihr alle eure Wecker stellt, oder gleich bis um 3 Uhr morgens wach bleibt um dann, zum Anpfiff unseres ersten Spiels, kurz an uns und unsere Waden zu denken.So bin ich überzeugt, werden wir sie alle platt […]
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Ein Tag im Mai

by marco· May 10, 2010· in Allgemein· 2 comments
Heute, Montag.Normalerweise stehen Montage ja unter einem schlechten Stern. Wenn überhaupt. Manchmal stehen sie auch nur unter bedecktem Himmel. Dies die Ansicht von vielen. Nicht für mich. Jedenfalls nicht Heute.Heute, Montag, 10. Mai. Diesen Montag werde ich nicht so schnell vergessen.Denn Heute war der Tag, an dem ich zur Arbeit schreitete und dabei dachte, Peking ist schon schön. Gutes Wochenende durch, es ist warm, es ist sonnig, auf, sowie neben der Arbeit läufts mehr als besser, einfach ein Tag, wo man mit den Mundwinkeln im Spagat durch die Gegend stolziert. Heute war auch der Tag, wo ich vor der Visaabteilung bei Kollegen stand und von drinnen mir eine Kollegin zuwinkte, voller Elan auf die Tür nach draussen zuging, ja förmlich zuraste und mit einem lauten Knall voll in diese hinein prallte.BÄM!Aber wirklich BÄM!!!So ein BÄM! das alle Mitarbeiter aufgeschrocken sind um zu schauen, was genau explodiert war. Die Chinesin liess sich nichts anmerken und verschwand in der Toilette.Als ich die Abteilung betrat, grinste sie mir mit blutender Nase aus der Toilette heraus zu und begrüsste mich als wäre ihre Nase noch gerade.An der Glastür kleppt noch jetzt ihr Gesichtsabdruck. Alles vorhanden. Von der Stirn, über die Backen, die Nase, der […]
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Erstaunlich, erneut wurde heute mein Name verhunzt. Ich hab schon gedacht jetzt haben wir dann alle durch, von “Tsui”, bis “Tissue”, über “Tea Shuei”.Heute dann: Tai Chi!Wo genau sehen die, ja sehen, denn der heute sah den Namen auf dem Bildschirm, BILDLICH!!!, einen “A” in “TSCHUY”!!!Ich lach dann meist nur und lobe noch obendrauf vorbildlich: yes, your pronunciation is very good! Jawohl, lang war ich weg vom Blog, aber nicht vom Fenster.Vor dem Fenster übrigens, REGEN!!!Seit meinem letzten Eintrag hier, hat es bestimmt 3 Mal geregnet. Und das ist sauschön! Ihr ewigen Wetter-Jammerer dort drüben könnt euch das vielleicht nicht vorstellen, aber Regen kann man vermissen. So sehr vermisst habe ich diese erfrischenden Tränen des Petrus, dass ich beim ersten Wolkenbruch nach draussen gestürmt bin, um in dieser Pracht zu promenieren.Als ich dies voller Stolz auf der Botschaft zum Besten gab, sah man mich nur gross an und klassierte mich zum Spinner, denn der Regen hier sei sauer. Und nein, der Grund zu seiner Boshaftikeit sei nicht, weil man ihm vielleicht ein Bein gestellt habe, sondern weil er halt all den Siff aus der Luft sammle und auf unserer Kopfhaut sähe.Gut, also ab unter den Schirm. Zwischendurch wurde mal ich […]
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Glücklich mit Karaoke

by marco· April 21, 2010· in Allgemein· 0 comments
Karaoke, kennsch?Wer schon nicht. Karaoke gehört zu Asien, wie die Aschewolke zu Europa.Well, mit meinen 8 Monaten Peking auf dem Buckel, habe ich es quasi Jahre geschafft diesem Freizeitvertreib fern zu bleiben.Jetzt aber, BÄM!!! Volle Wucht und gleich zweimal, an nur einem Wochenende. Und zum ersten kam das ganze sehr unverhofft.Am Freitag wurde ich förmlich dazu genötigt, meine leichter Siech im Kopf schamlos ausgenutzt. Ja um halb 5 in der Früh kam plötzlich diese Idee wie aus der Aschewolke vom Isländer geschossen und im nächsten Moment fand ich mich in diesem geschlossenen Raum wieder, vor mir die Zeilen von Frank Sinatras “New York, New York” und einem versifften Mikrofon in der Hand.Mein Alkohol-Helm muss grösser gewesen sein, als da noch von mir vermutet, denn wahrhaftig ist es mir gelungen, diese Melodie, diese weltberühmte, unvergessliche, zugängliche und simple Melodie, die man heut zu Tage einfach so in den Genen parat hat um loszusingen, zu verbocken.Start spreading the news, I’m leaving today… oh ja, bitte bitte, wir zahlen auch dass du gehst! Am Samstag dann, immernoch heiser vom Stimmbänderstreching zur frühen Morgenstund, der zweite Anlauf.Wo wir am Freitag noch in einem heruntergekommenen Wohnblock mit dem Namen “PartyWorld” vor uns hinsäuselten, besuchten wir […]
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Puma, COME ON!

by marco· April 16, 2010· in Allgemein· 1 comments
Die Chinesen sind Sprachspezialisten.Langsam aber sicher bin ich richtig angetan davon.So kompliziert es jeweils klingen mag, irgendwie steckt Logik dahinter.Zum Beispiel das Verb “wandern”, welches sich aus “erklettern” und “Berg” zusammensetzt: pá shan.Oder “telefonieren”, bestehend aus “werfen”, “elektronisch” und “Wort”: da dian hua!Wie stehts mit “Kino”? “elektronisch” und “Bild”: dian yingDann doch lieber “Disco”! “Nacht” und “Shop”: ye dianUnd an der WM heisst dann wieder, Schweizer Nati “GEBT GAS!”, “hinzufügen”, “Öl”: JIA YOU!!! Kommt es zu Wörtern mit globalem Bekanntheitsgrad, die irgendwie ähnlich klingend ins chinesische übernommen werden sollten, übertreffen sie sich selber.Hier ein Auszug: Sandwich / sān míng zhìSubway / sài bǎi wèi (bedeuted ungefähr “besser als hundert Geschmäcker”)McDonalds / mài d­āng láoCoca Cola / kě kǒu kě lè (heisst in etwa übersetzt “guter Geschmack”)Chocolate / qiǎo kè lìHamburger / hàn bǎoSalat / shā lāMango / máng guǒLitschi / lì zhīRolex / lāo lì shì(Mercedes) Benz / Bēn chī (heisst passenderweise “läuft schnell”) und mein Liebling:Pizza / pī sà Aus dem Bild schliesse ich nun, dass dies kein Schreibfehler, oder gar, Gott behüte uns, eine Fälschung ist, sondern “Puma” verchineschisiert schlicht “Pamu” heissen könnte. Also, wirf mir mal ein elektronisches Wort zu, wenn du mit mir den Berg erklettern […]
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