Beschilderungswahn

marco · November 22, 2009 · Allgemein · 2 comments


Hier gehts immernoch eisig zu und her.
Und es hat etwas enorm eindrückliches wie schnell die Gewässer in dieser Stadt von einer Eisschicht überdeckt werden. Wo es in der Schweiz einiges unter Null braucht, bis schon nur ein “Glünggli” gefroren ist, passiert das hier bei einem Teich der grösse des Egelsees quasi über Nacht.
So kommt es, dass die Fischer am künstlich angelegten Kanal mit grossen Steinen Löcher in die Eissischt trümmern müssen, um ihrem Hobby immernoch nachgehen zu können.
Und obwohl man aus dieser Einleitung etwas ganz tiefgründiges erwarten könnte wie “du bewegst dich auf dünnem Eis”, muss ich in dieser Hinsicht enttäuschen, denn ich habe hier viel interessanteres gefunden als dieses eisbrechende Schild…

…nämlich dieses Schild:


Der “Fresh Air Room”, entdeckt in einem Wohnblock.
Da könnte man jetzt einiges drüber spekulieren. Es könnte sich zum Beispiel um einen Raum handeln, wo vom Ministerium für frische Luft empfohlen wird, mindestens 1 mal pro Tag da drin tief Luft holen zu gehen.
Oder vielleicht ist der Raum nur für Taucher.
Oder vielleicht verbirgt sich hinter dieser Tür ein Dschungel, oder eine gefälschte berner Alp.
Oder vielleicht war auch einfach einmal ein chinesischer Architekt in einer europäischen Stadt und hat dort den Begriff “Luftschutzkeller” etwas falsch aufgefasst.
Oder vielleicht erwartet ihr jetzt die Wahrheit meinerseits über diesen Raum, welche ich jedoch nicht liefern kann, da die Tür verschlossen war.
Ich bleib dran!

…dann war da noch dieses Schild:


Entschuldigt die miserable Qualität. Erkennt ihr es?
Dabei handelt es sich um die männlein- weiblein Beschilderung für das jeweilige WC. Aber seht ihr den Trick? Der dazugehörende “Töggu” ist durchgestrichen, wie ein Verbot.
Und jetzt, wo würdet ihr spontan rein gehen um euch eurer Blase oder Darm zu entledigen?
Vielleicht ist die schlechte Qualität des Fotos gar nicht so ungünstig, denn diese Toilette befindet sich in einem Club, wo man halt auch trinkt und so und dann die logische Folge daraus ist, dass man mal Wasserlassen muss und das noch bei eingeschränkter Auffaussungsgabe.
Ich jedenfalls bin natürlich prompt dort rein wo der männliche “Töggu” angeschrieben ist, ohne zu überlegen, dass es sich bei dem Schild ja um ein VERBOTSSCHILD handelt. Eine Busse habe ich zum Glück keine erhalten, ich kam mit einer leichten Verwarnung davon.
Es schien aber als war ich bei weitem nicht der Einzige, der in dieses Vergehen reingerast ist, denn bei einem zweiten Besuch stand bereits eine Angestellte dort, welche die Ankömmlinge von Anfang an artgerechte einteilte.

2 Comments:
  1. Warst du mit Katharina im Club?

    Anonymous · November 23, 2009
  2. hm …
    nur nicht-marcos dürfen bei nichtnicht frauen rein
    ergo müssen marcos bei nichtfrauen rein
    ist doch so logisch, dass man das auch noch bei nichtnichtnichtganznüchternem zustand begreift
    oder etwa nicht?

    crackix · November 23, 2009

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