Anders gefeiert!

marco · January 03, 2011 · Allgemein · 0 comments
Und schon sind wir bei Tag 3 angelangt.
Unglaublich.
Noch unglaublicher die Tatsache, dass mein Flieger in zwei Wochen Richtung Schweiz geht.
Oder wie es der Doc aus “zurück in die Zukunft” ausdrücken würde:
GREAT SCOTT!!!
Ja, diese Filme haben wir uns auch mal wieder gegönnt.
Noch bevor Weihnachten, welches mit Plastikbäumchen und Raclette, und Käse importiert aus Frankreich, reibungslos über die Bühne ging.
Die Tatsache, dass ich seit ich mich erinnern kann, mir immer eine weisse Weihnachten gewünscht habe, und nun ausgerechnet die einzige Weihnachten in meinem Leben, die ich nicht zu Hause verbringen kann auch noch weiss sein sollte, erstickte ich schlicht im pekinger Nachtleben.
Ja, die letzten beiden Wochenenden waren vorallem eines: laut! Laut und untraditionell!
Aber widmete ich meine letzten Tage im 2010 nicht nur dem Anstossen und der Vorstufe zum Ohrenschaden.
Nein, auch kulturelles sollte nicht zu kurz kommen.
Riverdance, die über die Bühne fliegenden Irländer waren zu Gast in Beijing.
Und trotzdem, dass in Beijing der Charme solcher Shows oft etwas verloren geht, da sich der Chinese nicht speziell herausputzt für solch einen Anlass und eigentlich durch die ganze Show immer ein bisschen ein Kommen und Gehen herrscht, war das Spektakel spektakulär.
Ich glaube von allen Erfindungen und Versuchen, kommen diese Tänzer dem Traum vom Fliegen wirklich am nächsten. So schnell wie die mit ihren Beinen zabbeln, heben sie definitiv beinahe ab.
Ins neue Jahr buxierten uns dann diverse DJs. Wie schon im Sommer einmal, wurde auch für Neujahr ein Fabrikgelände umfunktioniert zu einer Partyzentrale. Innerhalb dieser Bachsteinwände wurde somit mächtig getanzt.
Nicht genug kriegen vom der Früh des ersten Tages im neuen Jahr, brachte uns ein waghalsiger Schwarztaxifahrer, sämtliche Rotlichter missachtend, zum lokal Matador Elvis T.
Einer der DJs die der Gruppe Acupuncture angehören.
Und dieser Junge wurde mir jetzt schon ein paar mal zum Verhängnis. Denn sobald der in die Gänge kommt, dann gibts kein Bremsen mehr. Man wird vom Rhythmus davongetragen, bis er aufhört zu spielen. Vorher existiert die Option “nach Hause gehen” wie nicht. Und auch er hört erst auf, wenn die anderen schon bald wieder bereit sind von neuem anzufangen.
Fürs neue Jahr einzuläuten, kam ich bereits meiner Grundidee von diesem Jahr nach, nämlich das Land China zu bereisen.
So, einer Einladung nachkommend, besuchte ich die Nachbarstadt pekings: Tianjin.
Wie so oft hier, machen die Städte einen etwas unscheinbaren Eindruck aufs erste. Industriell wirken sie, und etwas gar funktional, und wenig herzlich.
Beim zweiten Blick jedoch, wagen sich Überraschungen zu zeigen, die man kaum erwartet hätte. So gesehen in eben diesem Tianjin, welches doch wahrhaftig über ein italienisches Quartier verfügt. Oder ein Museum, welches aus lauter Keramiksplitter, zusammengetragen aus ganz China, besteht.
Und irgendwie hat es doch was idyllisches, wenn da auf dem sich durch die ganze Stadt ziehenden, gefrorenen Fluss Eisfischer und Schlittschuhläufer der Kälte trotzen.

Um diesen chinesischen Kulturtag noch ins Extreme zu ziehen, fand ich mich plötzlich in einem Kino wieder, wo ein chinesischer Streifen gezeigt wurde.
Sprache: chinesisch.
Untertitel: chinesisch.
Zum Glück war es ein “Scary-movie”, welche ja selten mit anspruchsvollen Geschichten auftrumpfen. Und es ist weniger der Sprache, als vorallem der plumpen Machart vorzuwerfen, dass der Film was einschläferndes hatte.
Mit über 300 Sachen brachte mich dann der Zug zurück nach Beijing. Hier, wo der dritte Tag im neuen Jahr bereits langsam eindunkelt.
Bin gespannt was das neue Jahr bringt. So würdig wie wir 2010 verabschiedet haben, haben wir 2011 angefangen. Und jetzt ziehen wir das einfach weiter so.
Dazu später mehr und immer wieder auf Helvetia Blogs Konfuzius.
新年快乐!!!

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