Alpine Tigers

marco · May 17, 2010 · Allgemein · 1 comments

Genau, das sind wir.
Die Alpine Tigers, samt Fans und Chihuahua!

Mit montierten Nopen und aufgesetzten Schienbeinschonern begaben wir uns heldenhaft aufs Schlachtfeld.

Unser erster Gegner hiess: Serbia!
Dank klischeehafter Denkweise und Vorurteilen, wurde Serbia zu unserem Angstgegner.
Und furchteinflössend sahen sie wahrhaftig aus. Die meisten der Spieler mindestens ein halber Kopf grösser und 10 Kilo schwerer als wir.
Als unser Verteidiger seinen Gegenspieler namens “Botob” sah, ein Mann in der Masse so massig wie ein dreitüriger Kleiderschrank, wollte er nur noch auf die Ersatzbank.
Und doch, einmal mehr wurde bewiesen, dass Vorurteile für die Katze sind und dem Tiger zum frass sollten vorgeworfern werden. Die Serben zeigten sich von einer harten, aber sehr gekonnten und vorallem äusserst fairen Seite.
Dobro Dobro!

Der zweite Gegner war Österreich.
Die traten samt Botschafter an. Ein kleiner, rundlicher und gewitzer Mann. Entgegen allen Erwartungen, die Österreicher sind ja so nette Leute, die den lieben langen Tag nur Schnitzel zum Hauptgang und Sachertorte zum Abgang verspeisen, die tun doch weder dem Rind, noch der Milch spendenden Kuh etwas zu leide, fiel diese Partie etwas härter aus.
So wurde auch der österreichische Botschafter nicht verschont und von unserem Diplomaten und Coach in der Schlussphase spektakulär gegrätscht. Dank seinen Rundungen, blieb der Botschafter jedoch unversehrt.
Dank dia, gell!

Beide Gruppenspiele haben wir verloren. Ein weiterkommen somit verunmöglicht.
Die Engländer, die das gleiche Schicksal traf, schlugen vor, noch ein Freundschaftsspiel zu absolvieren, damit wir nicht ganz für nichts um halb sechs in der Früh und anderhalb Stunden für einen Weg auf uns genommen haben.
Es waren Engländer, wie sie in den Asterix Comics gezeichnet werden. Die einzige Mannschaft, ohne Trikot, aber mit sofortigem Wiedererkennungswert.
Sie scheiterten an dem sehr überzeugendem Kazachstan, welches ohne Borat, aber mit viel Technik aufgetreten ist und an den übermächtigen Italienern, welche sich aufführten, wie ihre grossen Brüder der Nationalmannschaft, gleich liegen blieben, wenn einmal zu fest gezupft wurde, und dem Schiedsrichter von der Mama predigten, wenn ein Entscheid gegen sie ausfiel.
“Porco Dio!”
Gegen diese Engländer traten wir stark auf, schossen auch in der Anfangsphase Tore. Doch ging mir, diesmal in der Verteidigung, dieses Ebenbild von Wayne Rooney, der zu gross geratene Zwerg, einmal durch die Lappen und in der Pause war die Partie ausgeglichen.
Wir begnügten uns vorerst mit Wasser, wo sich die Engländer bereits ans Bier machten.
Von diesem wahrscheinlich demnach aufgelockert, holten sie sich den freundschaftlichen Sieg ins Bierbäuchlein.
Cheers Man!

Fazit: alles verloren!
Aber Ehrenvoll und nicht zu Null.
Passt doch in dieses schwarze Wochenende des Sports. Zuerst die Alpine Tigers, darauf YB und zu guter Letzt noch Federer.
Es hat nicht sollen sein.
Trotzdem sind wir glücklich, zufrieden und unverletzt. Als Trostpreis haben wir eine offizielle Einladung der Engländer bekommen, bei ihnen auf der Botschaft auf deren Fussballfeld (!!!) mal spielen zu gehen.
Wir üben also schon für nächstes Jahr.
Der Löwe hat noch nicht ausgebrüllt!
DAI DAI!!!
1 Comments:
  1. …nun raff ich's gar nicht mehr!! seit ihr nun die tiger oder die löwen? übrigens: das englische nati-team wird "the three lions" genannt. also bevor ihr nochmals gegen die frischbiertrinker spielt solltet ihr euch dann schon im klaren sein wer nun wer ist, gell!!

    BeTTSCHMAN · May 19, 2010

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