Beine überall

marco · June 20, 2011 · Beijing · 1 comments

Der folgende Beitrag ist für Männer geschrieben. Aber nicht ausschliesslich.

Nicht lang ist es her, da fuhr ich mit einem Freund in der Pekinger Geschichte umher, als wir an eine Kreuzung gerieten, wo wir gerade vor der roten Ampel stehen bleiben mussten. Ein weiterer, heisser Tag war vorbei. Die Dämmerung war herein gebrochen und die bratende Sonne hinter dem Horizont verschwunden. Wir sagten beide nichts. Dachten aber wohl in dem Moment dasselbe.
“Man sieht schon viele Beine hier.” durchbrach er die Stille.
Und wahrhaftig. Wenn man so auf die Kreuzung vor uns schaute, sah man irgendwie nur Frauenbeine. Wie aus den Büchern vom magischen Auge, sprangen sie aus dem Bild hinaus. Da konnte einem schon fast schwindelig werden von.

Die Chinesinnen, oder die Asiatinnen allgemein, müssen ja ihre Körper wirklich nicht verstecken. Oft ist da kein Gramm fett zu finden. Keine Falten. Und die Beine benötigen keiner Rasur, um seidig zu glänzen.
“Doch haben sie absolut keine Rundungen!” beklagte sich einmal, ja kein Mann, sondern eine Kolumbianerin.
So geben sich auch die Chinesinnen selten mit dem was sie haben zufrieden. Was nicht weniger oft zu auch unangenehmen Situationen führen kann.
Zum Beispiel, wenn man an einem Tisch sitzt, wo sich die Nationen mischen und es aus der westlichen Welt, wie auch aus der asiatischen, Mitglieder hat. Da lassen es sich manchmal, die für unser Erachtens spindeldürren Chinesinnen nicht nehmen, sich lauthals darüber zu beklagen, dass sie “scheinbar” zugenommen haben und sich nun schrecklich dick fühlen. Die Europäerinnen, die aus natürlichen Gründen vielleicht ein paar ganz sympathische Gramm plus haben, müssen da dann etwas verlegen quasi mit einstimmen.
Kommentare wie “nein, du bist doch so dünn!” kommen jedenfalls schlecht bei den Chinesinnen an, ja es provoziert sie gar dazu noch unverschämter über ihre Kilolosigkeit zu parlavern.

Das alles ändert nichts an der Tatsache, dass sie da sind, die vielen Beine. Wie saftige Pouletschenkel spazieren sie vor einem vorbei, bereit um sich ein Stück davon abzubeissen. Verlockend. Und doch, wie man weiss, das Fleisch nicht selten zäh und ohne Geschmack.
Da bleiben wir doch lieber beim Zürcher Geschnetzeltem.
Oder anders gesagt, schon der Vater von James Bond wusste (hier stehts), dass den Schweizer Meitschis nicht nach steht.
Oder noch anders gesagt, die Schweizerinnen können ja auch mal so einen Beindschungel ansähen, die haben ja auch oft schönes zu zeigen.
Oder vielleicht macht ihr das ja bereits, und ich bekomme es da die paar Kilometer weiter östlich einfach nicht mit.
Was red ich da eigentlich für einen Stuss. Ich glaube ich sehe vor lauter Beine den Wald nicht mehr.

1 Comments:
  1. …..da warst Du sicher gerade mit Endere unterwegs?! So von wegen Beinen und so?!
    Liebe Grüsse aus dem nun auch endlich sommerlichen heissen Saratoga wo man auch chinesische Beine mit nichts dran zu sehen bekommt 😉
    Trinälälä

    Trinälä · June 20, 2011

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