Alt B.

marco · December 06, 2009 · Allgemein · 0 comments

Auf einer Botschaft, da läuft man schon ab und an mal in Prominenz rein, ohne es gross zu merken. Oder vielleicht ist Prominenz die falsche Bezeichnung, sagen wir doch: in Leute die etwas erreicht haben.
Oh nein, das geht ja dann wohl gar nicht, würde das also heissen, dass alle anderen nichts erreicht haben, und sind denn diese etwa schlechter als jene von welchen man behauptet sie hätten etwas erreicht, und würden diese von welchen ich jetzt behaupte sie hätten etwas erreicht dann womöglich zur Rechenschaft gezogen werden dürfen, weil ja die Minaretten jetzt mit oder ohne Lautsprecher trotz allem für ein Verbot und gegen Rassismus nicht erbaut erlaubt sind und dies dem Bären Finn, der gestern gemäss 2o Minuten noch im sterben lag, dem es aber heute gemäss SF schon wieder viel besser geht, schwer auf den Magen schlägt, obwohl ja plötzlich im Chalet von Polanski in Gstaad die Lichter brannten, dieser aber noch gar nicht hätte sollen dort sein dürfen, da ja der Hirschmann jetzt am Pranger steht?

Pardon, da ich ja sonst keine Probleme habe, produziere ich eben etwas viel Lärm um nichts!

Wie dem auch sei, auf einer Botschaft hält man wirklich zwischendurch mal Leuten die Türe auf, die Rang und Namen haben.
Hier einem Oberst, dort einem Staatssekretär, da einer Ministerin.
Und so dann kürzlich, gerade als wir die Botschaft zum Mittagessen verlassen wollten, erklang eine tiefe, massige Stimme hinter uns, wie von einem Bär, der gerade das Sprechen erlernt hat und sich aus seiner mehrjährig bewohnten und gemütlichen Bärenhöhle zum ersten mal etwas vor die Haustüre wagt:
“Guete Tag mitenand, chöit dir mir säge wo mä da zur Residenz chunnt!”
Und es war niemand geringeres als Alt Bundesrat Samuel Schmid.
Der kam mal auf Besuch, einfach so, ganz lescheer.

Vor ein paar Tagen hab ich hier einem wunderschönen Spruch lauschen können, und obwohl dieser jetzt genauso wunderschön, wie der Spruch selbst, auf Bundesrat Schmid zutreffen könnte, hat der wirklich genau so wenig mit Schmid zu tun, wie Minaretten mit der Bleikugel in Finns Magen.

Da steht ein etwas kleinerer Mann vor uns, mit einem umso grösseren Bauch.
Die Kravatte von dem Mann ist ein wenig kurz geraten.
Der einte: “Du, lug mau, däm sini Kravatte isch z’churz!”
Der andere: “*überlegt* Näi… Näi, de Buch isch z’lang!”

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