Beijing, Zai Jian

by marco· August 30, 2013· in Beijing· 1 comments tags: Beijing
Nun ist es also Wahrheit, meine Zeit in China ist um. Die letzten paar Tage in Beijing zeigten sich noch von der allerbesten Seite. Angenehme Temperaturen bei Sonnenschein und blauem Himmel. Ein schönes Geschenk von dieser Stadt, die mir doch sehr ans Herz gewachsen ist. Um den Abschiedsschmerz zu schmälern, und das Feier zu vergrössern, kamen noch Freunde von uns aus Shanghai zu Besuch. Mit ihnen begannen wir dann die nostalgisch, letzte Tour durch die Strassen. Dabei durfte natürlich eine meiner Lieblingsecken der Stadt nicht fehlen: das Künstlerviertel “798”, das auch stets zu guten Fotosujets zu anregen vermag: Natürlich lag ein letzter Besuch in der japanischen Bar “Glen” auch drin. Das die Bar, die kaum einer finden würde, wenn er nicht wüsste, dass sie sich in einem stinknormalen Wohnhaus versteckt. Die Weltklasse Drinks bleiben aber im Gedächtnis haften und Qualität spricht sich schnell rum. Das letzte Mahl nahmen wir dann in einem zum Restaurant umfunktioniertem Tempel ein, das sich schlicht auch “The Tempel” nennt. Eingequetscht zwischen den tiefgelegenen Hutongs, ist das zur Zeit der leckerste Geheimtipp, der Beijing zu bieten hat. Und zu guter Letzt liessen wir auf dem Tian’anmen die Korken knallen. Wahrhaftig. Zuerst mussten wir noch biebern, ob […]
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Es ist das erste Wochenende, nachdem die Thais Zahltag hatten. Resultat: Da ist nix mit sparen. die Malls und Märkte sind bumsvoll. Und wir mitten drin. Es gibt uns einen ersten Eindruck, was uns in gut einer Woche im Venedig des Ostens erwarten soll. Die Stadt Bangkok pulsiert mehr den je. So wird sie Für das Jahr 2013 auch von Tripadvisor als die Topdestination Asiens und zur momentan meistbesuchten Stadt erkoren. Merken wir gut auf unserem Zwischenstopp hier. Beim Geheimtipp, dem Wochenend-Markt Chatuchak, müssen wir zuerst Schlange stehen, um überhaupt einmal in die Marktgassen zu gelangen. Die Zeit verliert sich schnell im Menschentumult, und wir besteigen bald einmal unseren Nachtzug. In unserem Abteil per Zufall ein herziges, altes Thaipäärchen, wo die Frau chinesischer Abstammung ist und wir uns (also vor allem Sarah) sich auf Chinesich unterhalten können. Welch Schicksalshafte Begegnung. Es kommen aber immer mehr Leute bei uns ins Abteil. Irgendwas stimmt da nicht. Bestimmt machen die anderen was krumm, und checken die Platznummerierung nicht. ÖH, nein, wir sind falsch. wir müssen unsere Thai-Chinesen verlassen. Also doch kein Schicksal. Die Nachtzüge in Thailand sind etwas anders konzipiert als jene in Europa. Es gibt keine Abteile und man liegt wie der […]
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Wir sind in der vordersten Reihe, der bereits etwas in die Jahre gekommener Boeing, die uns nach Bangkok bringen soll. Vorderste Reihe, Mitte. Da, wo normalerweise die Babies sind. Keine Fenster, kein Unterhaltungsprogramm. Bis auf einen grossen Gemeinschaftsbildschirm. Dort flimmert die aktuellste Propaganda. Klischee Tibeter mit Rastas, die sich auf den Weg nach Beijing machen, um auf dem Tian anmen den Mao zu huldigen. ‘We love our country, we love our people’, die Message. Ziemlich dicke Post für die Touristen auf dem Weg in ihren Badeurlaub. Der Landeanflug. Uns wird über den Bildschirm eine Front-Kamera aufgeschaltet. Unser einziges Fenster nach draussen. Sehen tut man ausser Sprenkel, die wie Sterne aussehen, aber keine sind, jedoch nicht viel. Und plötzlich zuckt ein bildschirmfüllender Blitz auf. Endlich sieht man mal was. Zum Glück offenbart das Donnersschwert die Landebahn, auf der wir noch vor dem Gewitter sicher aufsetzen. Am Busbahnhof gibt es zum Frühstück Scharfe Cupnoodles, bevor wir in aller Herrgottsfrüh unseren Bus besteigen. Wir pennen bis zur Grenze durch. Über die Grenze nach Kambodscha geht es zu Fuss. Mit uns ein paar Auswanderer, die ihr Thai-Visa erneuern wollen. Im Niemandsland zwischen Thailand und Kambodscha herrscht bereits in der Früh reges treiben. Die zahlreichen […]
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Pfffft Das normalerweise unser Wecker in der Früh. Ein langes, gasig und stinkiges ‘ Pffffft’ Pferde furzen viel. Jedenfalls die mongolischen. Da reitet man gemütlich hintereinander her, geniesst die unglaubliche Landschaft, plötzlich hebt der Gaul vor einem leicht seinen Schwanz und ‘pffft’, die Idylle ist dahin. In der Nacht dürfen die Pferde jeweils frei herum spazieren, kommen dadurch relativ nahe an die Zelte ran und man wird dadurch von einem regelrechten Furzkonzert aus den Federn geholt. Nur die immer wieder auftauchenden Schafherden scheinen das toppen zu können. Steht man in eine solche Herde hinein, kann man wie ein Dirigent seinem Orchester die Töne, den Schafen die dumpfen Fürzchen entlocken. Item, nach 3 Tagen des Reitens, steht ein Ruhetag auf dem Programm. Der Schamane ist auch noch nicht zu Hause und lässt auf seine Präsenz warten. Die Schamanen ja quasi die Götter der Mongolen. Sie repräsentieren das Sprachrohr zwischen den verstorbenen Seelen und unserer Welt. Mit diesen Seelen können sie Kontakt aufnehmen und über sie an Informationen gelangen, die uns normal Sterblichen verborgen bleiben. Die Schamanen werden in drei Kategorien unterteilt: die Laufenden, die Reitenden und die mit dem höchsten Rang, den Fliegenden. Wir sollten auch in den Genuss einer Zeremonie […]
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Als Destination auf unserem Flugticket steht: Chinggis Kahn Eine amüsante Definition, für das wir eigentlich im Sinn haben, nach Ulaanbaatar zu fliegen. Schlussendlich jedoch landen wir da, wo wir auch geplant haben hin zu gelangen. Gross prallt der Name über dem Terminal Gebäude: Chinggis Kahn Airport. Wir sind angekommen, in der Mongolei. In der Wartehalle zu unserem Anschlussflug hinaus in die Pampas, wird schnell klar, dass wir nicht mehr in gewohnten Gebieten sind. Zahlreiche Busen werden ungeniert ausgepackt um Säuglinge zu stillen, ein undenkbares Bild in China. Als Handgepäck führen die meisten kistenweise Eier mit sich. Und mittendrin tummelt sich ein Cowboy im authentischen Kostüm herum. Der Typ jedoch hat tatsächlich alle Tassen im Schrank und sein Kostüm gehört wahrhaftig der traditionellen Gattung an. Der Auftakt zu einem echten Western ist gegeben. Wir fliegen über die grasige Landschaft hinauf in den Norden, nach Moron. Buchstabiert wird der Name wirklich so, und wer das an sich noch nicht lustig findet, soll mal noch einen Englisch Dixer zur Hand nehmen. Im Jeep geht es über Stock und Stein weiter, dorthin, wo es keine Landefelder mehr gibt. Unterwegs durch die weite Landschaft, fahren wir an wilden Kamelen vorbei. Wir erreichen das erste Etappenziel: […]
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Fertig Botschaft

by marco· July 25, 2013· in Beijing, Botschaft· 1 comments tags: karaoke, Kempinski
4 Jahre Botschaft vorbei! BÄM! Und wir sitzen in einer leeren Wohnung. Die Wohnung wurde rasant und mit voller Manneskraft leer geräumt. Etwa 10 Chinesen kamen vorbei und haben im Eilzug alles in Kisten verpackt. Dabei haben sie teilweise regelrechte Karton-Kunstwerke errichtet, die schon an sich als Möbel durchgehen würden. Absolut surreal dann der Abschied auf der Botschaft. 4 Jahre? So ein Quatsch, das waren doch niemals 4 Jahre. Und doch, die Jahreszahlen täuschen nicht. Als wäre ich erst gestern als unerfahrener Schnösel auf das Gelände spaziert. Unglaublich. Zur Feier des Abschieds, durfte natürlich das obligate Karaokee nicht fehlen. So landeten wir genau in dem Schuppen, der Quasi gegenüber meine Zuhause ist, ich aber zuvor noch nie einen Schritt hinein wagte. Wir waren eine gemischte Gruppe aus Chinesen und Schweizer, und diesen Unterschied hat man frapant bemerkt. Die Schweizer eher auf Songs bedacht, die irgendwie jeder mitjohlen kann, die Chinesen hingegen ganz ernst und seriös und jeder mit seinem eigenen Liedchen. Auch rhythmisch stets ganz was anderes. Wo wir tanzbares auswählten, fiel die Wahl der Chinesen eher auf ganz dramatische Liebeslieder. Singen jedoch tuen sie allemal besser als wir. Und heute dann war es an mir, meinen Kopf in jede […]
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Wir brechen langsam die Zelte ab. Die Schränke leeren, und die Müllsäcke füllen sich. Bald schon ist das Kempinski Apartment 422 Geschichte. Um den Kopf von dem ganzen Umzugs-Tumult zu lüften, verschlägt es meine zwei Turnschuhe in letzter Zeit öfters hinaus in die Natur zum joggen. Die letzten paar Wochen, ziehen vor meinem inneren Auge vorbei. Shanghai haben wir schon verabschiedet. Am letzten Wochenende zeigt es sich von allen möglichen Seiten. Regnerisch, gewitterig, heiss, schmackhaft. Uns bleiben wird vor allem: der pompöse Abschied. Ganz traditionell, gibt es beim Rückflug die obligate Flugverspätung von nur ein paar Stunden. Und der Pilot dreht zur Feier des Tages auch noch gleich ein paar Ehrenrunden. In Beijing zur Zeit absolute Frischluft-Galore. So kriege ich bei meinem sportlichen Spaziergang viel Grünes zu Gesicht, im selbsternannten zweitgrössten Park, der überhaupt je in irgendeiner Stadt Platz gefunden hat: dem Chaoyang. Der Chaoyang Park hat einiges zu bieten. Eine seit 2010 eingestellte Baustelle für das selbsternannt grösste Riesenrad. Ein Luna-Park mit verrosteten Achterbahn-Schienen und patentlos herumstehenden Disneyfiguren. Ein Notunterstand für unvorhergesehen Gewitterstürme, natürlich aus Metal. Ein Seilpark, der mit morschen Latten ein unvergleichbar neverkitzelndes Erlebnis bietet. Ein gut besuchtes Swimmingpool, wo man vor lauter Leute das Wasser nicht […]
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Et voilà, die Visualisierung zu den Worten. Hai!
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Von Matsumoto haben wir bisher gerade mal Tatamis und Kimonos gesehen, von der eigentlichen Stadt aber noch nicht sonderlich viel. Vor allem das Schloss von Matsumoto wollen wir uns nicht entgehen lassen. Das Schloss ist betretbar, allerdings nur ohne Schuhe. Diese muss man beim Betreten in ein Plastiksack stopfen und so mit sich herumtragen. Ganz lustig anzusehen, wie alle ihre Schuhe in Einkaufstüten mit sich schleppen. Nach dem kulinarischen Erlebnis am Vorabend knurren unsere Magen eher nach etwas zugänglicherem als rohen Fisch und eingelegtem Gemüse. Uns schwirren die berühmten japanischen Schweinsschnitzel im Kopf umher. Der Nase folgend, finden wir mit mehr Glück als Verstand genau so ein Lokal, das diese anbietet. Eigentlich ein simples Gericht. Fritiertes Schwein und dazu fein geriebener Kohl. Und doch genau nach dem unsere Magen geschrien haben. Gestärkt machen wir uns auf die Wanderung von Magome nach Tsumago. Diese zwei Dörfer haben zur Edo-Era die beiden Städte Tokyo (früher genannt Edo) mit Kyoto verbunden. Nun ist es eine berühmte Touristenattraktion geworden. Zurecht. Bereits Magome, wo wir unseren Fussmarsch beginnen, strahlt mit einer hübschen, kleinen gepflasterten Strasse, die links und rechts historische Häuschen ziert. Auf unserem Weg durch mehrheitlich Wälder und Felder, müssen wir in regelmässigen Abständen […]
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Die Zeit vergisst niemanden. So hat mich nun tatsächlich die berühmt, berüchtigte 3 am Rücken eingeholt. Diese wollte ich nicht einfach so annehmen, natürlich. Zu meinem Geburtstag hagelte es somit gleich ein paar meiner liebsten Dinge. Meine bessere Hälfte, Reisen und… Japan. In die nipponischen Gebiete soll uns diesmal die Delta fliegen. Tatsächlich ein Erlebnis in eigener Sache. Das nämlich die erste Airline, die ich besteige, welche es wagt, das sonst so langweilige Sicherheitsvideo etwas aufzupeppen. Anstelle von einschläfernden Animationen, wird man mit Sketches instruiert. Gewagt, doch es funktioniert und ich habe seit langem mal wieder aufmerksam zugehört. Kaum gelandet haben wir sehr schnell schon Schienen unter uns. Der Shinkansen rast mit uns zu den japanischen Alpen. Der Effekt China zu Japan ist drastisch. Wo in den chinesischen Zügen oft Pick-Nick Stimmung herrscht und es nach Würstchen und Toilette stinkt, ist es im Shinkansen schon fast beängstigend ruhig und klinisch sauber. Wenn dann der Kondukteur noch jedes mal vor dem Betreten des Wagons seinen Hut hebt und sich vor den Gästen verbeugt, wird es spätestens klar, dass es zwei markant verschiedene Kulturen sind. Erste Station für uns ist Nagano. Regen begleitet uns zum Zenko-Ji Tempel. Ein mächtiges Gebäude und sehr […]
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